Kesb

23. Juni 2016 10:25; Akt: 23.06.2016 10:25 Print

Frau droht aus Angst vor ihren Chefs mit Bombe

Eine 38-jährige Angestellte der Kinder- und Jugendschutzbehörde (Kesb) in Yverdon drohte mit einer Bombe. Nun wurde sie verurteilt.

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«Bei der Kesb wird eine Bombe explodieren. Seid gewarnt.» Mit tiefer Stimme und unterdrückter Nummer rief eine 38-jährige Angestellte der Kinder- und Jugendschutzbehörde (SPJ, in der Deutschschweiz Kesb) in Yverdon am Morgen des 24. März bei der Polizei an.

Die Behörden sperrten daraufhin die angrenzende Hauptstrasse ab, Polizei und Feuerwehr rückten mit einem grossen Aufgebot aus. Sogar die Sondereinheit Nedex wurde aufgeboten. Am Mittag folgte schliesslich die Entwarnung. Im Hintergrund liefen die Ermittlungen, um den Verursacher zu finden.

«Ich war sehr gestresst»

Die Ermittler stiessen schliesslich auf die Sozialarbeiterin. Ihr Motiv war die Angst vor einem schwierigen Gespräch mit zwei ihrer Vorgesetzten, gestand sie, wie 20 Minutes berichtete. «Ich war sehr gestresst.» Ihre Bombendrohung ging zwei Tage nach den Anschlägen in Brüssel ein, deshalb wurde die Warnung sehr ernst genommen.

Die 38-Jährige wurde nun zu einer bedingten Haftstrafe von 60 Tagen verurteilt und erhielt eine Busse von 600 Franken. Sie muss ausserdem 2000 Franken bezahlen. Bei der Kesb wurde sie umgehend entlassen.

(num)