Wohnen im Asylheim

12. November 2012 20:25; Akt: 12.11.2012 20:26 Print

Journalist bloggt einen Monat aus Asylunterkunft

Kajüten- statt Doppelbett: Der Journalist Mario Fuchs lebt für einen Monat in einer Asylunterkunft und bloggt über seine Erlebnisse.

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Der 24-jährige Journalist Mario Fuchs lebt für einen Monat in der Asylunterkunft in Rickenbach bei Wil. (Bild: Thurgauer Zeitung / Mario Testa)

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Für vier Wochen tauscht der 24-jährige Mario Fuchs aus Oberuzwil sein WG-Zimmer gegen ein Kajütenbett in der Asylunterkunft in Rickenbach bei Wil. Vor einer Woche ist er dort eingezogen. «Ich bin sehr herzlich aufgenommen und schon mehrmals bekocht worden», sagt Fuchs. Seine neun Mitbewohner sind Afghanen, Tamilen und ein Georgier.

«Das Asylwesen ist eine grosse gesellschaftliche Herausforderung für die Schweiz», sagt Fuchs, der bei der «Wiler Zeitung» arbeitet. Doch die Betroffenen seien bisher nie zu Wort gekommen. Gesprochen wird vor allem Deutsch aber auch Englisch. Den Aufenthalt in der Asylunterkunft bezahlt er selbst: Insgesamt rund 150 Franken fürs Frühstück und Abendessen.

Crash-Kurs in georgischer Politik

Bei den Behörden stiess Fuchs auf offene Ohren: «Ich finde das Projekt gut und sinnvoll», sagt Ernst Bucher, Leiter des Sozialamtes von Rickenbach. So könne der Journalist sehen, dass eine Unterbringung in einer Zivilschutzanlage durchaus zumutbar sei, so Bucher.

Am Tag arbeitet Fuchs normal. Die Abende und Wochenenden verbringt er mit seinen neuen Mitbewohnern. «Ich habe bereits einen Crash-Kurs in georgischer Politik erhalten, esse mit ihnen oder schaue indische Action-Filme», so der 24-Jährige. Bis am 5. Dezember lebt er noch in der Asylunterkunft. Seine Erlebnisse schildert er auf www.asylblog.ch

(tob)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • trekk am 13.11.2012 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    ----------

    und dann sollen wir danach denken: oh die armen asylanten oder was???

  • moe_zwoo am 13.11.2012 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Lesen, dan kommentieren

    Ja, Soldaten müssen auch in ZSAs übernachten. Und ja, es ist keine 1:1-Reportage, wenn Fuchs tagsüber arbeiten geht. Nur wer den Artikel - vielleicht auch im Original in der Thurgauer Zeitung - liesst, erfährt, dass eine 1:1-Reportage nicht das Ziel von Mario Fuchs ist. Er will mit den Asylsuchenden ins Gespräch kommen und ihre Sorgen, Nöte und Geschichten erfahren. Und genau das wird er mit seinem Projekt erreichen.

  • Chris von Swiss am 13.11.2012 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Geh doch ins Militär, dann darfst Du sehr viel länger in solchen wunderbaren Unterkünften hausen. Aber natürlich ohne all die schönen Dinge wie Action-Filme und Kommen und Gehen wann Du willst!

    • Füsel am 14.11.2012 16:58 Report Diesen Beitrag melden

      Dochdoch

      Wir haben uns im Militär pausenlos Filme reingezogen. Rückblickend war das, dass sinvollste was wir im Militär gemacht haben.

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  • Tobi Meyer am 13.11.2012 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Viele arme schweizer Familien!!!

    Man unterstütz immer die anderen, als auf die eigenen Landsleute zu schauen! Was soll das? Schreibt mal einen Artikel über die armen Familien in der Schweiz! Diese Problematik sollte man viel mehr Aufmerksamkeit schenken.

    • Familienvater am 13.11.2012 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Danke.

      Genau. Bin der gleichen Meinung.

    • Rüedu am 13.11.2012 16:43 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig wählen

      Dann sollten wir endlich damit aufhören SVP zu wählen. Die kürzen bei den Armen überall wo es nur geht. Ob Sozialhilfe, IV oder Arbeitslosengeld, alles kürzen sie oder verschlechtern den Zugang dazu. Auch einen Mindestlohn wollen sie nicht... man könnte meinen, sie freuen sich über jeden "Working Poor". Nun gut, schliesslich ist es auch die Wirtschaft und die Reichen, die sie unterstützen. Auf die Spendengelder der Armen sind sie ja nicht angewiesen.

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  • üeli akhbar am 13.11.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    platz

    ich dachte es gibt kein platz in den unterkünften. wasn nu?

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