Degersheim SG

20. Dezember 2017 16:21; Akt: 20.12.2017 16:21 Print

«Die 1,3 Millionen waren im ganzen Haus verteilt»

Bei einem mutmasslichen Waffenhändler hat die Kantonspolizei St. Gallen rund 280 Waffen, Munition und viel Bargeld sichergestellt.

Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli zum spektakulären Fund. (Video: lad)
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Wie die Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte, haben die St.Galler Ermittlungsbehörden von Juli bis Dezember gegen einen 61-jährigen Schweizer ermittelt. Dieser wird verdächtigt, illegal Waffen nach Österreich verkauft zu haben. Zunächst hatten die österreichischen Behörden gegen den Mann ermittelt und dann ihre Schweizer Kollegen informiert.

Polizei sucht Waffen und findet 1,3 Mio. Franken

Vergangene Woche nun führte die Kantonspolizei St.Gallen im Auftrag der Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung beim Beschuldigten durch. Dabei konnten rund 280 Waffen und weit über 100‘000 Schuss Munition sichergestellt werden, wie die Polizei schreibt. Darunter befanden sich diverse verbotene Waffen und Waffenbestandteile wie Maschinenpistolen, Schalldämpfer, eine Handgranate (ohne Zünder und Sprengmittel) sowie etliche weitere bewilligungspflichtige Waffen wie Pistolen, Revolver und Mehrzweckgewehre.

Alleine tätig

Zudem wurde Bargeld in der Höhe von rund 1,3 Millionen Franken gefunden. Der Beschuldigte befindet sich wegen des Verdachts der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen und mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz in Untersuchungshaft. Die Untersuchung dauert noch an, wie die Polizei schreibt.

Die Ermittlungen seien sehr umfangreich, und man stehe erst am Anfang, sagt Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli. Der festgenommene Waffenhändler habe kein offizielles Waffengeschäft geführt. Im Moment gehe die Polizei davon aus, dass er allein tätig gewesen sei. In welchen Kreisen der 61-jährige Händler seine Waffen kaufte und verkaufte, ist laut Rezzoli noch nicht bekannt.

Wie die Kapo St. Gallenzudem bestätigt, war der 61-Jährige bereits 2014 wegen eines illegalen Waffendeals aufgefallen. Damals seien jedoch keine weiteren Ermittlungen durchgeführt worden, so Rezzoli.

(20 Minuten/sda)