Wil SG

28. Juni 2018 16:34; Akt: 28.06.2018 16:34 Print

Mit Trickdiebstahl über 10'000 Franken erbeutet

So schnell, wie sie kommen, sind sie auch wieder weg – und das mit Ihrem Geld: Trickdiebe sind derzeit in der Ostschweiz unterwegs und erbeuteten bereits Tausende Franken.

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Die Kantonspolizei St.Gallen geht im Moment von mehreren Tätern oder Gruppierungen aus. Sie waren und sind vorwiegend in grösseren Ortschaften des Fürstenlandes tätig. Vereinzelt haben sie auch im Raum Sargans und in Rapperswil-Jona Personen bestohlen. Die Polizei geht von einer Dunkelziffer aus. In den letzten acht Monaten wurden über 25 Anzeigen alleine im Kanton St. Gallen erstattet. Bei den der Polizei bekannten Diebstählen wurden über 10'000 Franken gestohlen.

Das Vorgehen der Diebe ist mehrheitlich gleich. Meist werden ältere und betagte Bürger um Wechselgeld für Euromünzen, die Parkuhr-Gebühr oder zum Telefonieren gefragt. Greift der hilfsbereite Bürger schliesslich in das Münzfach seines Portemonnaies, stehlen die Diebe unbemerkt das Notengeld.

Polizei warnt

Diese Hilfsbereitschaft nutzte auch der 28-jährige Rumäne aus und konnte schliesslich vergangene Woche in Wil SG von der Kantonspolizei St.Gallen festgenommen werden. «Wir hatten ihn im Auge und konnten ihn schlussendlich direkt erwischen, als er ein nächstes Opfer bestehlen wollte», sagt Kapo-Sprecher Hanspeter Krüsi. Der Mann hat bereits drei Diebstähle zugeben.

Die Kantonspolizei St.Gallen weiss, dass noch weitere Diebe ihr Unwesen treiben. Sie warnt vor diesen Personen. Insbesondere ist auch Vorsicht geboten, nachdem bei einem Bankomaten oder am Bankschalter Geld abgehoben wurde. Bei einigen Fällen wurden auf diese Art Bürgerinnen und Bürger im Anschluss an den Bargeldbezug Opfer eines Trickdiebes. Bei den von den Opfern beschriebenen Dieben handelt es sich ausschliesslich um Männer. Sie werden als Süd- oder Osteuropäer mit gepflegtem Erscheinungsbild beschrieben, welche alle keine Mundart sprachen.

Um nicht selbst Opfer eines solchen Tricks zu werden, rät Hanspeter Krüsi: «Man sollte allgemein in der Öffentlichkeit nie das Portemonnaie aufmachen und Geld zeigen.» Wenn man sich dafür entscheide, jemandem einen Schein zu wechseln, sei es wichtig, sich zu konzentrieren und Körperkontakt zu vermeiden.

(viv)