Steve Schild

22. Januar 2017 20:02; Akt: 22.01.2017 20:02 Print

Mars-Mensch geht unter die Schriftsteller

Der Ostschweizer Steve Schild (32) wartet auf seine Mars-Mission. Damit ihm die Zeit nicht lange wird, hat er einen Science-Fiction-Roman geschrieben.

Der Mars-Kandidat aus dem Thurgau veröffentlicht einen Roman. Via Crowdfunding sammelt er Geld für die Vermarktung des Buches. (Video: Steve Schild)
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«Es war schon lange ein Traum von mir, ein Buch zu veröffentlichen», so Steve Schild. Nun ist es offenbar so weit: Der Mars-Missions-Kandidat aus dem Thurgau will in den nächsten Monaten einen Science-Fiction-Roman herausbringen. Via Crowdfunding auf Indiegogo sammelt er Geld, um das Werk zu vermarkten.

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«Gefangene der Zeit» heisst der Roman und spielt im Jahr 2150. «Er hat etwa 300 Seiten und handelt von Liebe, Hass und Krieg», so der 32-Jährige. Er habe schon vor 16 Jahren mit dem Schreiben begonnen und den Roman bereits 2006 veröffentlicht, doch der Verlag sei Konkurs gegangen, erzählt Schild. «Nach der ersten Veröffentlichung habe ich das Projekt auf Eis gelegt. Dann überarbeitete ich es und beschloss nun, es noch einmal an die Öffentlichkeit zu bringen.»

Zukunftsvision

Schild ist gleichzeitig Vater, Autor, Rekordhalter und Mars-Kandidat und arbeitet hundert Prozent. «Es war sehr anstrengend, doch die Arbeit hat sich gelohnt». so der Verkaufsingenieur. Das Buch sei auch ein Plan B, falls seine Kandidatur beim Projekt Mars One scheitern sollte. Es widerspiegele seine eigenen Erfahrungen, Ziele und Ängste. Für das Buch habe er sich intensiv mit Technologie, Science Fiction und Verschwörungstheorien beschäftigt.

Via Crowdfunding will Schild nun 20'000 Franken sammeln, um die Werbung und das Marketing für sein Werk zu finanzieren. «Ziel ist, dass ich professionelle Buch-Trailer drehen kann, um das Geschriebene zu visualisieren», so Schild. Wer 25 Franken spendet, bekommt ein signiertes Buch, für 80 Fr. gibts zwei Exemplare mit persönlicher Widmung. Wer neben dem Buch auch noch ein 15 minütiges Skype-Interview mit dem Autor möchte, muss 100 Franken spenden.

Vorbereitungen für Mars One laufen

Schild befindet sich in der Vorbereitung für das Projekt Mars One, das bis zum Jahr 2025 Menschen auf den Mars schicken möchte, um dort eine Siedlung für vorerst rund 40 Astronauten zu errichten. Zwischen August und November 2017 findet die finale Selektion statt. «Momentan mache ich ein intensives Fernstudium», so Schild. Der Fokus liege auf den technischen Grundlagen, aber auch Medizin, Nahrung und weitere Bereiche müsse er studieren. Eine Rückkehr zur Erde ist bei Mars One aus Kostengründen nicht geplant. Steve Schild und seine Mitbewerber würden den Rest ihres Lebens auf dem roten Planeten verbringen.

(luh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sven am 22.01.2017 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Nope...

    Tja. Als Vater im gleichen Alter kann ich es nicht verstehen, wie man sein Kind für eine Marsmission im Stich lassen kann. Die Faszination in aller Ehren, aber das ist reiner Egoismus auf Kosten der Kinder...

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  • Gonzo am 22.01.2017 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denk nach Stevie

    Er möchte Teil von etwas ganz grossem werden. Vielleicht realisiert er nicht, dass er mit seiner Frau und der Tochter Teil von etwas ganz grossem ist :(

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  • Sonnenkind am 22.01.2017 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Marsmännchen

    Steve werde endlich erwachsen und kümmere dich um deine Tochter und dessen Mutter. Du kommst mir immer mehr abgehoben vor und die Presse nimmt dich auch noch erst. Auch diese hat eine Verantwortung wie du.

Die neusten Leser-Kommentare

  • lxtron am 23.01.2017 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Live your dream Steve

    Es ist wirklich unglaublich, was man hier liest. Lasst ihn doch einfach sein Leben leben. Wenn manche von euch nicht so leben möchten, ist das in Ordnung, aber dann versucht auch nicht, andere Menschen zu ändern. Ich frag mich auch, ob ihr ihm das auch face-to-face sagen würdet, wenn ihr ihn/m persönlich kennt (so wie ich)/gegenübersteht oder ob ihr dann sachlich mit ihm redet. Over and Out

    • N. Arzist am 24.01.2017 00:00 Report Diesen Beitrag melden

      Man darf hinterfragen

      Ja Ixtron, wir lassen ihn sein Leben leben! Der Gedanke an seine Tochter und Frau sei erlaubt. Auch den Sinn und Zweck einer Mars-Mission dürfen wir an dieser Stelle hinterfragen. Und ich sage nur: zum Glück gibt es noch Menschen, die nicht vom Narzissmus getrieben denken und handeln.

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  • Heino am 23.01.2017 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Äääähm!

    Ich habe mich entschieden! Ich bleibe hier auf der Erde und vollbringe wirklich Grosses!!

  • B. Mars am 23.01.2017 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Etwas Grosses?

    Ich lese hier ständig, dass ein Flug zum Mars etwas grosses sein soll. Das ist es meiner Meinung nach eben nicht. Welcher Zweck soll dabei erfüllt werden? Es hat mit Grössenwahn und Feigheit zu tun. Dass wir Menschen nicht fähig waren, unserem Planeten Sorge zu tragen und uns Gedanken machen müssen, wo wir "neu anfangen" können ist eher ein grosses Armutszeugnis. Wer soll denn auf einem roten, kargen, lebensfeindlichen Planeten glücklich werden?

  • Die Kollegin am 23.01.2017 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kenne sie

    Ich würd mal überprüfen ob das Kind überhaupt von ihm ist. Irgendwie vermute ich doch stark dass Zufällig während der Trennung ein Kind gezeugt wurde um ihn zum bleiben zu animieren.

    • m.m am 23.01.2017 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Die Kollegin

      Lach... das hab ich mich auch schon paar mal gefragt... das kind ist ja nur desswegen entstanden

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  • Reto am 23.01.2017 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Mach es!

    Was habt ihr alle. Er kann machen was er will. Vielleicht ist es für ihn der grösste Traum und seine Frau und Kind können stolz auf ihn sein. Er wird unsterblich. Umgekehrt wäre es ja auch egoistisch auf so etwas grosses zu verzichten nur damit die Familie nicht unglücklich wird. Ansonsten ist er dann unglücklich. Man kann es drehen wie man will. Jemand wird unglücklich sein. Es gibt hier nicht den richtigen Weg. Abgesehen davon ist es ja noch nicht sicher, dass er fliegen wird. Also Tee trinken und abwarten.

    • xerox am 23.01.2017 09:43 Report Diesen Beitrag melden

      nimms mir nicht übel

      Ich habe kein Problem damit wenn er seine Träume verfolgt. Auch gehöre ich nicht zu den 90% die seinen Traum für kindisch oder naiv halten. Aber man produziert doch kein Kind im voller absicht es verlassen zu wollen. Die Tochter würde ohne Vater leben müssen damit er seinen Traum verwirklichen kann. Ich verurteile hier den Egoismus, ich will ein Kind, plane aber ganz bewusst es zu verlassen.

    • Der Drucker am 23.01.2017 11:24 Report Diesen Beitrag melden

      Realist

      Meinst du er wurde gefragt ob er ein Kind will? Ich denke es mal nicht.

    • Hgf am 23.01.2017 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Naja, wenn es ihn tatsächlich unglücklich macht auf "etwas Grosses" - besser gesagt auf Ruhm und evtl. einen Eintrag in die Geschichtsbücher zu verzichten, damit er bei seiner Frau und seiner Tochter sein kann, kann die Liebe meiner Meinung nach so gross nicht sein.... Denn das einzig wirklich Grosse ist es doch das eigene Kind aufwachsen zu sehen und mit seinen Liebsten zusammen zu sein.

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