Veganmania

17. Mai 2017 18:25; Akt: 17.05.2017 18:31 Print

Veganer nehmen die Bratwurst-Hochburg ein

Das grösste vegane Strassenfest der Schweiz findet dieses Jahr in Gossau statt: Die Veganmania soll den tierfreien Konsum in der Region fördern.

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Tausende Besucher werden am Sonntag zur Veganmania in Gossau SG erwartet. An rund 60 Ständen finden sie alles, was das Veganer-Herz begehrt: Lebensmittel, Kosmetika oder Kleider – alles ohne tierische Produkte. «Auch die vegane Bratwurst wird erhältlich sein», versichert Wendelin Matawa-Keller, Projektleiter der Veganmania. Es gibt Bühnenshows, Vorträge und Live-Musik.

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Veganismus in der Ostschweiz eher selten

«Wir wollen die lokale Bevölkerung für das Thema Veganismus sensibilisieren», so Keller. Das sei möglich, wie die letzten Messen in Aarau und Winterthur gezeigt hätten. Dazu komme, dass der Veganismus in der Ostschweiz noch nicht allzu verbreitet sei. «Er ist aber auf dem Vormarsch», Keller. So hat letzten Oktober das erste vegane Restaurant in St. Gallen, die Leckerei, geöffnet.

Durch Aktionen wie die Veganmania hofft der ausgebildete Ernährungsberater die Nachfrage nach veganen Produkten in der Ostschweiz zu steigern – und dadurch auch die Angebote. «Vor 20 Jahren wurden die Vegetarier so behandelt wie wir jetzt, in ein paar Jahren werden wir genauso akzeptiert sein wie die Vegetarier», glaubt er.


So stehen die Leute auf der Strasse zum Veganismus. (Video:
gts)

Keine Probleme durch Veganismus

Für Keller ist die Veranstaltung ein Heimspiel: Der 36-Jährige lebt in Gossau. «Die Stadt hat einen guten Anschluss an den Rest der Ostschweiz». Ausserdem biete sie genug Platz für das Event. Er rechnet mit rund 8000 Besuchern. Diese kämen vor allem aus der Region, aber auch aus dem Bodenseegebiet und dem Raum Zürich, einige sogar aus dem Welschland.

Keller selbst ist seit dreieinhalb Jahren Veganer. Seit seinem zehnten Lebensjahr verzichtet er auf Fleisch. Probleme mit anderen Menschen habe er wegen seiner Einstellung noch nie gehabt: «Ich bin kein Fanatiker. Für mich gilt leben und leben lassen.»

Die Veganmania beginnt am Sonntag um 10 Uhr und dauert bis zirka 20 Uhr.

(gts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • the greif am 17.05.2017 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ersatz Religion Veganismus

    Jedem das seinewas er Essen will und was nicht. Aber immer diese Medienaufmerksamkeit nervt echt. Ausserdem diese Ersatzprodukte, es scheint als wolle man trotzdem auf nichts verzichten. Ein Veganer Käsekuchen ist nun mal kein Käsekuchen, weil kein Käse drinn ist.

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  • Kudi am 17.05.2017 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Einseitiger Beitrag

    Wieso werden die "Chörnlipicker" immer in 20 Minuten so prominent erwähnt? Die grosse Mehrheit, die eine "Veganer-Intoleranz" hat, kommt hier nie vor

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  • Jean d'Arm am 17.05.2017 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Insofern hilfreich...

    ...dass man auch diese Fanatiker von weitem erkennt. So kann man dem Missionieren ausweichen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pro Viandus am 18.05.2017 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    nur Fleisch, alles ander ist Beilage

    Ich leide an starkem Husten. Und zwar seit die Veganer einen solchen Rauch über tierische Produkte erzählen. Mit diesem Rauch könnte man die besten Würste und Speckseiten räuchern.

  • Florian Meier am 18.05.2017 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Veganer nerven

    Sorry, von mir aus dürfen sich Veganer ernähren wie sie wollen, aber sie haben es bitte schön zu unterlassen, mir ihren Lebensstil aufdrücken zu wollen. Das nervt und wenn etwas nervt, dann führt das zu Aggressionen und ist kontraproduktiv, wenn man akzeptiert werden will.

    • Stabiler am 18.05.2017 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      Ignoranz nervt

      "Sorry, von mir aus dürfen sich Lincoln-Anhänger keine Sklaven halten, aber sie haben es bitteschön zu unterlassen, mir ihren Lebensstil aufdrücken zu wollen." Klingelt's? Es ist unser (ich esse auch gelegentlich Fleisch) Lebensstil, der andere Lebewesen als "Nutztiere" missachtet, wie es früher eben noch - ganz selbstverständlich - "Nutzmenschen" gab. Letztlich geht es doch darum: Kein Lebewesen will gegen seinen Willen ausgebeutet werden, auch kein Schweinchen/Kalb. Mit welchem Recht tuen wir das trotzdem?

    • Florian Meier am 18.05.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      @Stabiler

      Wollen Sie damit sagen, dass Sie mich zwingen wollen, meinen Lebenstil zu ändern? Sie sind ja eine Gefahr für die Gesellschaft! Ihr Vergleich mit den Sklaven passt im Übrigen überhaupt nicht zum Thema, aber es ist ja bekannt, dass Veganer mit den seltsamsten Argumenten auftauchen, wenn sie sachlich am Ende sind.

    • Giuse P. am 18.05.2017 13:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Florian Meier

      Ich könnte wetten, dass ihnen im wirklichen Leben ein Veganer noch nichtmal begegnet ist, geschweige denn versucht hat ihnen irgendwas aufzuzwingen. Sie regen sich nur darüber auf, dass es diese überhaupt gibt und sie sich mit der unangenehmen Wahrheit befassen müssen, dass das unermessliche Leid welches wir über die Tierwelt gebracht haben in größten Teilen vermeidbar ist.

    • Edith Zellweger am 18.05.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

      Töten und Ausbeuten=keine private Sache!

      Das Töten und Ausbeuten von Tieren ist keine private Angelegenheit! Es sind unsägliche Verbrechen an der Tierwelt!

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  • Hobbyveggi am 18.05.2017 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Export

    Habe kein Problem mit Veganer/ Veggies und ihre Obsession. Was mich stört, sind die ganzen Argumente bez. Tierleiden und dann isst man in Massen Avocado, Quinoa, Soja usw..., bei welchem beim Anbau die Natur leidet, beim Transport der CO2-Ausstoss nicht berücksichtigt wird, die Bauern zu einer Monokultur zwingt usw... Wenn sich diese Veganer/Veggies nur saisonal/regional ernähren würden, täten sie wahrscheinlich einen grösseren Beitrag für Natur/Umwelt...

    • Stabiler am 18.05.2017 10:16 Report Diesen Beitrag melden

      Sorry, nicht schlüssig

      Dass deine Argumentation nicht aufgeht, solltest du bemerken, wenn du dich fragst, woher wohl die ganzen Futtermittel für die Tiermast stammen. Das sind natürlich ebenso Pflanzen aus Monokulturen. Nun sind 1 kg Avocado/Quinoa/Soja für Vegetarier/Veganer genau 1 kg essbares Nahrungsmittel. Wohingegen zur Gewinnung von 1 kg Rindfleisch zuerst hunderte kg Mastmittel nötig sind. Die Pflanzen direkt zu essen, ist demnach logischerweise auch aus ökologischen Aspekten "besser".

    • ninolino am 18.05.2017 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stabiler

      Nein, das Futter wächst auf der Wiese. Der Bauer meines Vertrauens füttert die Bio-Weideland-Rinder weder mit Mais noch mit Soja.

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  • O. Füssli am 18.05.2017 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Schon krass

    Ich esse selber derzeit noch Fleisch, aber vielleicht einmal pro Woche, früher hingegen mehrmals täglich. Sich vegan zu ernähren, scheint für uns natürlich "radikal/extrem" - wir sind uns ja nichts anderes gewöhnt. Aber es schadet sicher nicht, sich vor Augen zu führen, was wir täglich an tierischen Produkten (Milch, Joghurt, Käse, Butter, Eier, Fleisch) zu uns nehmen. Hinter jedem dieser Bissen steckt letztlich eben doch ein Tier, das in den aller meisten Fällen gelitten hat. So betrachtet, finde ich, ist eher unsere derzeitige Ernährungsform "extrem".

  • Peter Meier am 18.05.2017 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Freue mich darauf!

    Was auch immer für PR-Artikel in den Medien herumgereicht werden und was irgendwelche UNO-Kommissionen auch auch immer von sich geben, ich werde weiterhin Fleisch essen, und zwar richtiges. Vegane "Würste" und veganer "Käse" könnt ihr schlicht vergessen. Vegetrisches Essen gibt es bei mir, wenn ich einmal eine Tarte Flambée mache - am liebsten mit Speckwürfeli drauf. Und noch was: Mehlwürmer und Heuschrecken mögen vielleicht besser schmecken als Schokoladenkuchen mit Rahmkrone, ich werd's nie erfahren, weil ich die Dinger nicht einmal in die Nähe meiner Küche lasse. En Guete!