Schirm eingeklappt

07. September 2014 11:09; Akt: 07.09.2014 13:14 Print

Speedflyer stürzt an den Churfirsten in den Tod

Weil sein Schirm kurz nach dem Start wieder zusammenklappte, ist ein 36-jähriger Speedflyer am Hinterrugg verunfallt. Er konnte von der Rega nur noch tot geborgen werden.

Einige Speedflying-Impressionen (Quelle: Youtube/Srachi)
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Ein 36-jähriger Däne und ein 40-jähriger Landsmann wollten am Hinterrugg eine Speedflying-Tour unternehmen. Kurz nach dem Start, klappte der Schirm des jüngeren aus noch ungeklärten Gründen wieder zusammen, worauf er gegen einen Felsvorsprung prallte und einen Steilhang hinunter stürzte. Er konnte von der Rega nur noch tot geborgen werden. Dies teilte die Kantonspolizei St. Gallen in einer Medienmitteilung mit.

Beim Speedflying starten Sportler mit speziell hergestellten Gleitschirmen von grossen Anhöhen – zum Beispiel Berggipfeln – und fliegen dann mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde talwärts. Die Schirme haben eine speziell kleine Fläche, die eine hohe Geschwindigkeit und eine grosse Agilität ermöglichen. Speedflyer haben häufig Skier an den Füssen, um von Fläche zu Fläche zu «springen». Die beiden Dänen sind allerdings ohne Skier gestartet.

Speedflying wird von der Suva als absolutes Wagnis eingestuft – wie etwa auch Base-Jumping, Boxwettkämpfe oder Motorradrennen. Bei einem Unfall werden die Leistungen um 50 Prozent gekürzt.


Ein Speedflying-Video von der Fürenalp. (Quelle Youtube/TSG TeamSpeedGravity)

(pwe)