Enkeltrickbetrug

13. November 2012 10:30; Akt: 13.11.2012 10:36 Print

90-Jährige in Chur gibt Betrügern 60'000 Franken

Enkeltrickbetrüger haben in Chur eine ältere Frau reingelegt. Ein Mann hatte vorgegeben, ein Bekannter der Frau zu sein und holte sich 60 000 Franken von ihr ab.

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Ein Mann kontaktierte die 90-jährige Frau per Telefon. (Bild: Keystone)

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Eine 90-jährige Frau in Chur ist das Opfer von Enkeltrickbetrügern geworden. Die Rentnerin gab einem vermeintlichen Verwandten rund 60 000 Franken, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Ein hochdeutsch sprechender Mann rief die betagte Frau am Freitag an und fragte, ob sie sich nicht vorstellen könne, wer am Telefon sei. Da die Rentnerin Bekannte in Deutschland hat, nannte sie einen Namen. Der Anrufer bestätigte, derjenige zu sein und machte postwendend auf seine prekäre finanzielle Situation aufmerksam.

Im Verlauf des Gesprächs wurde vereinbart, dass ein Bekannter des Anrufers die Summe abholen werde. Am Freitagnachmittag übergab die Rentnerin dann den Betrag von fast 60 000 Franken an den unbekannten Boten. Die Summe hatte die Frau einige Tage zuvor für einen anderen Zweck auf der Bank abgehoben.

Der Klassiker im Betrug

Der Enkeltrick ist eine Form des Trickbetruges, bei der den Geschädigten von einem vermeintlichen Verwandten Geld für ein Darlehen erbettelt wird. Der Enkeltrick sei einer der Klassiker im Betrug und werde schon sehr lange und immer wieder in Abwandlungen eingesetzt, warnt die Bündner Kantonspolizei.

Den Opfern werde eine komplizierte Geschichte erzählt. Sie gipfle darin, dass der angebliche Verwandte und Anrufer verhindert sei und deshalb einen Freund schicken müsse, um das Geld in bar abzuholen. Die Polizei rät, nicht auf solche Anrufe einzugehen und die Polizei oder nahestehende Verwandte oder Bekannte zu benachrichtigen.

(sda)

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