Genf

17. Juli 2017 16:29; Akt: 17.07.2017 17:44 Print

Mann (23) nach dem Ausgang erstochen

In einer Wohnung in Genf wurde ein 23-Jähriger mit mehreren Messerstichen getötet. Unter Verdacht stehen zwei Männer, die mit dem Opfer ausgegangen waren.

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Im vierten Stock dieses Mehrfamilienhauses wurde ein junger Mann mit einem Messer tödlich verletzt. (Bild: 20 Minuten/lfe)

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Ein Genfer ging am Samstag mit drei Kollegen in den Ausgang. In den frühen Morgenstunden begaben sie sich zu viert in dessen Wohnung in der Nähe des Universitätsspitals. Der Bewohner ging danach kurz weg und liess seine drei Gäste allein zurück, wie die Genfer Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Als der Bewohner zurückkehrte, befand sich nur noch eine Person in der Wohnung – und diese war schwer verletzt. Dem 23-Jährigen waren mit einem Messer mehrere Stiche zugefügt worden. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nichts mehr ausrichten: Der Mann verstarb noch am Tatort.

Tatverdächtige nach wenigen Stunden verhaftet

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung wegen Tötung eröffnet. Unter Tatverdacht stehen die beiden anderen Männer, die sich ebenfalls in der Wohnung aufgehalten hatten.

Die beiden, ein 23- und ein 27-Jähriger, wurden am Sonntagnachmittag festgenommen. Es sehe danach aus, dass es zwischen dem Opfer und den beiden Tatverdächtigen zu einem Kampf gekommen sei, heisst es bei der Staatsanwaltschaft.

Nachbarn hörten nichts

Im Mehrfamilienhaus, in dem sich die Bluttat ereignete, ist man schockiert. «Das ist ein ruhiges Wohnquartier. Es ist das erste Mal, dass die Polizei hierherkommen musste», sagt eine Anwohnerin.

Die Wohnung, in der der junge Mann getötet wurde, wird laut Nachbarn von einem Paar mit zwei Söhnen und einer Tochter bewohnt. Mutter und Tochter seien derzeit in den Ferien. Die Familie habe seit sieben Jahren dort gelebt und sei nie negativ aufgefallen. Obwohl die Ermittler von einem Streit ausgehen, will niemand von den Nachbarn in dieser Nacht etwas gehört haben.

Drittes Tötungsdelikt im Kanton Genf seit Anfang Jahr

Bei der Bluttat handelt es sich um das dritte Tötungsdelikt im Kanton Genf in diesem Jahr. Die beiden anderen Taten hatten sich im Juni ereignet: Ein Mann erschoss in Chêne-Bourgeries seine Ehefrau, und auf einem Parkplatz in Meyrin fuhr ein Automobilist einen jungen Mann absichtlich zu Tode.


(20minutes/lüs)