11. März 2008 22:40; Akt: 11.03.2008 22:26 Print

Meteoritensuche: Jetzt schaltet sich ein Profi ein

von Sascha Schmid - Die Suche nach dem Meteoriten in der Ostschweiz läuft weiter auf Hochtouren. Nun ist der deutsche Meteoriten-Profi Thomas Grau zur Recherche angereist.

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Irgendwo in der Ostschweiz müssen sie liegen, die wertvollen Meteoritensteine, die vorletzten Samstag niedergegangen sind – zumindest so viel steht aufgrund von Beobachtungen in Süddeutschland jetzt definitiv fest, wie Thomas Grau erklärt. Grau arbeitet für das Feuerballnetzwerk des Deutschen Zentrums für Luftfahrt und Raumfahrt (DLR) und hat in den letzten Jahren bereits 30 Meteoriten in Europa gefunden.

Jetzt ist er in der Ostschweiz auf der Suche. «Ich habe schon mit mehr als 200 Leuten gesprochen», sagt Grau. Doch das sei noch nicht genug. Er brauche weitere Hinweise aus der Ostschweiz, um die Absturzstelle zu orten. Viele hätten das weisse Licht zwar gesehen, könnten es aber nicht lokalisieren. «Trotz der Wolken könnten Leute gesehen haben, ob das Licht im Osten oder im Westen schien, ob es über ihnen oder vor ihnen war», so Grau.

Vermeintliche Meteoriten wurden auch schon gefunden. Fünf Personen meldeten einen Fund, doch bei genauerer Untersuchung stellte er sich jeweils als Vulkangestein oder Asphaltstück heraus. Thomas Grau bittet die Ostschweizer daher weiterhin, Beobachtungen zu melden.

grau@ausgangspunkt-erde.de