Knies Kinderzoo

12. Oktober 2017 05:54; Akt: 12.10.2017 07:45 Print

Elefant Thisiam muss lernen, wie Sex geht

Der Elefantenbulle Thisiam in Knies Kinderzoo kommt seinen Zuchtbullen-Pflichten nicht nach. Nun soll ihm ein Nebenbuhler auf die Sprünge helfen.

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«Wenn Thisiam bis nächsten Frühling keine Elefantenkuh schwängert, werden wir uns nach einem zweiten Bullen umschauen», sagt Kinderzoo-Chef und Elefanten-Experte Franco Knie. Der Elefantenbulle Thisiam im Kinderzoo Rapperswil muss sich also auf Konkurrenz einstellen, sollte es mit der Fortpflanzungspleite weitergehen.

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Die Geburt des letzten Elefantenbabys im Kinderzoo ist schon fast vier Jahre her. Die Hoffnungen für Nachwuchs im Elefantengehege ruhen seither auf dem 18-jährigen Bullen. Doch Thisiam scheint nicht zu wissen, wie er seine Damen begatten soll. Dabei hätte er gleich vier zur Auswahl.


Elefant Thisiam zeigt sich in typischer Bullenmanier, um die Dominanz zu erhalten. (Video: Knies Kinderzoo)

Thisiam braucht seine Zeit

Seit dem 3. August 2015 ist Elefantenbulle Thisiam im Kinderzoo zuhause. «Die meisten Zoos wollten ihn nicht», so Knie. Deshalb habe sich der Zoo damals entschieden, dem Tier zu helfen und es im neuen Gehege, dem «Himmapan»-Park, aufzunehmen.

Seither wartet man gespannt darauf, dass sich der Bulle mit einer der Damen paart. Doch der Bulle scheint nicht zu wissen, wie man es bei der Fortpflanzung anstellt. Der Grund dafür liegt in seiner Vergangenheit. Franco Knie: «Thisiam verbrachte in Polen über zehn Jahre alleine in einem Gehege. Gesellschaft ist er sich deshalb nicht gewohnt.»

Elefanten-Pornos als Lösung?

Ein neuer Bulle sei eine vielversprechende Möglichkeit, um im Elefantengehege für Nachwuchs zu sorgen. Thisiam könnte beim Zuschauen lernen: «In freier Wildbahn schauen Elefantenbullen von anderen ab, diese Chance hatte Thisiam nie», sagt Knie. Darum müsse man Geduld haben.

In einer Panda-Aufzuchtstation in China hat man sich eine andere Lösung für die sexmüden Tiere überlegt. Den Pandas wurden Videos mit kopulierenden Artgenossen vorgeführt. Der tägliche «Porno»-Konsum zeigte Wirkung: Die Pandas lieferten den erhofften Nachwuchs. «Die Geschichte ist uns bekannt», sagt Knie am Mittwoch gegenüber 20 Minuten. Dennoch sei eine Animation durch Videos im Kinderzoo kein Thema. Wichtig sei vielmehr, dass man eigene Wünsche und Vorstellungen vergesse. Der Zoo-Chef: «Die Leute denken, das ist ja wie Weihnachten, vier Damen und ein Bulle, warum geschieht nichts?» Man müsse dem Bullen seine Zeit geben.

Bobo hats im Griff

Von Giraffe Bobo könnte sich Thisiam eine Scheibe abschneiden. Er beglückt eine Giraffendame nach der anderen. Innert weniger Monate kamen darum dieses Jahr vier Giraffenbabies zur Welt – alle von Bobo gezeugt.

Die Giraffenbabies locken das Publikum in den Zoo. Aber nicht nur an ihnen liegt es, dass Knie mit der bisherigen Saison zufrieden ist. Wie die «Südostschweiz» schreibt, dürfen sich Knie und sein Team nach Saisonende über ein erfolgreiches Jahr freuen, wenn der Oktober so prächtig weitergeht.

(lad)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 12.10.2017 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht...

    ...haben die Elefanten abgemacht, keine neuen Elefantenbabys zu bekommen, die dann ebenso gefangen im Kinderzoo ein trauriges Dasein fristen. Wer weiss.

  • Max Müller am 12.10.2017 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wissen viele Menschen auch nicht...

    ...somit ist ja alles gut.

  • Matthias m. am 12.10.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    free Willy

    ..Elefanten und Co. gehören auch in die freie Natur!!! Wann begreifen die Menschen das endlich !?!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Yak60 am 12.10.2017 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Komisch das musste mir niemand zeigen.

  • Ximena am 12.10.2017 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Sexgöttin

    Ich muss jedenfalls nicht mehr lernen wie Sex geht.

  • JAY am 12.10.2017 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum

    also mit 2 Rüsseln sollte das nicht so schwierig sein ;)

  • Arthur am 12.10.2017 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Widersprüche noch und noch

    Irgendwie scheint mir die Sache absurd. In gewissen Ländern gäbe es zuviele Elefanten, die dann entweder gewildert oder an viel Geld bezahlende "Hobbywildjäger" ausgeliefert werden. Solange die Tiere genügend in Freiheit vorkommen, sollten die auch nicht nachgezüchtet werden.

    • Kurt M. am 12.10.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

      Gibt nicht genügend...

      Elefant ist nicht gleich Elefant, da gibt es mehrere Arten und einige davon sind bereits ganz verschwunden. Auf jedenfall, es gibt nicht gleich viele von jeder Art.

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  • D.m. am 12.10.2017 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Platz

    Nachwuchszeugen und danach? Was passiert mit den jungtieren wenn sie ausgewachsen sind? Super idee wenn sie nachher ausgewildert würden aber die wahrheit meist sieht anderst aus.