St. Gallen

16. Juli 2017 17:12; Akt: 16.07.2017 17:13 Print

Studenten fühlen sich von der HSG abgezockt

Für die Lösungen von alten Prüfungen werden HSG-Studenten zur Kasse gebeten. Diese reagieren empört.

storybild

Die Studenten der Universität St. Gallen haben es in diesen Tagen nicht leicht. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Studenten der Uni St.Gallen haben es in diesen Tagen nicht leicht: Die Lern- und Prüfungsphase steht an. Stundenlanges Lernen gehört dabei zur Tagesordnung. Um sich optimal vorzubereiten, lösen viele der 700 Studenten Prüfungen aus den vergangenen Jahren. Diese Methode ist drei Dozenten für Wirtschaftsrecht nicht entgangen. Als Reaktion darauf boten sie laut der «SonntagsZeitung» Prüfungssammlungen mit Musterlösungen zum Verkauf an: 35 Franken kostet das erste, 28 Franken das zweite Sammelheft.

Umfrage
Finden Sie den Preis für die Lösungen in Ordnung?
46 %
41 %
13 %
Insgesamt 1227 Teilnehmer

«Kein Gewinn für die Professoren»

Unter den HSG-Studis ist die Empörung über diese Preise gross: «Wie dreist», heisst es etwa auf Facebook, oder «eine verdammte Frechheit» und «die kennen nichts mehr». HSG-Sprecher Jürg Roggenbauch weist die Vorwürfe entschieden zurück:«Es ist keineswegs zwingend, diese Sammlung zu kaufen, um die Prüfung erfolgreich zu absolvieren», sagt er gegenüber der «SonntagsZeitung». Zudem mache die HSG mit dem Verkauf kein Geld: «Ein Gewinn fällt weder bei den Professoren noch bei der Universität an.»

Prüfungen auch gratis verfügbar

Mehr noch: Die drei Dozenten böten die Unterlagen zu einem günstigen Preis an, so der HSG-Sprecher. Der Preis entstehe dadurch, dass Herstellung und Vertrieb nicht durch einen Verlag erfolge. Die Einnahmen stecke man in die Finanzierung weiterer Prüfungsmittel, einen zusätzlichen Prüfungsvorbereitungstag ausserhalb des Semesters sowie in Erklärvideos. Zudem kann man laut Roggenbauch die Prüfungen gratis beziehen, dann jedoch ohne Lösungen.

(and)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Samuel am 16.07.2017 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freie Marktwirtschaft

    Verstehe ich nicht ganz...,Wirtschaftsstudenten regen sich über kapitalistische Dozenten auf ?! Und das an einer renommierten Wirtschaftsfakultät. Bekommen die den nicht beigebracht was freie Marktwirtschaft bedeutet:-)

    einklappen einklappen
  • René Brechbühl am 16.07.2017 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, warum nicht ?

    Eigentlich nicht schlecht, so verstehen Sie schon mal was Abzocken bedeutet und können es im Laufe der Jahre noch perfektionieren. Bankmanager z.B. können neue Gebühren kreieren und haben dann wieder frisches Geld für's grosse Kasino wenn die Kasse klamm ist.

    einklappen einklappen
  • Ruedi am 16.07.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser KV machen

    wer an der HSG studiert und die wenigen Franken nicht übrig hat sollte vielleicht von dem Studium absehen. Falsche Hochschule und falsches Studium. Eine KV Lehre in einem Elektro Grossmarkt nach der Devise Geiz ist geil wäre passender.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc Vetus am 19.07.2017 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realsatire

    Dabei geht man doch an die HSG um zu lernen wie man richtig abzockt. Diese Gebühren sind kein Skandal, sie sind einfach eine weitere Lektion.

    • PiriReis am 30.07.2017 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc Vetus

      mir fallen die Schuppen von den Augen... Danke für diese Info.. .

    einklappen einklappen
  • Viktor am 17.07.2017 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die bringen nichts

    Habe mir gerade auf der HSG Seite die verfügbaren Studienrichtungen angesehen. Viel mehr als Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft lässt sich in St. Gallen offenbar nicht studieren. Somit wird der absolut grösste Teil der Studierenden niemals im Leben etwas nützliches tun. Und diese Menschen erfrechen sich, ein Getöse wegen den paar Franken zu machen? Erschreckend!

  • Der Arbeiter am 17.07.2017 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die armen Studis

    Diese armen Studis... Schon als die Studiengebühren um ein paar 100Fr. stiegen gabe es einen Aufschrei... Und nun auch noch das. Tipp... Schaut euch einmal die Kosten beim Bilgungsweg 2 an... Dann habt ihr nichts mehr zu jammern.

  • Maximilian Wilhem Xaver von Brüggen am 17.07.2017 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    An die Verfasser der vorangegangenen Kommentare:

    Gehässige Kommentare unter Artikel zu schreiben, die die HSG betreffen scheint für viele eine Art Hobby zu sein - was mich auch nicht weiter stört.. Aber wenn ihr euch schon die Mühe macht, dann lest erstmal den Artikel! Dann hättet ihr vielleicht gemerkt, dass es dabei inhaltlich (also von der Überschrift abgesehen) weniger um die Reklamationen der Studierenden, als vielmehr um das Verhalten der Dozierenden gehen sollte ;)

  • PiriReis am 17.07.2017 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warmduscher

    Ich war auch einmal Student... aber die HSG-ler werden leider dazu Erzogen, dass es keine sinnvolle Langfristige (>10 Monate) Investitionen gibt.... aber eine Gute Flasche Wein kaufen das geht ....