Dornbirn (A)

03. Oktober 2017 18:58; Akt: 03.10.2017 18:58 Print

Biker stossen im Rheintaler Wald auf Bär

Auf dem Karren bei Dornbirn, wenige hundert Meter von der Schweizer Grenze, wollen Biker einen Bären gesehen haben. Anschliessend gingen sie mit Förstern auf Spurensuche.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mathias H.* war am Freitag mit einem Kollegen am Karren bei Dornbirn mit dem Mountainbike unterwegs. Dort haben sie nach eigenen Angaben einen Bären gesehen. Seine Beobachtung postete er am Wochenende auf Facebook – innert kürzester Zeit ging die Sache viral, wie vol.at am Dienstag schreibt.

Umfrage
Gehört der Bär in unsere Natur?

Es war gegen 17 Uhr, als die Biker durch verwachsenes Gebiet mussten und ihre Velos deshalb schoben. «Auf einmal haben wir es im Gebüsch rascheln gehört», heisst es im Facebook-Post. Sie hätten sich erst nichts dabei gedacht. Dann wurde es lauter – «und dann rennt keine 20 Meter vor uns ein Bär vorbei», schreibt H. in seinem Post weiter.

Einen Tag nach der Sichtung ging er laut vol.at mit zwei Förstern aus der Region zuurück zur Stelle. Dort entstand auch das Foto eines Pfotenabdrucks, der von einer Bärentatze stammen könnte. H. mahnt in seinem Post zur Vorsicht, denn die Sichtung erfolgte nur etwa 100 Meter neben einem Wanderweg.

Kam er aus der Schweiz?

Hubert Schatz, österreicherischer Landes-Wildökologe, ist ab der Meldung des Bären noch vorsichtig: Der Sichtungsort sei rein geografisch eher unwahrscheinlich. «Der Bär hätte zudem viel früher auffallen müssen», so Schatz. Es seien bisher aber keine weiteren Meldungen eingegangen, auch aus der Schweiz nicht.

Dabei wäre es für Gernot Heigl von der Vorarlberger Jägerschaft naheliegend, dass ein Bär, der beim Karren auftauche, aus der Schweiz stammt. Dem stimmt auch Schatz zu. Laut Heigl nimmt man die Sichtung keinesfalls auf die leichte Schulter.

Grosses Schadenspotential

In der Schweiz sieht man die Sache eher kritisch. «Ich habe von der Sichtung gehört, glaube aber nicht, dass es wahr ist», sagt Peter Kuster, Präsident der Bäuerlichen Vereinigung unteres Rheintal. Dennoch würde man die Sache im Auge behalten. «Würde er über die Grenze kommen, könnte er grossen Schaden anrichten. Ein grosser Teil Nutzvieh ist noch draussen», so Kuster.

Obwohl es kritische Stimmen gibt, bleibt Mathias H. bei seiner Version. Er würde sich bestimmt nicht öffentlich zum Depp machen, wenn er sich nicht «zu 120% sicher» wäre, das Tier mit eigenen Augen gesehen zu haben.

*Name der Redaktion bekannt

(lad)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rösli Hösli am 03.10.2017 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiere gehören zur Schweiz

    Mit ist der Bär lieber als unwillkommene Gäste, welche sich nicht zu benehmen wissen und unseren sozialen Frieden massiv stören.

    einklappen einklappen
  • Buebi Stansstad am 03.10.2017 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    denkt darüber nach

    im gegensatz zu vielem anderen war der bär hier mal heimisch......

    einklappen einklappen
  • Eva am 03.10.2017 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschen sind Egoisten 1 er klasse

    Ja wieder mal schön gegen die Tiere ,dafür darf sich der Mensch überall breit machen .Wann endlich wird begriffen das die Menschheit nicht das Recht hat den Tieren den Lebensraum streitig zu machen .Langt ja noch nicht das die ganzen Berge mit Skiliften zugepflastert werden ,die Biker müssen ja auch in jeden abgelegenen Winkeln die Tierwelt stören.Aber wehe es passiert was mit einem Tier ,dann ist das Tier der Bösewicht .

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Igi am 04.10.2017 21:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweigen ist gold

    Uiiiii... ein bär. Sofort jagd machen auf ihn. Sind sich solche menschen bewusst , wass sie mit solchen berichten dem tier schaden ?

  • Berner Bär am 04.10.2017 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Auferstandener Höhlenbär?

    Vielleicht der Höhlenbär von St.Gallenkirch (Vbg) oder dem Wildkirchli (AR), der wiederauferstanden ist... Man darf ja gespannt sein, was an der Sache dran ist. Vom angeblichen Oberaargauer Panther, den ein Förster vor vier Jahren gesehen haben will, hat man auch nichts mehr gehört.

  • James am 04.10.2017 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Lebensraum

    Bei den Kommentaren, sollen bitte nur Personen aus der Ostschweiz Einträge machen. Personen aus der Stadt sollen sich bitte zurückhalten. Schliesslich müssen die nicht mit dem Bär leben.

    • Wethipe am 04.10.2017 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @James

      Stimmt

    • Jakob am 04.10.2017 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @James

      Ich habe auch schon Affen im Wald gesehen. Es ist eine super Entwicklung wie diese sich fortbewegen können

    einklappen einklappen
  • Tschingatschkuk am 04.10.2017 04:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umfrageblödsinn

    Weshalb nich wieder eine Umfrage á la Dachsmumie? 1) Ist das eine Bärenpfote? 2) Ist das ein Bärenpfotenabdruck? 3) Das war eine Maus. 4) Das war ein Dachs. 5) Ich interessiere mich nur für Katzen.

  • dättnau am 04.10.2017 02:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich frage mich nur...

    weshalb gibt es im der schweiz kein grosses natur reservart das halt gross räumig hoch umzaunt ist? ist ja zum schutz der tiere und den bauern. heute muss aus jedem quadrat profit geschlagen werden, einfach nur traurig...