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Angst um Trinkwasser
13. November 2012 20:03; Akt: 14.11.2012 09:23 Print
Am Bodensee soll nach Erdgas gebohrt werden
von Jolanda Riedener - Eine britische Firma will am Bodensee nach Erdgas bohren. Umweltschützer sind alarmiert. Sie befürchten, dass das Trinkwasser mit Chemikalien verschmutzt werden könnte.

2009 wurden schon am Genfersee Gasbohrungen unternommen. (Bild: Keystone)
Am Donnerstag lädt die Bergbehörde der Freiburger Regierung im deutschen Illmensee zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit brisantem Inhalt ein: Die britische Firma Parkyn Energy Germany will am deutschen Bodenseeufer nach Erdgas suchen.
Infografik Gasversorgung Europas
Herr Burri*, geplante Fracking-Bohrungen am Bodensee werden von Umweltschützern scharf kritisiert. Wie riskant ist dies?
Am Bodensee ist Fracking mit der heutigen Technik unbedenklich. Zwar gab es in den USA Wasserverunreinigungen, welche natürlich inakzeptabel sind. Das betraf aber weniger als ein Prozent aller Bohrungen.
Wie realistisch ist es, dass Fracking künftig auch in der Schweiz angewandt wird?
Europa hat ein grosses Potenzial an unkonventionellem Gas. Fracking ist nicht neu, es wird weltweit seit Jahrzehnten angewandt. Wer umweltbewusst ist, sollte Erdgassuche in der Schweiz begrüssen.
Wieso das?
Das Gas könnte aus der Nähe bezogen werden und müsste nicht mehr über tausende Kilometer in die Schweiz transportiert werden.
*Peter Burri ist Präsident der Schweizerischen Vereinigung von Energie-Geowissenschaftern (SASEG).
Sollte die Firma fündig werden, müsste das schwer zugängliche Erdgas mit der sogenannten «Fracking»-Methode gefördert werden: Dabei wird mit Chemikalien angereichertes Wasser unter hohem Druck ins Bohrloch bis in 1000 Meter Tiefe gepumpt. Dadurch brechen die Gesteinsschichten auf und das Gas wird freigesetzt.
Umweltschützer sind besorgt
Ostschweizer Umweltschützer sind alarmiert: «Fracking ist der komplett falsche Ansatz», sagt Martin Zimmermann vom WWF St. Gallen. Es sei unverantwortlich, solche Testbohrungen am dicht besiedelten Bodenseeufer zu machen. Es bestehe die Gefahr eines Erdbebens wie 2007 in Basel. «Durch die eingesetzten Chemikalien droht zudem die Verschmutzung des Sees», so Zimmermann.
Über vier Millionen Menschen – darunter die Bevölkerung der Stadt St. Gallen – beziehen ihr Trinkwassser vom Bodensee. Auch Sven Schulz von der internationalen Bodensee Stiftung warnt: «Es ist unbekannt, welche Chemikalien beim Fracking verwendet werden». Zudem sei unklar, wie die Chemikalien entsorgt werden sollen.
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Alle 23 Kommentare

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5 Asse im Ärmel
Gewöhnliche Erdbohrung können Gestein zermahlen & heraufspülen, das schon selber sehr ungesund (strahlend - giftig). Wenn Schätze nicht (mehr) allein herauskommen, wird nachgeholfen. Womit, wann Halt? Fracking-Fraktion-Fräcke geben keine Fackel zur Erleuchtung; würde sonst noch 'mal hochgehen! ZA, FR, AT & gar NY wollen keine solche Wundertüte. Was tut DE? Versenkte schon strahlenden Abfall in Stahlfässern in Salzgrube (Asse). Dabei weiss auch einfachstes Volk, dass Salz Wasser anzieht & dann Eisen angreift.
Bohrung
Ich finde wenn man dieses Vorhaben bewilligt soll das auch eine Schweizer Firma leiten und keine ausländische und man sollte das ganze Projekt mit Umweltschützern Kontrollieren damit auch wirklich nichts Passiert
Sollte Verboten sein...
Bei Youtube gibt es genügend Videos von Franking und die Folgen für die Natur und die Menschen die dort Leben. Wen plötzlich farbiges Wasser aus unserem Wasserhahn raus läuft. Bitte ein Verbot für das Franking fordern, sowas kann und wird Leben Kosten....