Wil SG

14. Februar 2018 14:08; Akt: 14.02.2018 16:32 Print

Widerstand gegen Einbürgerung von Imam

Der Wiler Imam Bekim Alimi will sich einbürgern lassen. Dagegen hat eine Privatperson Einsprache eingereicht. Nun liegt der Fall beim Wiler Stadtparlament.

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Der Wiler Bekim Alimi. (Bild: Screenshot Youtube)

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Der Einbürgerungsrat der Stadt Wil hat dem Stadtparlament den Antrag auf Einbürgerung des Wiler Imams Bekim Alimi überwiesen. Dieser Entscheid wurde notwendig, weil eine Privatperson eine Einsprache gegen den positiven Entscheid des Einbürgerungsrates eingereicht hat. Das teilte die Stadt Wil am Mittwoch mit.

Am 2. Juni 2015 reichte Alimi ein Einbürgerungsgesuch für sich, seine Ehefrau und die zwei Kinder beim Sekretariat des Einbürgerungsrates ein. Am 30. März 2016 fand das Einbürgerungsgespräch mit der Familie statt. Zwei Monate später erteilte der Einbürgerungsrat der ganzen Familie das Gemeinde- und Ortsbürgerrecht. Am 11. Juli 2016 ging eine Einsprache ein, diese richtet sich aber nur gegen Bekim Alimi. Den restlichen Familienmitgliedern wurde das Kantonsbürgerrecht und damit das Bürgerrecht der Gemeinde Wil erteilt und gleichzeitig auch das Schweizer Bürgerrecht.

Kontakt zu radikalen Predigern

Die Einsprache gegen das Einbürgerungsgesuch ging unter anderem mit der Begründung ein, dass Alimi Kontakt pflege zum radikalen Prediger Shefqet Krasniqi sowie intensiven Kontakt mit dem mazedonischen Imam Imberja Hajrullai aus Tetovo, einem erklärten Antisemiten. Dies sorgte im Mai 2016 bereits für Aufsehen. Im Vorfeld der Segnung des Gotthard-Tunnels posierte Alimi nämlich mit Hajrullai für ein Selfie. Der Einsprecher befürchtet wegen dieser Kontakte eine Gefahr für die innere Sicherheit der Schweiz.

Alimi weist die Anschuldigungen von sich und betonte stets, dass er Radikalismus in jeder Form ablehne, er sich in jeglicher Art von Hasspredigten und vor Aufrufung zu Gewalt und Diskriminierung distanziere sowie das Gedankengut der Salafisten wie auch jenes der Muslimbrüder kategorisch ablehne.

Im Mai eröffnete in Wil eine neue Moschee. Im Vorfeld gab es zahlreiche Einsprachen.

Umstrittene Moschee eröffnet in Wil

(taw)