Lokführer geblendet

30. Juli 2013 10:29; Akt: 09.10.2013 16:30 Print

Mit Spezial-Brillen gegen Laser-Attacken

Attacken mit Laserpointern nehmen zu. Nun prüft die Polizei im Kanton St. Gallen die Option, ihre Beamten mit Spezial-Brillen auszurüsten.

storybild

Ein Lokführer wird durch einen Laserstrahl geblendet. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der letzte Fall eines Laserpointer-Angriffs in der Ostschweiz datiert vom Sonntagabend: Bei Aadorf versuchte ein Unbekannter, den Lokführer des Intercity Genf - St. Gallen zu blenden (20 Minuten berichtete).
Den internen Weisungen folgend schützte der Lokführer zuerst seine Augen und brachte dann den Zug zum Stehen. In Wil wurde er durch einen Kollegen abgelöst. «Der Mann musste zur Kontrolle ins Spital», sagt SBB-Sprecherin Lea Meyer. Die SBB haben – wie immer nach Laserpointer-Attacken – Anzeige erstattet. Die Kantonspolizei Thurgau ermittelt.

Lösung dürfte teuer werden

Nicht nur Lokführer, auch Polizisten sind in der Vergangenheit Ziel von Laserpointer-Attacken geworden. «Bei Fussball- und Eishockeyspielen waren unsere Leute wiederholt Laserangriffen ausgesetzt», sagt Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St. Gallen. Die Kapo prüfe nun, wie die Beamten geschützt werden könnten, etwa durch spezielle Brillen. Noch wurde die Lösung nicht gefunden, sicher ist für Krüsi aber, «dass die Sache den Kanton eine ordentliche Stange Geld kosten wird».

Das Thema Blendschutz wird auch von den SBB mit Interesse verfolgt. Sprecherin Lea Meyer: «Noch ist aber kein Scheibenglas auf dem Markt, das den Lokführer schützt, ohne seine Sicht übermässig einzuschränken.»

(eli)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susanne am 30.07.2013 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Weg

    Unterstellt diese Laser endlich dem Waffengesetz, dann kann die Polizei diese Waffen einziehen, auch wenn Sie (noch) nicht eingesetzt wurden. An alle, die diese Laser als harmloses Spielzeug bezeichnen, muss ich sagen, dass das Augenlicht mit nur einem "Treffer" kaputt oder massiv geschädigt sein kann. Die Brillen sind gut gemeint, aber das Problem damit nicht an der Wurzel angepackt.

  • 807687 am 01.08.2013 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Brillen = Symptombekämpfung

    Das Leben würde allgemein billiger, wenn man Ursachenbekämpfung machen würde. Hier würde das bedeuten: Laserpointer unter das Waffengesetz stellen, dann können diese Geräte auch eingezogen werden. Bin auch schon von einer Horde Jugendlicher so angegriffen worden und konnte mich nicht wehren.

  • Optik am 30.07.2013 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Teuer ?

    Eine Laserschutzbrille ab Stange in der Form einer Sonnenbrille kostet ca. Fr. 250.- und die sind für wesentlich höhere Leistungen konzipiert. Und nein die sind nicht dunkel die blocken nur die drei Laserlinien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • 807687 am 01.08.2013 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Brillen = Symptombekämpfung

    Das Leben würde allgemein billiger, wenn man Ursachenbekämpfung machen würde. Hier würde das bedeuten: Laserpointer unter das Waffengesetz stellen, dann können diese Geräte auch eingezogen werden. Bin auch schon von einer Horde Jugendlicher so angegriffen worden und konnte mich nicht wehren.

  • Optik am 30.07.2013 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Teuer ?

    Eine Laserschutzbrille ab Stange in der Form einer Sonnenbrille kostet ca. Fr. 250.- und die sind für wesentlich höhere Leistungen konzipiert. Und nein die sind nicht dunkel die blocken nur die drei Laserlinien.

  • erstaunter am 30.07.2013 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ernst gemeint!!

    Laser verbieten. Sowieso unnützes Zeug!!

    • Peter Gloor am 30.07.2013 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      Lobby?

      Ja, man fragt sich schon, welche Partikularinteressen ein einfaches und rasches Verbot dieser Pointer bis jetzt verhindert haben. Beim Präsentieren eines gebeamten Powerpoint-Elaborats könnte man auch die herkömmlichen Lichtpointer verwenden, die nicht mehr als ein paar Meter reichen.

    • Eitschtschei am 30.07.2013 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      Neneee...

      Nur weil etwas gefährlich sein kann, ist es noch lange nicht nutzlos (Laserpointer => Zeigeinstrument). Auch ein Taschenmesser kann - muss aber nicht - als Waffe eintesetzt werden. Ein Taschenmesser ist explizit _keine_ Waffe nach Waffengesetz und im Gegensatz zu einem Laserpointer auch kein gefährlicher Gegenstand. Als _gefährliche Gegenstände_ klassierte Sachen (z.B. auch Laserpointer) können schon heute von der Polizei eingezogen werden, wenn der Mitführende nicht einen glaubhaften, plausiblen Grund für das Mitführen angeben kann.

    • fu fighter am 31.07.2013 12:03 Report Diesen Beitrag melden

      Klar doch

      jaaaaaa. last uns alles verbieten! HALLO?!`?

    einklappen einklappen
  • Peter Lustig am 30.07.2013 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schritt für Schritt...

    Und dann wundert man sich, weshalb die Beamten der Zukunft den regulären Dienst in Robocop-Uniform und Integralhelmen mit abgedunkeltem Visier usw. leisten müssen (Selbstschutz) und sich automatisch eine grössere Distanz zur Bevölkerung auftut. Einzig, weil die Gerichte keine Strafen 'sichtbaren' aussprechen und alles heutzutage als Bagatelle abtun - schöne neue Welt

    • Thomas K. am 30.07.2013 22:06 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Sie sagen es.... Echt traurig....

    einklappen einklappen
  • Susanne am 30.07.2013 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Weg

    Unterstellt diese Laser endlich dem Waffengesetz, dann kann die Polizei diese Waffen einziehen, auch wenn Sie (noch) nicht eingesetzt wurden. An alle, die diese Laser als harmloses Spielzeug bezeichnen, muss ich sagen, dass das Augenlicht mit nur einem "Treffer" kaputt oder massiv geschädigt sein kann. Die Brillen sind gut gemeint, aber das Problem damit nicht an der Wurzel angepackt.