Erpresste Millionen

13. Februar 2018 11:40; Akt: 13.02.2018 17:22 Print

Geldbote und Tochter wieder auf freiem Fuss

Der Fall um erpresste Millionen aus einem Geldtransporter im Kanton Waadt bleibt vorerst unaufgeklärt.

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Der Fall um erpresste Millionen aus einem Geldtransporter in der Schweiz bleibt vorerst unaufgeklärt. Der Fahrer des Wagens und seine Tochter wurden am Dienstag nach vorübergehender Festnahme wieder freigelassen, wie von Seiten der Ermittler im ostfranzösischen Lyon verlautete.

Zuvor hatte die Polizei sie offenbar im Verdacht, die Entführung der Tochter und die Lösegeldzahlung aus dem Geldwagen fingiert zu haben.

Auch ein mutmasslicher Helfer ist den Angaben zufolge wieder auf freiem Fuss. Der in der Schweiz tätige Geldbote aus Frankreich hatte angegeben, den gesamten Inhalt seines Geldtransporters an angebliche Entführer seiner Tochter gezahlt zu haben, die daraufhin freigelassen worden sei. Die Beute soll sich auf 20 bis 30 Millionen Franken belaufen.

Beute noch nicht aufgetaucht

Offenbar hatten die Ermittler dann aber Zweifel an der Darstellung von Vater und Tochter: Die 22-Jährige hatte der Polizei erzählt, sie sei vergangene Woche von zwei Männern aus ihrer Studentenwohnung in Lyon entführt worden, die sich als Sanitärinstallateure ausgegeben hätten.

Die Kidnapper hätten dann ihren Vater kontaktiert, der den gesamten Inhalt des Geldtransporters auf einem Parkplatz im Kanton Waadt an die Kriminellen übergeben habe.

Ob es Verbindungen zwischen dem Geldboten und den Entführern gibt, ist weiter unklar. Auch die Beute bleibt verschwunden. Nach einem Bericht der Zeitung «Le Parisien» wurde ein kleiner Teil in der Schweiz gefunden. Der Geldbote habe angegeben, die Entführer hätten ihm einige hunderttausend Euro als eine Art «Entschädigung» überreicht, berichtete das Blatt. Aus Ermittlerkreisen wurde diese Information nicht bestätigt.

(sep/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Greg-Swiss am 13.02.2018 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das hatte ich als erstes gedacht....

    Könnte ja sein, aber mir schien die ganze Konstellation schon beim ersten Bericht sehr verdächtig... Man soll aber niemand vorverurteilen.

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  • Reto am 13.02.2018 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Was habe ich gesagt???

    Genau das habe ich gesagt. Es war total offensichtlich. :-) So geil.

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  • SR am 13.02.2018 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie lustig

    Wie jetzt einfach plötzlich jeder, dass schon von Anfang an 100% wusste... Ist klar ihr Dedektive:)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hellseher am 13.02.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Noch witzig, als ich den Artikel gestern gelesen habe, war mein erster Gedanke "wenn's dann wirklich ein Überfall und eine Entführung war". Irgendwie kam mir das gleich unglaubwürdig vor.

  • Nico klaus am 13.02.2018 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Beträge

    Geil ist das man heute immer noch nicht den genauen Geldbetrag kennt ja easy sind ja nur 10mio +/- bei solchen kleinen Beträgen kann das schon mal passieren.

  • Strolchi am 13.02.2018 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erster Gedanke

    Haha, habe den ersten Artikel gelesen und genau das war mein erster Gedanke! An der Grenze lebender Franzose, der für eine Scweizer Geldtransportfirma arbeitet, Komplizen in Frankreich und das Töchterchen in Lyon spielt brav mit, denn bei 20-30 Millionen darf man nicht zimperlich sein!

  • readers digest am 13.02.2018 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    The user knows ...

    .... better. Always. Schade nur, dass die berufliche und Private Karriere daran immer wieder scheitert, dass andere das Genie nicht erkennen.

  • Dany am 13.02.2018 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wie?

    So und was sagt uns nun der artikel? Die beiden wurden festgenommen , ok. Aber wie sind denn nun erst die Ermittler auf den eventuellen fake der Entführung gekommen,? Weil denken hätte man sich es vorher schon, weil kaum ein Verbrecher glaubt das man so einen Geldtransporter überfallen kann. Und der Fahrer den zu schnell übergeben hat.