St. Gallen

04. November 2014 15:50; Akt: 04.11.2014 17:33 Print

Bubble Beatz machen ESC zur Familiensache

Die zwei St. Galler Müll-Trommler von Bubble Beatz wollen den ESC stürmen. Mittendrin singt Christian Geschwends Ehefrau und Ex-Musicstar-Kandidatin Sandra Wild.

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Bubble Beatz haben mit Sandra Wild einen Song geschrieben und dazu ein Video gedreht. (Bild: Screenshot SRF)

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Das St. Galler Duo Bubble Beatz zündet sein nächstes Feuerwerk. Die Müll-Trommler möchten für die Schweiz am Eurovision Song Contest 2015 in Österreich teilnehmen. «Run» heisst das Lied, mit dem sich Christian Gschwend (34) und Kay Rauber (35) für die Schweizer Vorausscheidung beworben haben. «Wir haben schon in den letzten Jahren mit dem Gedanken gespielt, am ESC teilzunehmen. Wir mussten die Pläne jedoch immer verschieben, weil bei uns zu viel anderes lief», sagt Gschwend auf Anfrage von 20 Minuten.

Dass sich Bubble Beatz für den Song Contest bewerben, ist noch keine Sensation. Mit ihrem Einzug ins grosse Finale der Casting-Show «Supertalent» haben sie bewiesen, dass sie sich auf grossen Bühnen zu Hause fühlen. Überraschender ist, wen sie sich für eine Gesangseinlage ins Boot geholt haben: Ex-«Musicstar»-Kandidatin Sandra Wild (30), seit rund drei Jahren die Ehefrau von Christian Gschwend, gibt ihr musikalisches Comeback im Rampenlicht.

Ruhige Nummer, die unter die Haut geht

Wie kamen Bubble Beatz auf diese Idee? «Warum sollten wir in der ganzen Schweiz eine Sängerin suchen, wenn die Beste mit mir unter einem Dach lebt?», fragt Gschwend zurück. Nach ihrem zweiten Platz bei MusicStar im Jahr 2006 hat sich die 30-Jährige bewusst aus den Medien zurückgezogen. «Ich habe aber nie aufgehört Musik zu machen», sagt sie. Die Zivilstandsbeamtin arbeitet nebenbei als Gesangslehrerin und tritt in wechselnden Formationen auf.

Als sie im September von ihrem Mann angefragt wurde, musste sie nicht lange überlegen. «Der ESC wäre ein spannendes Erlebnis. Und mit Bubble Beatz habe ich die optimale Unterstützung im Rücken.» Tatsächlich rücken die beiden Müll-Trommler im Bewerbungsvideo für einmal in den Hintergrund und legen für die Sängerin den musikalischen Teppich aus. Für die Verhältnisse von Bubble Beatz ist «Run» eher eine ruhige Nummer, die unter die Haut geht.

Auch privat läuft es beim musikalischen Paar

«Die Zusammenarbeit hat auf Anhieb gut funktioniert», sagt Gschwend. «Ich denke mit dem Song und einer gute Live-Show haben wir gute Chancen beim ESC.» Auch privat könnte es beim musikalischen Paar nicht besser laufen. Vor einem Jahr sind sie in ihr eigenes Haus in Bernhardzell SG gezogen, vor vier Monaten kam ihr gemeinsamer Sohn Marius auf die Welt. Wer schaut auf ihn, wenn Mama und Papa beim ESC auf der grossen Bühne stehen? «Der sitzt dann natürlich in der ersten Reihe», sagt Gschwend lachend.

(dst)