Weiterer Fall im Wallis

11. August 2015 13:57; Akt: 11.08.2015 14:50 Print

Kopfgeld für Hinweise zu ausgesetzten Kaninchen

Schon wieder sind im Oberwallis Kaninchen ausgesetzt worden. Die sieben Tiere verloren ihr Leben. Nun will die Kaninchenhilfe Schweiz Hinweise belohnen.

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Erneut sind im Oberwallis ausgesetzte Kaninchen gefunden worden. Sieben Tiere entdeckte ein Einwohner am Freitag in Baltschieder. Als Jane Walter von der Kaninchenhilfe Schweiz an der Fundstelle eintraf, waren vier der Chüngel bereits tot. Weitere drei lebten noch, waren aber von Parasiten befallen und in einem sehr schlechten Zustand, wie Walter zu 20 Minuten sagt. «Wir brachten sie zum Tierarzt und dann zu mir nach Hause. Dort starben nacheinander alle drei.»

Bereits am Dienstag vor einer Woche waren sieben ausgesetzte Kaninchen entdeckt worden – in Lalden, das nur knapp vier Kilometer von Baltschieder entfernt ist. Walter geht davon aus, dass für beide Fälle die gleiche unbekannte Person verantwortlich ist. «Alle Chüngel haben ähnliche Zeichnungen – sie stammen wohl aus der gleichen Zucht.»

Tiere vom ersten Fundort sind über dem Berg

Im Gegensatz zu den Kaninchen, die im Baltschieder ausgesetzt wurden, hatten die Tiere von Lalden mehr Glück: «Sie sind mittlerweile über dem Berg und erholen sich», sagt Walter, die die Kaninchen bei sich zu Hause betreut.

Sie befürchtet, dass noch nicht alle ausgesetzten Chüngel gefunden worden sind. «Es ist sehr wahrscheinlich, dass weitere Tiere herumirren oder irgendwo verendet sind, ohne dass man sie bisher entdeckt hat.»

500 Franken für Hinweise

Bereits nach dem ersten Fund hat die Kaninchenhilfe Schweiz bei der Kantonspolizei Wallis Anzeige erstattet. Für Hinweise, die zur Person führen, die die Tiere ausgesetzt hat, hat die Organisation eine Belohnung von 500 Franken ausgesetzt. «Wir würden uns aber freuen, wenn Spender es uns ermöglichen würden, diesen Betrag zu erhöhen», so Walter. Nähere Angaben dazu gibt es auf der Website des Vereins.

«Tiere auszusetzen, ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat – unabhängig davon, ob es sich um Chüngel oder um andere Tiere handelt», sagt Walter. Zudem sei es unnötig: «Wer ein Tier loswerden möchte, kann immer ein Heim finden, das es aufnimmt.»

(lüs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tierfreundin am 11.08.2015 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Wie gemein und brutal ist denn das, Tiere auszusetzen mit dem Wissen, dass sie in den sicheren Tod gehen! Der Mensch ist die grösste Bestie! Den Tierfreunden, die diese Tiere aufpäppeln und Liebe schenken, gebührt mein grösster Respekt und den Menschen die ihre Tiere so behandeln , meine Verachtung.

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  • Maria am 11.08.2015 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme Häschen

    Ihre Fotos von den Toten Kaninchen haben sich in meinem Kopf und meinem Herzen eingebrannt. Wie armselig muss dieser Täter sein! Es macht mich traurig, Wissen zu müssen, dass es Menschen gibt,die keinen Respekt vor Lebewesen haben. Ich bin einfach nur entsetzt.

  • Mensch am 11.08.2015 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trauriges Leben

    An alle der hier Kommentierender die sich über diesen sehr wohl traurigen Bericht lustig machen. Es sind Lebewesen , die der Mensch entsorgte, mit dem Wissen, dass sie elendiglich krepieren. Brutal ausgedrückt ! Wie kann man sich darüber dann noch lustig machen? He, Leute wie traurig muss euer Leben sein?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Aussetzen am 12.08.2015 05:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gegen

    Ihr wisst schon das viele Hasenzüchter ihre Tiere mästen um zu um um zu metzgen.Es ist ja auch immer im Angebot.Meine Jungs haben auch Hasen aber ich selber würde sie nie Esse weil ich das Fleisch nicht gern habe. Das Fleisch lässt sich sehr gut verkaufen.

  • minousch 4567 am 11.08.2015 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tierheim

    es stimmt nicht das man tiere einfach ins heim geben kann. man muss pro Tier zahlen, damit es aufgenommen wird.. dies einfach zur Sachlage

    • marie am 11.08.2015 19:52 Report Diesen Beitrag melden

      an minousch

      es gibt tierheime die gratis tiere annehmen. wir hatten mal ein findeltier was wir nicht behalten konnten, da wir schon zu viele tiere hatten. zudem kommt, dass man tiere die man zulegt nicht einfach abschiebt. man hat verantwortung. macht man ja auch mit kinder nicht, hoffentlich.

    • moni am 11.08.2015 20:30 Report Diesen Beitrag melden

      tierheimkosten

      auch wenn mal bezahlt werden muss, das tierheim braucht auch gelder zum existieren, ist heutzutage leider nichts gratis auch fürs tierheim nicht. ich könnte nie im leben meine tiere einfach abgeben, auch wenn sie hin und wieder nerven können :) aber umso liebeswerter sind sie

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  • Anna am 11.08.2015 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Go vegan

    Jeder der hier so entsetzt tut und nicht Veganer ist, hat die Verantwortung für noch viel mehr Tierleid!

    • Keine Trendfolgerin am 11.08.2015 19:10 Report Diesen Beitrag melden

      Hören Sie auf zu missionieren

      Bekanntlich verursachen Sie so nur Trotzreaktionen. Leben Sie vegan und lassen Sie anderen die Freiheit zu leben, wie sie es möchten. Sie erreichen damit viel mehr. Ich bin Vegetarierin und für kein Tierleid verantwortlich und es steht mir nicht an, anderen die gleiche Lebensweise vorzuschreiben.

    • Alana am 11.08.2015 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Naja

      Ich liene tiere. Alerdings finde ich nicht das vegan leben den tieren unbedingt hilft. Lieber unterstütze ich die leute/bauern die tiere artgerecht halten. Denn wenn alle die darauf achten (freiland usw) kein fleish mehr essen würden, ginge Es den 'guten ' bauern noch schlechter &' keinem tier wäre geholfen.

    • Fritz am 11.08.2015 23:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Willkomen

      Achgottchen, habe schon auf den ersten missionierenden Veganer gewartet. Willkommen! Lustig, dass Ihnen das nicht peinlich ist. Kennen sie die "Zeugen Jehovas"?! Gleiche Schiene.

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  • Ameliore am 11.08.2015 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    So wie die Tiere aussahen

    sind die bereits bevor sie ausgesetzt wurden, in diesem Zustand gewesen. Vielleicht hat ein Bekannter des Besitzers, der um den Zustand der Tiere besorgt war, die letzte Chance für diese darin gesehen, sie auf einer Wiese (naheliegend) auszusetzen. Da es Ferienzeit ist, kann ich mir auch vorstellen, dass jemand schlicht vergessen hat, eine Ferienbetreuung für seine Tiere zu organisieren. Es werden ja auch Hunde und Kinder im Auto vergessen...

  • Tierfreund am 11.08.2015 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz schlimm !!!

    Ich finde solche Aktionen ganz schlimm. Enweder man entscheidet sich für ein Tier und kümmert sich dann auch von Herzen darum oder man lässt es einfach bleiben. Meine zwei Häsli haben Tag und Nacht einen 25 Quadratmeter Balkon ("Häsli-Sicher" gemacht) zur Verfügung und ich freue mich den ganzen Tag schon darauf wenn ich abends nach Hause komme und sie mir freudig engegen hoppeln. Zuckersüss. Hasen die in Gefangenschaft gelebt haben können nun mal nicht "in Freiheit" überleben.