Versteigerung

25. Mai 2018 17:26; Akt: 25.05.2018 17:26 Print

Für «SG 3» werden schon 56'000 Franken geboten

Im Kanton St. Gallen versteigert das Strassenverkehrsamt wieder einmal eine tiefe Autonummer. Dieses Mal: «SG 3».

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Regierungsrat Fredy Fässler mit den begehrten Kontrollschildern SG 1 und SG 3. SG 1 wurde für 135'000 Franken versteigert. (Bild: 20 Minuten)

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«Drei, zwei, eins – meins!» Wer im Kanton St. Gallen ein Nummernschild mit einer tiefer Zahl an sein Auto schrauben möchte, hat bis Mittwoch eine neue Chance: Das Schild «SG 3» wird versteigert. Wer sich dafür interessiert, muss jedoch tief ins Portemonnaie greifen: 56'000 Franken, so der Stand der Versteigerung am Freitagmittag. «Die Versteigerung ist fulminant gestartet», schreibt FM1Today dazu.

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Der Startpreis lag bei 5000 Franken, das Gebot muss jeweils um mindestens 100 Franken erhöht werden. Die Auktion begann am Mittwoch und dauert bis nächsten Mittwoch, 30. Mai, um 19.30 Uhr. Doch mit Hunderter-Schritten geht die Versteigerung nicht voran. User 911 hat sich sogar selber überboten. Innerhalb von zwei Minuten bot er erst 10'000, dann 15'000 Franken. Danach wurden die Gebote jeweils um 5000 oder gar 10'000 überboten, zuletzt steigerte sich der Betrag dann von 55'000 auf 56'000 Franken.

Sechsstelliger Betrag für «SG1»

Doch vermutlich ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange. Für SG 1 wurden 135'000 und für «SG 2» 90'000 geboten.

Beim Kanton wird mit den Versteigerungen der Strassenfonds alimentiert. Hanspeter Sigg, Leiter des St.Galler Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes, schätzt, dass mit den Versteigerungen rund eine Million Franken in die Kasse fliessen. Zurzeit werden neben SG 3 noch neun weitere Schilder versteigert, allerdings zu deutlich tieferen Preisen. Es handelt sich meist um vierstellige Nummern. Zudem kann man 200 Schilder direkt kaufen, also ohne Versteigerung. Dabei handelt es sich derzeit um sechsstellige Schilder zu Preisen von 200 oder 300 Franken.

Wann das nächste einstellige Nummernschild versteigert wird, ist laut Sigg noch unklar. «Aber vermutlich nicht mehr dieses Jahr.» Von Schildern mit tiefen Zahlen gibt es naturgemäss nur wenige und man wolle nicht alle in kurzem Abstand versteigern.

Bonzenblech und Kadettschild

Auf Facebook folgte nach der Ankündigung der Auktion eine Polemik. Das Blech dafür sei kaum zehn Franken wert oder man könne es für fünf Franken sogar aus Chromstahl herstellen. «Das nächste Bonzenblech» ist ebenfalls zu lesen. Oder die Käufer werden als Idioten bezeichnet. Weiters schreibt ein Scherzkeks: «O dise perfec für meine Kadet.»

Einige können der Auktion Positives abgewinnen: «Man sollte froh sein, dass es Leute gibt, die Teile ihres Privatvermögens in dieser Form dem Staat übertragen und somit etwas zu einem ausgeglicheneren Haushalt beisteuern. Bitte also keine Bonzen-Sprüche lancieren und stattdessen dankbar sein, denn das hilft am Ende uns allen», gibt ein User beispielsweise zu bedenken.

(jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valentino Casanova am 25.05.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Leute gibt es!

    Ich wollte immer eine komplizierte Autonummer, die sich niemand merken kann. So konnte ich bei meinen Freundinnen übernachten, ohne dass diese merkten, dass ich mich auch bei anderen Frauen einnistete.

  • Nadia am 25.05.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Inbegriff von Dekadenz

    Jeder darf mit seinem Geld machen was er will, aber dekadent finde ich es trotzdem! Das beste Beispiel für Verschwendung!

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  • Das Grauen am 25.05.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdiges Verhalten

    Manchmal frage ich mich ob der Kanton im juristischem Sinn mit solchen Geschäften sich legal verhaltet. Dürfen die überhaupt sich an solchen geschäften von Steuerzahlen noch zusätzlich bereichern? Wir zahlen doch schon Fz Steuer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • null-null-sieben am 25.05.2018 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    lasst ihnen die Freude

    geil, und für was werden diese Beträge verwendet?

  • Das Grauen am 25.05.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdiges Verhalten

    Manchmal frage ich mich ob der Kanton im juristischem Sinn mit solchen Geschäften sich legal verhaltet. Dürfen die überhaupt sich an solchen geschäften von Steuerzahlen noch zusätzlich bereichern? Wir zahlen doch schon Fz Steuer.

  • Spiritualist am 25.05.2018 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    Blech zu 'Gold' machen

    Manche Leute haben zu viel Geld. Ein Stück Blech mit einer Zahl +Wappen?

  • Rosa am 25.05.2018 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Offensichtlich

    Der Vorteil ist natürlich, solche Indizien sind ehrlich. Die Tiefe der Nummer steht im Zusammenhang mit dem IQ des neuen Besitzers.

  • Kurt Knuddi am 25.05.2018 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz?

    Wieso fällt das öffentliche Verbreiten der Kosten für eine Autonummer eigentlich nicht unter Datenschutz? Weiss ja nachher jeder, dass der oder die viel Kohle hat.

    • Nik corti am 25.05.2018 22:06 Report Diesen Beitrag melden

      Naja

      Wer soll dass wissen, die Nummer wird ja nicht mit dem richtigen Namen ersteigert und die Nummer kann mann sperren lassen;)

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