Graubünden

08. Januar 2018 10:57; Akt: 08.01.2018 17:03 Print

Von Lawine verschüttete Frau stirbt im Spital

Eine in Graubünden verschüttete Schneeschuhwanderin ist ihren Verletzungen erlegen. Die Lawinengefahr bleibt hoch.

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Die Schneeschuhwanderin, die an Silvester in Tujetsch von einer Lawine verschüttet worden war, ist in der Nacht auf Montag verstorben. Die 35-jährige Frau aus Deutschland war am Silvestersonntag mit ihrem Mann in Schneeschuhen vom Oberalppass Richtung Maighels-Hütte gelaufen und von einer Lawine verschüttet worden. Im Gebiet herrschte laut dem Bund zurzeit erhebliche Lawinengefahr (Warnstufe 3 von 5).

Ihr Mann wurde laut Angaben der Kantonspolizei Graubünden nur leicht verschüttet, sodass er mit dem Mobiltelefon die Rettung alarmieren konnte. Seine Verletzungen verhinderten jedoch eine Suche nach der 35-jährigen Frau. In kritischem Gesundheitszustand musste diese dann ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen werden. Dort erlag sie in der Nacht auf Montag ihren Verletzungen.

Mehrere Tote nach Lawinenniedergängen

Im Gebiet des Hohtürli oberhalb von Kandersteg BE war ein Schneeschuhwanderer von einer Lawine erfasst worden. Er wurde lebend geborgen und schwer verletzt ins Spital geflogen, wo er kurze Zeit später starb.

Nach aktuellen Erkenntnissen waren insgesamt drei Schneeschuhwanderer von Kandersteg aus in Richtung Blüemlisalp unterwegs gewesen, wie die zuständige Staatsanwaltschaft und die Berner Kantonspolizei am Montag schrieben. Im Bereich des Hohtürli löste sich ein Schneebrett, das zwei der Männer mit sich riss.

Die alarmierten Rettungskräfte konnten zwei Männer auf dem Lawinenkegel orten und mit einer Seilwinde bergen. Sie mussten zur Kontrolle ins Spital. Den dritten Schneeschuhwanderer konnte ein Lawinensuchhund aufspüren. Er wurde schwer verletzt ins Spital geflogen, wo er später starb.

Tourengruppe mitgerissen

Am Piz Belvair bei Zuoz GR im Engadin war ein Ehepaar von einer Lawine verschüttet worden. Das Paar wurde von anderen Skitourengängern geortet und unverletzt geborgen.

Die Lawine löste sich am frühen Sonntagnachmittag, als vier Skitourengänger vom Piz Belvair am Südhang in Richtung Madulain ins Tal fuhren. Alle vier wurden mitgerissen, wie die Graubündner Kantonspolizei heute meldete. Eine leicht verschüttete Person konnte sich selbst befreien.

Von der Lawine verschüttet wurde ein Ehepaar, das im Aufstieg zum Piz Belvair war. Die talwärts fahrenden Skitourengänger konnten das Paar mit Verschüttetensuchgeräten ausfindig machen und beide unverletzt bergen. Sie wurden mit dem Rettungshelikopter zur Kontrolle in ein Spital geflogen.

(roy/dk/sda)