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Lausanner Schule schockiert
03. Juli 2012 13:01; Akt: 03.07.2012 14:34 Print
Falsches Resultat - Schüler begeht Suizid
Tragödie in der Romandie: Ein Lehrling hat sich das Leben genommen, nachdem er laut der Website der Schule bei den Prüfungen durchfiel. Dabei hätte er eigentlich bestanden.

Ein Schüler hat sich in Lausanne das Leben genommen - vermutlich, weil das Prüfungsresultat nicht stimmte.
An der Berufsschule «Ecole professionnelle et commerciale de Lausanne» in Lausanne ist nichts mehr wie zuvor: «Wir sind unter Schock und in tiefer Trauer», sagt die Direktorin Geneviève Nanchen.
Grund dafür ist der tragische Selbstmord eines Maturanden. Wie «24 Heures» berichtet, hat sich der Jugendliche am Freitag das Leben genommen. Er hatte zuvor auf der Homepage des Kantons Waadt vergeblich seinen Namen auf der Liste derjenigen gesucht, welche die Prüfungen erfolgreich absolviert hatten.
Nur: Die Liste war fehlerhaft - der Schüler hätte die Prüfungen eigentlich bestanden. «Es handelt sich um menschliches Versagen», sagt Séverin Bex, Direktor der postobligatorischen Ausbildung, «ein einfaches Copy-Paste, das nicht gemacht wurde.»
Ablauf wird untersucht
Auf dem offiziellen Bulletin der Schule war das Prüfungsresultat denn auch korrekt vermeldet und auf der Homepage gab es einen Hinweis, dass nur dieses verbindlich sei. Reicht dies aus, um Verzweiflungstaten von Schülern zu verhindern? Direktor Bex: «Wir untersuchen nun den ganzen Ablauf, um zu schauen, ob wir dieses Risiko vermindern können.»
Dass zwischen dem Selbstmord und der Falschmeldung ein Zusammenhang besteht, kann nicht mit letzter Gewissheit gesagt werden. Laut Bex hat der Schüler am Freitagabend aber mehreren Lehrern Nachrichten geschickt. Diese hätten ihm geraten, die offizielle Publikation am Montag abzuwarten - zu diesem Zeitpunkt war der Schüler aber bereits tot.
(fum)

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