Arbon TG

23. September 2014 09:31; Akt: 23.09.2014 09:31 Print

Parasit hat sich in Jugendtreff eingenistet

Die Rondelle in Arbon TG ist für Jugendliche und andere Mieter vorübergehend geschlossen. Grund: Die Lausfliege, ein Hygieneschädling, hat sich eingenistet.

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So sieht die Schwalbenlausfliege aus. (Bild: Institut für Schädlingskunde)

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«Wegen Ungezieferbefalls geschlossen», so lautet die Nachricht auf einem Informationsplakat bei der Rondelle an der unteren Grabenstrasse in Arbon. In der städtischen Liegenschaft, in der sich unter anderem der Jugendtreff befindet, hat sich nämlich die Lausfliege eingenistet. Wegen der Plage bleibt seit Freitag nicht nur den Jugendlichen, sondern auch den Mietern der Zutritt zur Rondelle verwehrt, wie die «Thurgauer Zeitung» am Dienstag berichtet.

Parasit in Schafswolle

Als Befallsherd wird ein Kinder-Betreuungszimmer der Heks, die in der Rondelle Deutsch- und Integrationskurse für Migrantinnen gibt, genannt. Dort wurden in einem Kissen mit Schafwollfüllung verpuppte Larven einer Lausfliegenart – der Schwalbenlausfliege – entdeckt.

«Diese Lausfliege ist zum Glück nicht gefährlich, sie ist aber sehr lästig», so Jolanda Berrtozzi, Heks-Programmleiterin, gegenüber der «Thurgauer Zeitung».

Die Schwalbenlausfliege ist laut dem Institut für Schädlingskunde ein Hygieneschädling. Falls keine anderen Wirte zur Verfügung stehen, gehen sie auf Menschen los. Der Stich einer Schwalbenlausfliege kann beim Menschen Juckreiz oder Quaddelbildung auslösen, so wie dies auch von Flöhen oder Bettwanzen bekannt ist.

Mit grobem Geschütz gegen Parasiten

Damit die Jugendlichen wieder in den Jugendtreff können und wieder Kurse für Migrantinnen durchgeführt werden können, werden die Schädlingsbekämpfer mit grobem Geschütz auf die Parasiten losgehen. Am Montag wurden bereits alle Gegenstände im Betreuungsraum entsorgt. Gemäss dem Massnahmeplan wird das Kinderbetreuungszimmer nun zuerst gereinigt und mit einem giftigen Mittel eingesprüht, damit die Larven getötet werden. Nach acht Tagen wird der zurückbleibende ölige Film entfernt und die Rondelle ein weiteres Mal gründlich gereinigt.

Die Liegenschaft kann höchstwahrscheinlich in 14 Tagen wieder verwendet werden.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • michaela Lauster am 23.09.2014 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Woher kommt die laus ?

    Woher die Laus wohl stammt?

    einklappen einklappen
  • sandy am 23.09.2014 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    soviel Gift?

    Soviel Gift in einem Kinderbetreuungszimmer einsetzen? ???? Gehts nicht anders? Bä!

Die neusten Leser-Kommentare

  • sandy am 23.09.2014 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    soviel Gift?

    Soviel Gift in einem Kinderbetreuungszimmer einsetzen? ???? Gehts nicht anders? Bä!

  • michaela Lauster am 23.09.2014 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Woher kommt die laus ?

    Woher die Laus wohl stammt?

    • Veto am 23.09.2014 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Vom Schaf

      Keine Laus, sondern eine Lausfliege. Die setzen ihre Eier auf dem Fell (bzw. Federn) der befallenen Tiere ab. Wenn nicht fachgerecht gereinigte Schurwolle als Füllmittel für Kissen verwendet wird, gehen die Parasiten mit. Statt mit der chemischen Keule, wäre auch eine Bekämpfung mit Hitze möglich gewesen, wie es z.T. bei Wohnräumen, die mit Kleidermotten befallen sind, gemacht wird. Das Wollzeug muss sowieso entsorgt werden. Die Art der Lausfliege stimmt jedoch nicht mit der Geschichte überein. Es dürfte sich eher um Schaf- oder Hirschlausfliegen handeln.

    • Klugschwätzer am 23.09.2014 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      Von wem haben wir nun geklärt

      und woher ist von Waldränder im Verbreitungsgebiet des Wirtstieres. Dürfte beim Schaf ausser arktischen Gebieten und Wüsten fast alles sein.

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