Einkaufstourismus

26. Januar 2016 17:52; Akt: 26.01.2016 17:53 Print

Thurgauer wollen 2 Milliarden zurückholen

Eine Thurgauer Initiative kämpft dafür, dass Einkaufen im Ausland weniger attraktiv wird. Dazu soll der Freibetrag von 300 Franken abgeschafft werden.

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Einkaufstouristen stehen im Grenzposten in Konstanz Schlange, im ihre Ausführscheine für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer abstempeln zu lassen (September 2011). (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Letztes Jahr kauften Schweizer für rund 11 Milliarden Franken im Ausland ein. Zwei Milliarden davon wollen Thurgauer um die «Kreuzlinger Initiative zur Abschaffung der Mehrwertsteuersubvention» (KAMS) nun zurückholen. Das indem sie die Mehrwertsteuerrückerstattung mit neuen Hürden unattraktiver gestalten wollen. Konkret soll es zum Beispiel keine 300-Franken-Freigrenze mehr geben. Heute wird bei Auslandeinkäufen bis 300 Franken die Schweizer Mehrwertsteuer erlassen.

Die KAMS fordert, dass alle Kunden Mehrwertsteuer bezahlen – entweder in Deutschland oder in der Schweiz. Damit könnte Umsatz in die Schweiz zurückgeholt werden. «Zudem würde es zu einer Reduktion beim Grenzverkehr kommen», so Initiant Oswald Petersen im Regionaljournal SRF.

Die Initianten kämpfen seit Jahren dafür. So wollten sie laut dem
Regionaljournal deutsche Politiker dazu bringen, die Mehrwertsteuerrückerstattung abzuschaffen oder auf deutscher Seite eine Mindestgrenze einführen. Damit scheiterten sie aber bisher.

Nationalrätin ins Boot geholt

Support gibts nun auf dieser Seite der Grenze. CVP-Nationalrätin Kathy Riklin unterstützt das Begehren der KAMS: «Wir müssen bezüglich Mehrwertsteuer gleich lange Spiesse schaffen.» Derzeit herrsche eine Wettbewerbsverzerrung zu Gunsten der deutschen Detailhändler. Zudem lebe die AHV von der Mehrwertsteuer. Mit welchen Massnahmen faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden können, müsse man sich nun in Bern überlegen.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • anselmo am 26.01.2016 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    baut eine Mauer um die Schweiz

    Die Globalisierung hilft eben manchmal auch kleinen Unternehmen wie Haushalte, die auch Kosten Optimierung betreiben. Die "grossen" Unternehmen dürfen ja auch ins Ausland abwandern, oder Arbeitsplätze auslagern, oder (Geister) Firmensitze eröffnen um Steuern zu sparen....Aber der böse kleine Bürger muss man sofort bestrafen...bald dürfen wir auch keine Ferien mehr machen im Ausland...Nordkorea lässt grüssen.

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  • Timo am 26.01.2016 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Günstig

    Egal zahl ich die MwSt in Deutschland... Es ist immer noch günstiger da als bei uns.

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  • Gamerin am 26.01.2016 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mhh

    Auch wenn das würde nichts bringen. Einige Produkte sind einfach Günstiger das man den Weg in Kauf nimmt beim Nachbarn einzukaufen. Früher wusste ich nicht mal das man vom Einkauf die Mwst. zurück bekommt und ging dort trotzdem immer wieder mal Einkaufen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hugo am 30.01.2016 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Geiz ist Geil

    Die einkauftouristen sollen doch für 2 Jahre die Arbeitlosengeld für 20 Personen die , die Arbeit verloren haben durch zuwenig Kunden im Laden

  • Maus Im Loch am 30.01.2016 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was den Deutschen nicht gefällt

    Das geplante Wigoltinger Qutlet ist sicher eine gute Sache und ein Gegenpol. (Hoffentlich aber mit Schweizer Angestellten! )

  • Betty LI am 30.01.2016 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwas weiter denken

    Freibetrag abschaffen das wäre die richtige Lösung! Weniger Einkaufsverkehr, weniger Umweltverschmutzung und sicher wären auch viele Arbeitsstellen gesichert. Punkt.

    • Hugo am 30.01.2016 20:18 Report Diesen Beitrag melden

      Denke Ich

      Ich würde meinen Die Mehrwersteuer Auszahlung sollte nicht mehr sein .

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  • Christian am 29.01.2016 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einkaufen in Deutschland

    Wer kassiert denn den Profit bei gleichen Herstellkosten, wenn CH-Preise mit 8% MWSt CH höher sind als deutsche Verkaufspreise mit fast 20% MWSt? Allein die Schweizer Löhne können es nicht sein. Heimatschutz mittels Abschaffen der Freigrenze kann keinesfalls die Lösung sein. Effizienz und Kostenwahrheit sind gefragt.

  • MoehlMan am 29.01.2016 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Import/Export

    Arbeite die Hälfte der Woche für den Schweizer Markt und die andere Hälfte für den Export vor allem nach Deutschland. Die Deutschen kaufen bei meinem Arbeitgeber, welcher meinen Lohn zahlt also kann ich doch auch in Deutschland einkaufen oder? Absolut legitim. P.S. Ich machs trotzdem nicht, bin alleine und passt auch so.