Hanfhalle ausgehoben

08. Mai 2018 11:30; Akt: 08.05.2018 11:30 Print

23-Jähriger pfeift auf alle Vorschriften

In einem Industriegebäude in Rapperswil-Jona SG hat die Polizei eine Indoor-Anlage ausgehoben. Es war nicht das einzige krumme Geschäft des Betreibers.

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Wie die Kantonspolizei St. Gallen am Dienstag mitteilte, hat sie am vergangenen Mittwoch in einem Industriegebäude in Rapperswil-Jona Hanfindoor-Anlagen ausgehoben. Der Beschuldigte, ein 23-jähriger Schweizer, produzierte CBD- und Drogenhanf und war auch im Handel tätig, wie die Polizei schreibt. Die nötigen Anmeldungen für die Produktion wie auch den Verkauf von CBD-Hanf hätten nicht vorgelegen.

Über 1300 Pflanzen

«Aufgrund der Tatsache, dass die CBD-Anlage nicht beim Amt für Landwirtschaft gemeldet war, verfügte die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen eine Hausdurchsuchung», schreibt die Kantonspolizei. Dabei habe sie nicht nur eine CBD-Hanfanlage vorgefunden, sondern auch eine für Drogenhanf. Die CBD-Produktion sei auf einer Fläche von rund 115 Quadratmetern erfolgt und habe rund 1000 Pflanzen erfasst.

Die Anlage für Drogenhanf erstreckte sich über eine Fläche von rund 70 Quadratmetern mit einem Bestand von rund 350 Pflanzen. Am Wohnort des Beschuldigten fand sich rund 1,4 Kilogramm Marihuana. Beim grössten Teil davon dürfte es sich laut Polizei um CBD-Hanf handeln. Dieses wurde zur Auswertung sichergestellt.

Weitere krumme Geschäfte

Mit dem Einverständnis des 23-Jährigen wurden die Produktionsanlagen und die Pflanzen, die zusammen ein Gesamtgewicht von mehr als 4 vier Tonnen auf die Waage brachten, vernichtet. Laut Polizei war der Mann noch in anderen Geschäftsbereichen tätig, hielt sich aber auch dort nicht an die Vorschriften. So beschäftigte er in einem Coiffeur-Geschäft einen Asylbewerber, der über keine Arbeitsbewilligung verfügte. Zudem betrieb er eine Bar ohne über das dafür nötige Wirtepatent zu verfügen.

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