Vorsicht vor Stromschlägen

17. März 2017 18:02; Akt: 17.03.2017 18:02 Print

Polizisten müssen wegen E-Autos in Weiterbildung

Immer mehr Elektroautos kurven auf den Strassen herum. Deshalb werden Polizisten und Rettungskräfte angehalten, bei Unfällen Elektroautos nur mit Gummihandschuhen anzufassen.

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Gummihandschuhe können Rettungskräfte vor Stromschlägen bei verunfallten Elektroautos schützen. (Bild: Stapo Chur)

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Die Stadtpolizei Chur hat aufgrund der immer grösseren Anzahl von immatrikulierten Elektrofahrzeuten eine Weiterbildung für alle Verkehrspolizisten durchgeführt.

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In der Schweiz hätten die Zulassungen von so genannten Hochvoltfahrzeugen in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Elektroautos erfordern aufgrund ihrer Systeme auch für die Sicherheitskräfte eine spezielle Instruktion, teilte die Stadtpolizei Chur Ende Woche mit. «Insbesondere bei Verkehrsunfällen ist das richtige Vorgehen der Einsatzkräfte wie Polizei, Feuerwehr und Sanität sehr wichtig, da bei einem unsachgemässen Umgang die Verletzungsgefahr durch Stromschläge besonders gross sein kann.»

Lichtbögen und Verbrennungen möglich

Da mehrere 100 Volt tödlich sein können, ist es für Rettungskräfte enorm wichtig, dass sie bei einem Unfall rasch erkennen, ob es sich um ein Hochvoltfahrzeug handelt. Neben Stromschlägen kann es auch zu Lichtbögen und damit zu Verbrennungen, Augenschäden und Herzrhythmusstörungen führen. Deshalb müssen Rettungskräfte bei einem Unfall mit einem Elektroauto unter anderem Elektro-Gummihandschuhe tragen, wie die «Südostschweiz» am Freitag schreibt.

Den Teilnehmenden der Weiterbildung wurde der grundsätzliche Aufbau von Hochvolt-Systemen vermittelt. Im Zentrum standen Gefahrenerkennung, Gefahrenbeurteilung und Gefahrenabwehr. Anhand einfacher Merkmale konnten dabei Hybrid- und Hochvoltfahrzeuge erkannt und das richtige Vorgehen trainiert werden.

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