St. Gallen

04. Dezember 2012 18:42; Akt: 05.12.2012 12:40 Print

Justiz geht jetzt gegen Pornos an Kiosken vor

von Urs-Peter Zwingli - Die Justiz büsst sieben Kiosk-Frauen wegen Pornografie: Die Frauen haben Porno-Heftli Minderjährigen zugänglich gemacht. Das wird zum Problem für den Kiosk-Giganten Valora.

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Von insgesamt drei Kiosken in St. Gallen sind Verkäuferinnen gebüsst worden. (Bild: 20 Minuten/jor)

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Sieben Kiosk-Verkäuferinnen hat die St. Galler Staatsanwaltschaft per Strafbefehl zu bedingten Geldstrafen und Bussen veruteilt. Der Vorwurf: Sie hätten in drei Kiosk-Filialen in der Stadt St. Gallen Porno-Hefte und -DVDs «mangels Abschottung» auch Unter-16-Jährigen zugänglich gemacht – und sich so der Pornografie strafbar gemacht. Unter anderem seien in den Kiosken Covers mit Szenen von Anal-, Oral- und Vaginalverkehr öffentlich ausgestellt gewesen. Weil alle sieben Frauen gegen den Strafbefehl Einsprache erhoben, kommt der Fall nächstes Jahr vor das St. Galler Kreisgericht.

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Sichtbare Pornoauslagen in der ganzen Schweiz

Je nach Urteil könnte der Fall für die Kiosk-Gigantin Valora, die die drei betroffenen St. Galler Kioske betreibt, weitreichende Folgen haben: «Das Problem mit der sichtbaren Porno-Auslage besteht in praktisch allen Filialen in der Schweiz», sagt eine mit dem Fall vertraute Person. Das heisst: Die Kioske müssten allenfalls neu konzipiert werden.

Eine Kiosk-Mitarbeiterin, die selber nicht angeklagt ist, sagt: «Wir halten uns bei der Präsentation der Auslage nur an die Vorschriften von oben.» Es sei unfair, dass nun kleine Angestellte dafür den Kopf hinhalten müssten.

Valora, die in der Schweiz über 900 K-Kioske und 20 Press & Books-Läden betreibt, wollte sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht zum Fall äussern.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mackjans am 04.12.2012 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Und rechts daneben:

    "Wie die Welt über die Schweizer lacht". Q.E.D.

  • Ruedi am 04.12.2012 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    St. Gallen mach sich lächerlich!

    Aber mit dem Handy via Google oder Youtube ' Böbi' luege, hier schreitet der Gesetzgeber nicht ein. Zuviele Gesetze?

  • Kioskverkäufer am 05.12.2012 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bünzlikrieg

    Nicht erwähnt wurde, wie es zu der Anzeige kam. Ich arbeite seit vier Jahren an Valora-Filialen und habe schon 3x miterlebt, wie irgend ein Bünzli (m, ca. 60j, nicht gerade keusch aussehend) in einen Laden kam und mit "gierigem" Blick nach solchen Verstössen gesucht hat um sich danach wichtig zu machen. Eimmal reichte schon ein Playboy (geht übrigens unter Lifstyle und hat keine Altersbegrenzung) für eine eingeschüchterte Rundmail seitens Valora und Verwarnung an MA... traurig

Die neusten Leser-Kommentare

  • Edith Zellweger am 07.12.2012 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und wer konsumiert denn diese Heftli?

    Gegen Tierquälerei und gegen Tierpornos vorzugehen wäre wichtiger, als gegen irgendwelche Sexheftlis!

  • Sämi am 06.12.2012 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Pornos! Vom Kiosk!?

    Wer KAUFT sich noch Pornografie in einem Kiosk oder sonst einem Geschäft!? Das Internet bietet schon alles und das meistens sogar Kostenlos! Wenns jemand unbedingt braucht, dann einfach legale Pornografie im Netz konsumieren!

  • Passant am 05.12.2012 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenige Meter daneben

    wird tagtäglich mit Drogen gedealt. Aber das stellt für Kinder offenbar keine Gefahr dar.

  • Freidenkender Schweizer am 05.12.2012 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Profilierungssucht

    Die Richter sollen sich gefälligst um richtige Fälle kümmern und nicht um solchen Kinderkram. Hoffentlich wird die Klage wegen nichtigkeit zurückgewiesen. Wegen den paar harmlosen Heftchen so ein Affentheater zu veranstalten sollte strafbar sein. Das ist unnötige Verschwendung von Steuergeldern.

  • Erklärbär am 05.12.2012 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist doch...

    ...ganz einfach. Wenn der Mann geil ist, will er ein Heftli kaufen um Druck abzulassen. Frau Zuhause kann sich dann ganz entspannt ihrer Migräne widmen.