St.Gallen und Thurgau

14. März 2018 12:10; Akt: 14.03.2018 12:10 Print

Keine Vignette – Polizeien kassieren 76'800 Fr

Seit dem 1. Februar muss die neue Autobahnvignette am Auto kleben. Das ist offenbar noch nicht bei allen Fahrzeuglenkern angekommen.

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Die Kantonspolizei St. Gallen hat bereits 250 Bussen zu je 200 Franken an Lenker ausgestellt, die ohne die aktuelle Autobahnvignette unterwegs waren. Bei der Kantonspolizei Thurgau waren es bisher 134. Seit dem 1. Februar ist die Vignette 2018 Pflicht. Ein Monat Galgenfrist wurde den Lenkern also gewährt.

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Dass Autofahrer sie schlicht vergessen haben, ist nicht einmal der Hauptgrund für die Bussenflut. «Es gibt auch Schlaumeier, die die Vignette nicht ankleben, weil sie vielleicht zwei oder drei Autos besitzen», sagt Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gegenüber TVO. Diese klebten die Vignette dann einfach mit einem Kleberli provisorisch an oder führten sie in der Mittelkonsole mit – und glaubten, man könne die Busse umgehen, wenn man sie noch schnell anklebt. Das sei natürlich nicht gestattet: «Die Vignette muss an der Innenseite hinter dem Rückspiegel oder oben bzw. unten links angeklebt werden», sagt Matthias Graf, Sprecher der Kapo Thurgau.

Vergleich zu Vorjahren

Spezifische Vignetten-Kontrollen machen beide Kantonspolizeien nicht. Im Rahmen von normalen Kontrollen werde einfach auch darauf ein Augenmerk gelegt. Zum Vergleich: Bei der Kantonspolizei St. Gallen gab es 2017 insgesamt 462, im Jahr zuvor satte 705 und 2015 immerhin 581 Bussen. Im Kanton Thurgau sind die Zahlen etwas tiefer. Hier waren es 2017 gerade einmal 336 Bussen, 2016 mit 418 etwas mehr und 2015 immerhin 436.

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