Polizei warnt

20. Juni 2018 12:06; Akt: 20.06.2018 12:08 Print

Ein achtloser Sprung ins Wasser kann tödlich enden

Bei der aktuellen Hitze suchen viele Abkühlung im Wasser. Doch dies kann tödliche Gefahren bergen: Die Polizei mahnt zur Vorsicht.

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Laut SRF Meteoklettern die Temperaturen in der Schweiz am Mittwoch auf 30 Grad. Da kommt für viele die Abkühlung im Wasser gerade recht. Doch wer sich leichtsinnig ins kühle Nass begibt, kann unter Umständen sein Leben riskieren, warnt die Kantonspolizei St. Gallen auf ihrer Facebookseite.

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Gehen Sie an Hitzetagen baden?

Jedes Jahr verletzen sich rund 12‘000 Personen in der Schweiz beim Schwimmen – rund 20 verlieren dabei ihr Leben. Um sich oder seine Kinder nicht in unnötige Gefahr zu begeben, gibt es laut Polizei einige Regeln zu befolgen:

Wann Sie nicht baden sollten

- Schwimmen oder baden Sie niemals unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Das Bewusstsein wird dadurch getrübt, so dass gefährliche Situationen nicht erkannt werden. Ein weiteres Problem ist, dass Alkohol die Blutgefässe weitet. Da beim Schwimmen das Blut schnell abkühlt, besteht so die Gefahr eines Kreislaufkollapses.

- Springen Sie nie überhitzt in Wasser und meiden Sie beim Schwimmen einen ganz vollen oder leeren Magen. Sollten Sie nur leichte Zweifel bezüglich Ihres Gesundheitszustandes haben, dann gehen Sie bestenfalls gar nicht ins Wasser.

Bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten

- Lassen Sie Ihre Kinder nie unbeaufsichtigt, auch nicht für kurze Zeit und selbst dann nicht, wenn diese eine Schwimmhilfe tragen. «Sie sind für ihr Kind verantwortlich, nicht der Bademeister», so der Appell der Polizei. Kleinkinder können bereits in knöcheltiefem Wasser ertrinken. Der Grund dafür ist, dass bei ihnen der Kopf verhältnismässig gross ist und der Schwerpunkt des Körpers deshalb im Brustbereich statt wie bei Erwachsenen auf Höhe des Nabels, liegt. Fällt ein Kind nach vorne gebeugt ins Wasser, kann es unter Umständen den Kopf nicht mehr selbständig hochheben.

- Weiter kann es bei Kleinkindern zum sogenannten «lautlosen Ertrinken» kommen, wobei Kinder, die mit dem Kopf unter Wasser geraten sind, ohne zu schreien oder zappeln einfach reglos im Wasser liegenbleiben und so ums Leben kommen.

Anweisungen Folge leisten

- Befolgen Sie stets Anweisungen von Rettungsschwimmern und Bademeistern und beachten Sie die Hinweise und Verbote auf Warnschildern. Gerade in Flüssen, aber auch in Seen können sich lebensgefährliche Strömungen entwickeln, die von aussen nicht sichtbar sind und deshalb nicht eingeschätzt werden können. Selbst bei einer geringen Strömungsgeschwindigkeit gelingt es oft nicht, gegen diese anzukämpfen und es folgt schnell eine Erschöpfung.

Schützen Sie sich selbst

- Wenn Sie sich beim Schwimmen unsicher fühlen, bleiben Sie in sicherem und überwachtem Gewässer und informieren Sie andere Personen, die Sie im Auge behalten oder mit Ihnen schwimmen können. Besuchen Sie zudem einen Schwimmkurs, um Ihre Fähigkeiten zu verbessern. Zusätzliche Sicherheit bieten Auftriebshilfen wie eine Schwimmboje oder ein Neoprenanzug – diese Hilfsmittel sind jedoch nur unterstützend und ersetzen nicht die Tatsache, dass man nur in tieferes Wasser gehen sollte, wenn man schwimmen kann.

- Aufgeblasene Schwimmhilfen wie beispielsweise Luftmatratzen gehören nicht ins tiefe Wasser, denn diese bieten falsche oder gar keine Sicherheit. Tragen Sie und Ihre Kinder auch bei anderen Freizeitaktivitäten wie etwa beim Bootfahren stets eine Rettungsweste.

(viv)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berner am 20.06.2018 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude am Baden haben

    Achtung hier, achtung da. Jedes Jahr dasselbe Thema. Ich denke mit ein wenig Selbstverantwortung und logischem Denken kann schon viel verhindert werden.

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  • Hermann Klöti am 20.06.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Zielgruppe!

    Jedes Jahr werden diese "ollen Kamellen", teilweise längst überholt, wieder ausgepackt. Und wer ertrinkt? Nichtschwimmer - Magen voll, Magen leer, was immer. Bringt den Leuten das Schwimmen bei, auch den Touristen, Gastarbeitern oder wem immer!

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  • Kurz und bünzlig am 20.06.2018 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Smartphone weglegen

    Regelmäßig weise ich Eltern zurecht die ins Smartphone starren während das Kind im Wasser plantscht. Es könnte mir auch egal sein aber denke in dem Moment an das Wohl des Kindes.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Babtist am 14.07.2018 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gefährliches Nass

    Ich z.B. weiss,dass ich kein ausdauernder und guter Schwimmer bin.Deshalb gehe ich kein Risiko ein und steige nur ins Wasser rein um zu "bädele".Das reicht mir vollkommen aus.Früher kam ich mal im"sanften Fliessgewässer"der Maggia in eine Wasserwalze,die mich nach unten zog,und ich brauchte Bärenkräfte,um mich da loszureissen.

  • Leser am 20.06.2018 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Betrunken

    Das vergessen viele: Betrunken baden kann zu Herzversagen führen, ein paar Bierchen trinken und hinterher zum Abkühlen ins Wasser: Das kann schnell zu einem Kälteschock führen.

  • Dorfkind am 20.06.2018 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sprünge in unbekannte Gewässer haben

    Sprünge in unbekannte Gewässer haben schon wiederholt zu schweren Unfällen geführt. Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen, Knochenbrüche, Verrenkungen und Verstauchungen sowie Wunden aller Art sind oft die Ergebnisse derartiger unüberlegter Handlungen. Kann auch zum Tot führen

    • Städter am 21.06.2018 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dorfkind

      Ich habe so einen Kollegen verloren. Er ist mit dem Kopf auf dem Becken Boden aufgekommen und war danach ganz gelähmt. So wollte und konnte er nicht mehr weiter leben.

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  • Ein Leser am 20.06.2018 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zahlreiche tragische Unfälle zeigen immer wieder

    Zahlreiche tragische Unfälle zeigen immer wieder, dass auch gute Schwimmer beim Baden in Gefahr geraten können. Nur wer die Tücken des Wassers kennt, kann sie meiden oder mit ihnen fertig werden.

  • fs am 20.06.2018 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung heisst das Zauberwort

    Wo ist eigentlich der gesunde Menschenverstand abgeblieben?