3 Frauen erschossen

03. Januar 2013 00:48; Akt: 03.01.2013 17:25 Print

Walliser Todesschütze war in Psychiatrie

In Daillon VS hat sich gestern Abend ein tödliches Drama abgespielt: Ein Mann (30) erschoss drei Personen. Er soll sich zuvor betrunken haben.

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Ein 30-jähriger Bürger des Walliser Dorfes Daillon in der Nähe von Sion hat am Mittwochabend komplett die Fassung verloren und mit einer Schusswaffe auf mehrere Personen geschossen. Wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte, wurden dabei drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt.

Als Marie-Paul Udry, Mitbesitzerin des Restaurants «La Channe d'Or» gegen 20.50 Uhr dabei war, mit einem Sicherheitsbeamten ein Glas Wein zu trinken, hörte sie mehrere Schüsse fallen. «Wir haben zuerst gedacht, es sei ein Fensterladen, der zukracht, doch danach hat uns ein Kollege erzählt, dass F.* ausgerastet sei und mit einem Gewehr auf der Strasse stehe», sagte die Wirtin gegenüber 20 minutes online.

Schwägerin des Wirts ermordet

Danach hätte man die Lichter im Lokal ausgeschaltet und die Gäste angehalten, das Restaurant nicht zu verlassen. Die Inhaberin des Restaurants konnte gegenüber 20 minutes auch präzisieren, auf wen F. geschossen hat. «Die 80-jährige Schwägerin des Wirts des Cafés des Alpes wurde ermordet.» Der Besitzer des Kaffees bestätigt dies. «Meine Frau kam mir weinend entgegen und sagte es mir.»

Die Polizei konnte den Schützen überwältigen. Drei der Getroffenen verstarben noch vor Ort, zwei weitere Personen wurden verletzt ins Spital gebracht. Bei der Intervention der Kantonspolizei bedrohte der Täter die Beamten. Diese machten in der Folge von ihrer Waffe Gebrauch. Ob der Täter dabei verletzt wurde, war zunächst unklar. Beim Einsatz wurde nach Angaben der Polizei kein Beamter verletzt.

Stark alkoholisiert

Der Schütze F. war offenbar während seiner Tat stark alkoholisiert. «Er war bei uns Gast am früheren Abend», sagt Marie-Paul Udry. «Er hatte sehr viel getrunken.»

Um wen es sich bei den anderen beiden Todesopfern handelt, ist noch nicht bekannt. Die zuständige Staatsanwältin habe sich an den Ort des Geschehens begeben, wie die Polizei weiter mitteilte. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Der Ort des Dramas sei grossräumig abgesperrt worden. Medienvertreter hätten keinen Zugang, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung weiter.

Hier passierte das Drama.

(jep/sda)

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