Ostschweiz

11. Juli 2018 18:54; Akt: 12.07.2018 08:23 Print

Vermiest Trockenheit nun die 1.-August-Partys?

Ein Sommer ohne Grillpartys und Lagerfeuer? Gut möglich: Falls die aktuelle Trockenperiode andauert, muss in mehreren Regionen auch auf das 1.-August-Feuerwerk verzichtet werden.

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Aufgrund der mässig bis gar nicht vorhandenen Niederschläge der letzten Wochen ordnete das Bundesamt für Umwelt (Bafu) diverse Massnahmen an. Diese sind seit Mittwoch auf der Waldbrand-Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt im Internet ersichtlich.

Am stärksten in der Ostschweiz betroffen ist laut Bafu die Region Graubünden. Hier gilt in den Südtälern seit Mittwoch ein generelles Feuerverbot. Die heissen Temperaturen der vergangenen Tage liessen den Waldboden bröckeln. Nebst der Nutzung von Grillstellen ist auch das Entsorgen von Zigaretten oder anderen brennbaren Stoffen verboten. «Wir brauchen Regen, keine leichten Schauer. Gewitter sind eher punktuell und kurz, das nützt dem Wald recht wenig», sagt Andrea Kaltbrunner, Waldbrandkoordinator des Kantons. Der Gewitterregen bleibe meist in den Kronen hängen und erreiche nicht einmal wirklich den Waldboden.

St. Gallen und Thurgau ebenfalls betroffen

Auch im Kanton St. Gallen herrscht momentan erhebliche Waldbrandgefahr. Mehr noch sorgen sich die Behörden hier um die austrocknenden Gewässer, wie Silja Kempf, Leiterin Hydrometrie beim Kanton, bestätigt. Eine Besserung sei momentan nicht in Sicht – deshalb appelliert sie an die Bevölkerung, sorgsam mit Wasser umzugehen.

Auch der Fachstab Trockenheit des Kantons Thurgau ist besorgt.
«Derzeit wird ein generelles Wasserentnahmeverbot in Betracht gezogen, das schon ab Freitag geltend gemacht werden könnte», so Marco Baumann, Abteilungsleiter für Wasserbau und Hydrometrie. «Aufgrund der tiefen Pegelstände mussten wir schon mehrere kleine Gewässer abfischen und umlagern.» Vom Verbot betroffen wären vor allem Landwirte und Gemüsebauern, also Personen, die eine Bewilligung zur Entnahme von Wasser besitzen. Das Verbot würde mit Ausnahme des Bodensees, des Untersees, des Rheins, des Seerheins sowie dem Grund- und Quellwasser alle Gewässer betreffen.

Kein Regen in Sicht

Das Wetterportal Meteonews kann derzeit keine Entwarnung geben: «Einen Niederschlag, der über mehrere Tage andauert, oder gar eine länge Regenperiode können wir nach derzeitigem Stand in der kommenden oder der Woche darauf nicht ausmachen», sagt Nikola Ihn, Mitarbeiterin von Meteonews.

Auch in den Ostschweizer Kantonen kennt man die ungünstigen Prognosen. Die zuständigen Stellen rechnen deshalb mit einer Verschärfung der Massnahmen. Im Kanton Graubünden kann nur noch ein Wunder 1.-August-Feuer ermöglichen und auch in der übrigen Ostschweiz drohen Feuerverbote.

(juu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • huschmie am 11.07.2018 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wäre schöööön.

    Schönes Wetter, dafür keine Knallerei am 1.8. so geht Sommer. Viele würden sich freuen.

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  • R.D am 11.07.2018 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldverschwendung!

    yeeesssss das wäre toll!täte den freiwild,haustiere und das portmonaie gut! Eine Bundesfeier ohne Feuerwerk! und was ich noch vergessen habe, endlich weniger Müll auf der strasse,wo die wenigsten wieder einsammeln nach der geldverschwendung!

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  • Nina am 11.07.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Verkauf verbieten,

    nicht nur das Abbrennen von Feuerwerkskörpern! An Verbote halten sich die Knallfrösche ja eh nicht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • E.M. am 14.07.2018 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Bin Ihrer Meinung! An Silvester und Neujahr bitte auch komplett verbieten.

  • Vreneli vom Lindenberg. am 14.07.2018 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Natur schonen

    Wer von der Frage ausgeht:Vermiest nun Trockenheit......ist darauf bedacht, dass solche feurigen Werke stattfinden? Mir ist wichtig, dass unsere Natur intakt bleibt, niemand zu Schaden kommt. Freude beim Nationalfeiertag ist nicht von Knallbonbons gekrönt!

  • Sonne am 13.07.2018 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer räumt Auf????

    Feuerwerk sind schön! Der Duft eklig! Wild und Haustiere danken jedem der nichts anzündet! Und was mich stört niemand räumt auf ! Sehr traurig!

  • Eidgenossin am 13.07.2018 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    @Michel

    Katzen bellen nicht nur so zur Info

  • Swisspyropath am 13.07.2018 05:12 Report Diesen Beitrag melden

    Feuerwerk muss sein !

    Ich bin für Feuerwerk! In anderen Ländern wie Polen und Tschechien und sogar in Österreich darf das ganze Jahr gknallt werden, ihr könnt also froh sein, dass ihr in der Schweiz lebt. Gönnt uns doch die 2 Tage im Jahr an denen wir es krachen lassen dürfen! Bist du Raucher ? Raucher geben in der Schweiz 26 Miliarden Franken pro Jahr aus für gekualme das sich genaus so in luft auflöst, der Menschheit schadet und auch der Umwelt bei den vielen Filter die Ihr einfach wegschmeisst (37 Tonnen Abfall durch Zigaretten in der Schweiz!) Die 2 Tage im Jahr feiern wir mit Feuerwek, gutes genalle Pyros!

    • Eduard J. Belser am 15.07.2018 16:37 Report Diesen Beitrag melden

      Laser-Shows und Drohnen-Ballette

      Nur infantile Knallköpfe brauchen diese nervende Knallerei. Es gäbe heute geräuschlose Laser-Shows und Drohnen-Ballette am Himmel, die genauso attraktiv sein können wie die hirnrissige und brandgefährliche Knallerei.

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