Raues Wetter

13. Februar 2018 16:31; Akt: 13.02.2018 16:59 Print

63 Unfälle – Ostschweiz versank im Schneechaos

Von Montag bis Dienstag gab es in der Ostschweiz insgesamt 63 Verkehrsunfälle. In neun Fällen wurden Personen verletzt.

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Kurz vor Montagmittag kam eine Autofahrerin in Gais mit ihrem Fahrzeug auf der verschneiten Strasse ins Schleudern. Der Personenwagen geriet über die Gegenfahrbahn und prallte gegen ein Metallgeländer und anschliessend gegen eine Hauswand. Am Auto entstand Totalschaden. Eine Frau kam am Montagmittag mit ihrem Personenwagen in einer Linkskurve in Gais AR ins Rutschen und stiess gegen das rechtsseitige Brückengeländer. Es entstand Sachschaden an Auto und Geländer von einigen tausend Franken In Rehetobel stiess ein Mann am Montagabend mit seinem Personenwagen gegen ein Auto, das kurz zuvor einen Metallzaun touchierte und quer in der Fahrbahn stand. An den beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken. Am Montagmorgen rutschten in St. Gallen... ...auf der Landhausstrasse vier Autos... ...ineinander. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von einigen tausend Franken. Bei einem Auffahrunfall am Montagabend auf der A1 bei Mörschwil erlitt eine 50-jährige Mitfahrerin unbestimmte Verletzungen. In Rapperswil-Jona kam eine 46-jährige Autofahrerin mit ihrem Wagen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und verursachte einen Frontalunfall. Die 60-jährige Lenkerin des anderen Autos wurde leicht verletzt und musste mit dem Rettungswagen ins Spital gebracht werden. In Niederwil geriet eine Frau am Montag kurz nach fünf Uhr von der Strasse ab. Sie wurde leicht verletzt und mit dem Rettungswagen zur Kontrolle ins Spital gebracht. Zur Mithilfe bei der Bergung war die zuständige Feuerwehr ebenfalls im Einsatz. Ein 19-Jähriger Autofahrer kam in einer Kurve mit seinem Auto von der Fahrbahn ab. Das Auto prallte hernach frontal gegen einen Baum. Er und seine 19-Jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt. Beide wurden vom Rettungsteam ins Spital gebracht. Am Auto entstand ein Totalschaden im Wert von 15000 Franken.

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40 Unfälle im Kanton St. Gallen, 20 im Thurgau, und drei im Appenzellerland – und das an einem Tag: Von Montag- bis Dienstagmorgen waren die Ostschweizer Lenker schweizweit am stärksten von den schwierigen winterlichen Verhältnissen betroffen. Vor allem im Kanton St. Gallen sorgte der Schnee auf den Strassen für Chaos: Sieben Personen wurden leicht oder unbestimmt verletzt, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Dienstagmorgen mitteilte. Auch im Kanton Thurgau mussten zwei Personen verletzt ins Spital gebracht werden.

Polizisten ziehen Autos auf dem Schnee

In Rapperswil-Jona kam eine 46-jährige Autofahrerin mit ihrem Wagen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und verursachte einen Frontalunfall. Die 60-jährige Lenkerin des anderen Autos wurde leicht verletzt und musste mit dem Rettungswagen ins Spital gebracht werden. Kurz vor Montagmittag kam eine Autofahrerin in Gais AR mit ihrem Fahrzeug auf der verschneiten Strasse ins Schleudern. Der Personenwagen geriet über die Gegenfahrbahn, prallte gegen ein Metallgeländer und anschliessend gegen eine Hauswand. Am Auto entstand Totalschaden.

Neben den diversen Karambolagen gab es auch in Sachen Unfallprävention vermehrt Arbeit für die Polizei: Einige Strassen in der Ostschweiz mussten wegen den heiklen Strassenverhältnissen gesperrt werden. In St. Gallen bewiesen die Polizisten auch Muskelkraft: «In mehreren Fällen wurden Fahrzeuge von Polizisten zur Seite geschoben oder aus dem Schnee gezogen», so Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St. Gallen.

Plötzliche Schneeschauer

Den Grund für die grosse Anzahl der Unfälle kennt Metereologe Roger Perret von «Meteonews»: «Am Montagabend, genau während des Feierabendverkehrs, kam es in der Ostschweiz zu einem heftigen und vor allem unvorhergesehenen Schneeschauer.» Dadurch sei die Sicht auf den überfüllten Strassen äusserst schlecht gewesen. Am nächsten Morgen sei der Schneeschauer zwar weg gewesen, die Sicht habe sich jedoch nicht verbessert. «Es gab starken Nebel, der es den Autofahrern sicher nicht einfach gemacht hat. Des weiteren hatte es wegen der Minustemperaturen Glatteis auf den Strassen», so Perret.

In den nächsten Tagen werde es zwar keine Schneeschauer mehr geben, die Glatteisgefahr bleibe allerdings weiterhin bestehen. Im Thurgau komme es zusätzlich zu dichtem Nebel. «Es ist wichtig, dass sich die Autofahrer den Witterungen anpassen und vorsichtig fahren», sagt Perret. Die Temperaturen bewegen sich auch in den kommenden Tagen rund um den Nullpunkt.


(viv)