Steve Schild

08. November 2016 20:47; Akt: 08.11.2016 20:47 Print

Trotz Töchterchen will er auf den Mars

Steve Schild ist Vater geworden. Ob ihn das Baby daran hindert, auf den Mars zu fliegen? Er sagt, die Vaterschaft bestärke ihn in seinen Plänen, den Planeten zu verlassen.

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Der Mars-Kandidat Steve Schild (32) ist am Sonntag um 19.30 Uhr Vater eines Mädchens geworden. «Ich war dabei und habe mitgefiebert», erzählt er. «Es war eine strenge Geburt. Ich habe mir grosse Sorgen um meine Frau und das Baby gemacht.» Es sei das Schlimmste, wenn man als Mann in solchen Situationen nicht helfen könne. «Als das Baby dann da war, habe ich erst begriffen, wie real sie ist», sagt er. «Sie heisst Elvira Corinna und ist ein gesundes und glückliches Baby.»

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Das Kind ändere aber nichts an seinem Ziel, auf den Mars zu fliegen. «Ganz im Gegenteil», sagt Schild, «wenn ich ihre Hand halte, denke ich immer daran, dass ich meinem Kind eine gute Zukunft bieten möchte.» Seiner Meinung nach ist das auf einem anderen Planeten eher möglich: «Die Menschen haben die Erde bereits zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Das Mars-One-Projekt ist die Chance, auf einem anderen Planeten etwas Nachhaltiges für künftige Generationen zu schaffen, die sorgfältiger mit dem Ausweichplaneten umgehen.»


Zeit mit dem Kind verbringen

Sowieso würde es noch eine Weile dauern, bis er zum roten Planeten reisen kann: «Die Reise wurde um ein paar Jahre verschoben, weshalb wir wohl erst zwischen 2026 und 2030 starten können», sagt Schild. «Bis dahin kann ich noch ein bisschen Zeit mit meiner Familie verbringen und meine Tochter aufwachsen sehen. Wenn es dann so weit ist, hinterlasse ich etwas auf der Erde.»

Schild geht davon aus, dass er seine Tochter im Alter von zehn bis vierzehn Jahren auf der Erde zurücklassen muss. Schlecht fühlt er sich aber nicht, so Schild. Er sei ja zumindest in der Prägephase anwesend. Zudem dürften seine Tochter und seine Freundin ihn bis zum Schluss – auch in den Trainingscamps der Marsmission Mars One – begleiten und mit ihm leben.

Noch ist aber offen, ob Schild tatsächlich mitreist. Zwar hat er es unter die letzten 100 Bewerber für Mars One geschafft. Von diesen werden aber lediglich 24 Personen mitreisen können. Geplant ist, dass bis 2027 vier Astronauten auf dem Mars landen und dort eine dauerhaft bewohnbare Siedlung errichten. Die Bedingung für die Teilnehmer: Sie kehren nie mehr zur Erde zurück und müssen ihr restliches Leben auf dem Mars verbringen.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H.S. am 09.11.2016 00:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja jedem das Seine

    Ich möchte nicht die Tochter sein, die ohne Vater aufwachsen muss und denken wird, dass ihr Vater lieber nach Ruhm und Anerkennung gejagt hat, als ihr beim Aufwachsen zu helfen und bei Schwierigkeiten zur Seite gestanden ist.

  • olimec am 08.11.2016 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tut mir Leid..

    ..aber der Typ interessiert mich genau so wenig, wie Anja Zeidler und Kim Kardashian.

    einklappen einklappen
  • Alexandra am 09.11.2016 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzlos

    Das ist doch purer Egoismus. Der denkt ja nur an sich ! Er hätte gar keine Partnerschaft eingehen dürfen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ich am 09.11.2016 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verständnis

    Ich versteh diese Frau nicht. Wie kann man nur von jemandem ein Kind wollen, der nicht mal auf dem gleichen Planeten bleiben will?

  • l.b. am 09.11.2016 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist schon Geschichte

    Mars One wird es nie geben ;) und er weisses. Die haben keinerlei Budget und zwingen die Mars One Mitglieder Geld zu sammeln. Ein Training gab es bis heute ausserdem keines, nicht ein einziges. Einzig jeweils einen 20 minütigen Skype call. Fail

  • Rolf am 09.11.2016 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egoist!

    Ja, das ist er. Er riskiert sein Leben nicht für seine Familie, sondern für SEINE Träume! Und so was wird auch noch Ehemann und Vater.

  • Schlaumeier am 09.11.2016 05:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kostspielig

    Das ist eine kostspielige Art Schizophrene zu entsorgen, der Nutzen vernachlässigbar.

  • eine Frau am 09.11.2016 05:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das arme Kind

    meiner Meinung nach einfach egoistisch. Toll, die Frau allein erziehend zurück zu lassen. Vom Kind ganz zu schweigen. Er verlässt sein Kind Mitten in der Pubertät und verschwindet auf nimmer wiedersehen... und damit soll das Kind dann klar kommen. Egoistisch!