Ermittlungen laufen

18. August 2016 05:34; Akt: 18.08.2016 15:46 Print

Streit vor Club – Türsteher sticht zu

Am Wochenende ereignete sich in einem Club in der Nähe des Marktplatzes in St. Gallen eine Messerattacke. Dabei wurde ein Mann verletzt. 20 Minuten kennt die Einzelheiten.

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Der Messerattacke beschuldigt wird der Türsteher des New Down Town. (Bild: 20min)

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«In der Nacht auf Sonntag, gegen vier Uhr, ist es vor einem Club in der Nähe des Marktplatzes zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern gekommen», heisst es in einer am Sonntag veröffentlichten Medienmitteilung der Kantonspolizei St. Gallen. Und weiter: «Dabei wurden Schläge ausgeteilt und einer der Beteiligten verletzte seinen Kontrahenten mit einem Messer.» Der Beschuldigte, ein 33-Jähriger Mann, wurde festgenommen. Der Verletzte, ein 34-jähriger Mann, wurde ins Spital eingeliefert, über seinen Zustand ist bisher noch nichts bekannt.

Wie 20 Minuten aus verschiedenen Quellen weiss, handelt es sich bei dem Beschuldigten um einen Türsteher, der in jener Nacht vor dem Club Dienst hatte. Ein Leserreporter schreibt, der Türsteher habe «einen Gast in die Brust gestochen.» Die Kantonspolizei St. Gallen dazu auf Anfrage: «Der Beschuldigte war zu jenem Zeitpunkt Türsteher des fraglichen Lokals und wird der Tat beschuldigt.» Der genaue Tathergang müsse jedoch abgeklärt werden, so Sprecher Gian Andrea Rezzoli.

Woher kam das Messer?

Laut Szenekennern liegt dem Vorfall ein Streit zwischen dem albanisch-stämmigen Türsteher mit mazedonischem Pass und mehreren serbisch-stämmigen Männern zugrunde. Diese seien frühmorgens vor dem Club aufgetaucht. Bald darauf sei es aus unbekannten Gründen zu einer Schlägerei mit dem Sicherheitspersonal gekommen. Einer der Männer habe ein Messer gezückt, der beschuldigte Türsteher habe ihm dieses abgerungen und im Zuge der Selbstverteidigung den 34-jährigen Mann verletzt. Dass der Türsteher selbst ein Messer auf sich trug glauben die Szenekenner nicht. «Das würde nicht zu ihm passen», meint ein Informant. Gemäss Rezzoli ist noch unklar, ob es sich beim Messer um eine bewilligungspflichtige Waffe handelt.

Sicherheitsfirma bestätigt den Vorfall

Der Beschuldigte hatte an jenem Abend im Auftrag der privaten Sicherheitsfirma Egidas AG mit Sitz in St. Gallen Dienst. Diese bestätigt auf Anfrage von 20 Minuten, es sei «zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen und dem Sicherheitspersonal gekommen.» Wer wen mit wessen Messer verletzt habe, sei ihr jedoch nicht bekannt, schreibt die Firma und verweist auf das laufende Verfahren.

(20Min)