Schwende AI

08. Februar 2018 17:10; Akt: 08.02.2018 17:14 Print

Ein Toter und ein Verletzter am Säntis

Die Bergrettung hat am Donnerstag zwei Skitouren-Gänger vom Säntis geborgen. Bei einem der Männer konnte nur der Tod festgestellt werden.

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Das steile Gelände und widriges Wetter gestalteten die Rettung schwierig. (Bild: Kapo AI)

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Am Donnerstagvormittag wurde die Alpine Bergrettung Schweiz zur Bergung von zwei Skitourengängern vom Säntisgipfel aufgeboten. Da wegen des Nebels ein Rega-Einsatz nicht möglich war, mussten die Rettungskräfte zuerst mit der Luftseilbahn auf den Säntis fahren und danach zu Fuss zur Unfallstelle absteigen.

Etwa 160 Meter unterhalb vom Berggasthaus Alter Säntis trafen die Bergretter und ein Rega-Arzt eine schwerverletzte Person an, wie die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden mitteilt. Ungefähr 30 bis 40 Meter weiter unten lag eine zweite, in der Zwischenzeit verstorbene Person.

Abgestürzt und Kollegen touchiert

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte eine mehrheitlich aus Senioren bestehende 12-köpfige Ski-Tourengruppe, vom Säntis über Meglisalp und Rotsteinpass ins Toggenburg zu fahren. Unmittelbar unterhalb der Galerie zum Berggasthaus Alter Säntis stürzte ein Touren-Skifahrer, rutschte ab und touchierte einen sich 3 bis 4 Meter weiter unten befindenden Kollegen. Dieser stürzte ebenfalls, worauf im sehr steilen Gelände beide etwa 160 bis 200 Meter den Gasthaushang hinunter rutschten.

Untersuchung eingeleitet

Der schwer verletzte Skifahrer, ein 73-jähriger Mann, wurde nach der schwierigen Bergung mit der Luftseilbahn zur Schwägalp und von da ins Spital transportiert. Beim Verstorbenen handelt es sich um einen 77-Jährigen. Beide abgestürzten Personen mussten in einer aufwändigen Rettungsaktion mittels Rettungsschlitten und einer Motorwinde auf den Säntis hochgezogen werden.

Im Einsatz standen 10 Angehörige der alpinen Rettungskolonne Appenzell und Schwägalp, ein medizinisches Team der Rega-Basis St. Gallen, ein Rettungsteam vom Kantonsspital Herisau, Angestellte der Luftseilbahnbahn Schwägalp-Säntis sowie ein Care-Team. Die Staatsanwaltschaft Appenzell Innerrrhoden hat eine Untersuchung eingeleitet.

(tso)