Laconnex GE abgesperrt

14. Juni 2018 03:11; Akt: 14.06.2018 10:29 Print

Explosion auf Pferdehof – drei Schwerverletzte

Eine Explosion auf einem Reithof in Laconnex GE hat einen Grossbrand ausgelöst. Zwei Männer und eine Frau wurden schwer verletzt.

Eine Explosion löste einen Grossbrand auf einem Reithof in Laconnex GE aus. (Video: Leser-Reporter)
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«Ich habe einen lauten Knall gehört, die Fenster haben gezittert», sagt eine Einwohnerin des Genfer Dorfes Laconnex. Auf einem Reithof explodierte am Mittwoch gegen 18.15 Uhr offenbar eine Gasflasche. Laut Polizeiangaben wurden dabei drei Personen schwer verletzt. Dabei soll es sich um ein Paar zwischen 25 und 30 Jahren und einen Besucher handeln, sagen Anwohner.

Die beiden Männer wurden per Helikopter mit schweren Brandverletzungen ins Universitätsspital Lausanne geflogen. Die Frau wird im Universitätsspital Genf behandelt. Fünf weitere Personen seien medizinisch untersucht worden; sie konnten allerdings nach Hause entlassen werden.

Wohnteil des Reitzentrums zerstört

Die Explosion löste einen Grossbrand aus, welcher den Wohnteil des Reitzentrums zerstörte. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort, zwei Helikopter standen im Einsatz. Das Bauernhaus habe gerettet werden können, sagte der Chef des Rettungsdienstes SIS, Philippe Favero, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das Nebengebäude mit dem Feuer sei aber komplett zerstört worden. Tiere waren den Angaben zufolge nicht betroffen.

Auf einem Leser-Video ist zu sehen, wie ein Gebäude im Vollbrand stand. Die Flammen schlugen über 10 Meter hoch in den Himmel. Die Pferde des Reithofes galoppierten in Panik umher.

Grossteil der Gemeinde abgesperrt

Die Polizei hat das Areal grossflächig abgesperrt. Was zur Explosion geführt hat, ist noch unklar. Es laufen Ermittlungen. Ersten Angaben zufolge war bei dem Feuer ein Tank mit noch unbekanntem Inhalt beteiligt.

Ein Grossteil der Gemeinde musste aufgrund des Feuers abgesperrt werden. Später beschränkte man sich auf die Sperrung der Strasse in der Nähe des Unglücks. Gegen 23:00 Uhr übergaben die SIS-Einsatzkräfte den Gefahrenort an die freiwillige Feuerwehr.

(hvw/sda)