Benzin gestohlen

17. März 2017 16:07; Akt: 17.03.2017 16:07 Print

Feuerwehrkommandant per sofort entlassen

Der Feuerwehrkommandant von Horn TG soll sich unrechtmässig Sold ausbezahlt und Benzin bezogen haben. Er wurde per sofort freigestellt.

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Der Grossbrand auf dem Raduner-Areal in Horn TG am 3. August 2015 war für den entlassenen Kommandanten wohl einer der umfangreichsten Einsätze. Chef der Brandermittlung, André Kiser, steht im Trümmerhaufen. Die Brandwache musste am Dienstagmorgen um 6:30 Uhr die Feuerwehr Arbon aufbieten, um ein entzündetes Glutnest zu löschen. Vor Ort ein Bild der Verwüstung. Wo früher Fabrikhallen standen, sind seit Montag nur noch Ruinen übrig. Wo früher Lager- und Geschäftsräume waren... ...ist jetzt nur noch Abbruch. Die Feuerwehrmänner arbeiteten bis an ihr Limit und wurden von Kameraden aus Feuerwehren der umliegenden Gemeinden unterstützt. Die Brandursache wird nun von der Polizei ermittelt, welche jede kleinste Spur verfolgt und untersucht. Inferno in Horn TG: Erst stand eine Halle, dann fünf bis sechs Gebäude in Flammen. Der Brandherd aus der Vorgelperspektive. Feuer und massiv viel Rauch. Das Raduner-Fabrikareal am Bodensee. Von den Gebäuden ist nur noch das Gerippe zu sehen, Überreste auf dem Raduner-Fabrikareal. Das Ausmass des Schadens ist noch nicht genau bezifferbar. Wasser aus dem Bodensee: Der Super-Puma im Einsatz. Superpuma Pilot Jürg Niemeyer schüttete 264 Tonnen auf das brennende Gebäude. Unterstützung von der Armee. Vor Ort ist noch immer massiv viel Rauch. Zwei Helikopter unterstützen die Feuerwehr. Löscharbeiten auf dem Raduner-Areal. Zwei Super-Pumas und ein Eurocopter sind am Nachmittag zum Löschen im Einsatz. Ein Super-Puma lädt Wasser. Pro Flug kann er 4000 Liter Wasser transportieren. Ausser Kontrolle: In Horn TG frisst sich ein Feuer durch mehrere Gebäude. Der Brand war während Stunden nicht zu kontrollieren. Die Feuerwehr ist mit mehr als 200 Personen vor Ort. Dichter Rauch verdunkelt den Himmel. Die Rauchwolke verdunkelt sogar den stahlblauen Himmel. Meter hohe Flammen sind auf dem Gelände zu sehen. Ein Super-Puma der Schweizer Armee bei Löscharbeiten auf dem Raduner-Areal. Der Brand war auch Stunden nach Ausbruch noch nicht unter Kontrolle. Die Lagerhallen hätten abgerissen werden sollen. Die Gebäude sollten Wohnhäusern weichen. Die Situation vor Ort. Schwierige Löscharbeiten. Riesige Flammen und eine Rauchsäule sind vom nahen Bahngleis aus zu sehen. Ein Feuerwehrmann pumpt zum Löschen Wasser aus dem Bodensee . Flammen schlagen aus dem Gebäude. Wegen der starken Hitze mussten die Einsatzkräfte immer wieder Pausen einlegen. Blick vom Bodensee. Das Gebäude soll früher eine Textilfabrik gewesen sein. Die Feuerwehren versuchen zu verhindern, dass das Feuer auf weitere Gebäude übergreift. Das brennende Gebäude wird als Lagerhalle für Antiquitäten und Liquidationsgüter genutzt. Menschen sind nach ersten Erkenntnissen keine verletzt worden, Augenzeugen berichten von einer grossen Aufregung. Laut der Kantonspolizei Thurgau ist ein Grossaufgebot an Löschfahrzeugen und Sanität vor Ort. Schwarzer Rauch über Horn TG. Die Rauchsäule ist seit dem frühen Morgen weitherum sichtbar. Das brennende Gebäude befindet sich in einem Industriegebiet in Horn. Auch nahe Oberegg ziehen Rauchschwaden vorbei. Blick von Nonnenhorn (D) aus. Mega-Rauchsäule vor blauem Himmel. Die Lage kurz vor 9 Uhr. Blick von Nonnenhorn (D). So sieht es von Rorschach her aus. Insgesamt stehen sechs Feuerwehren im Einsatz. Es sei ein schwieriger Einsatz, heisst es seitens der Rettungskräfte. Eine Herausforderung für die Einsatzkräfte. Die Flammen schlagen aus dem Gebäude. Auf dem Gelände sind bis zu sechs Gebäude betroffen. Rauchsäule über dem Areal. Riesige Rauchwolken. Die Sonne leuchtet durch die Rauchwolke. Die Verantwortlichen an der Pressekonferenz zum Grossbrand am 3. August in Horn TG. Sicht aus einem Flugzeug über dem Bodensee.

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Bei der Rechnungskontrolle seien finanzielle Unstimmigkeiten festgestellt worden, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde am Freitag. Konkret gehe es um «erhöhte Treibstoffkosten sowie einzelne unbegründete Soldauszahlungen».

Der Kommandant, der seit 1990 der Feuerwehr Horn angehört und diese sei 15 Jahren geleitet hatte, habe die Sache zugegeben und sich «in aller Form sowie mit grosser Reue für diese in der Not erfolgten Verfehlungen» entschuldigt. Die Gemeinde habe mit ihm eine vollständige Rückzahlung der Ausstände vereinbart.

Keine Strafanzeige

Damit entstehe der Gemeinde letztlich kein finanzieller Schaden – abgesehen von der administrativen Aufarbeitung des Vorfalls, heisst es. Wegen des Geständnisses, der gezeigten Reue und «spezieller Umstände» verzichte die Gemeinde auf weitere rechtliche Schritte gegen den Kommandanten.

Die Gemeinde lässt es bei einer Rüge und der sofortigen Freistellung vom Feuerwehrkommando bewenden. Dies sei angesichts der langjährigen Tätigkeit des Fehlbaren für die Feuerwehr und die Gemeinde angemessen. Die Feuerwehr Horn mit 60 Angehörigen wird ab sofort vom bisherigen Vizekommandanten geleitet.

(sda)