Trockenheit

04. November 2017 08:56; Akt: 04.11.2017 08:56 Print

Im Tessin brannte der Wald schon drei Mal

Wegen Niederschlagsmangel ist es im Tessin staubtrocken. Das Entfachen von Feuer im Freien ist untersagt. Trotzdem gab es bereits kleinere Brände.

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Im Oktober hat es kaum geregnet. Das Tessin erhielt nur einen Bruchteil der durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Die Trockenheit ist so stark, dass der Kanton das Feuern im Freien verboten hat.

Das ist berechtigt, denn es gab bereits drei lokale Brände im Muggiotal und in Sonvico, wie Roland David, Sprecher der Sektion Wald beim Kanton Tessin, sagt. «In allen drei Fällen handelte es sich um kleine Brände, die durch menschliche Tätigkeit entstanden waren», so David. Die Polizei untersuche, ob eines der Feuer mutwillig gelegt worden sei. «Das wäre besonders schlimm.»

Konzept regelt Zusammenarbeit

Die Bevölkerung halte sich in der Regel aber ans Feuerverbot. «In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Waldbrände halbiert», sagt David. Über das Verbot informiert der Kanton unter anderem in den Wetterprognosen im Radio.

Kommt es zu einem Brand, sei der Kanton gut vorbereitet, so David. «Seit diesem Jahr ist ein Konzept in Kraft, das die Zusammenarbeit von Feuerwehr, zivilen Helikoptern und Forstdienst regelt.» Es sei wichtig, dass in einem Ernstfall die ortskundigen Förster involviert seien, da sie die Orte für die Wasserentnahme kennen.

«Situation ist ausserordentlich»

David ist zuversichtlich, dass es bis Samstag ruhig bleibt. «Der Wind hat abgegeben, sodass die Feuchtigkeit der Nacht nicht abtrocknet.» Kommende Woche werde entschieden, ob das Feuerverbot weiterhin gelten soll. Die aktuelle Situation sei ausserordentlich. Trocken sei es sonst eher im Frühling.

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simi am 04.11.2017 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Je südlicher desto schlimmer

    Man stelle sich vor, in Rom hat es schon seit über einem Jahr kaum geregnet. In Norditalien sieht's zwar etwas besser aus, es herrscht aber ebenfalls enorme Trockenheit. Wenn's dann einmal doch geregnet hatte, waren es gleich sintflutartige Regenfälle mit Überschwemmungen, begleitet von Tornados und starken Winden. Derweil gab es z.B. in Portugal letzte Woche noch über 40°C ! Dieser Sommer und Herbst waren in weiten Teilen Europas extrem und aussergewöhnlich.

  • Peter Miller am 04.11.2017 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts im Vergleich

    Ach, echt? Schon drei mal? Das ist echt ein kleines Problem. Wieviele Hektaren Urwald wird abgeholzt, nur um Gold zu schürfen oder andere Bodenschätze und die Waldbewohner (Menschen, Bonobos, Orang Utan) verlieren ihr Lebensraum!! Zudem verliert die Welt immer mehr an Sauerstoff und die Erderwärmung wird durch das noch begünstigt.

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  • sanronaldo@ am 04.11.2017 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Winter ade....

    es wird immer weniger Winter...und somit auch immeg trockener

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Die neusten Leser-Kommentare

  • aw55 am 05.11.2017 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Kaution

    Eine Kaution hat auch seine Vorteile, wenn man z,B. in ein Altersheim muss ist der laufende Monat bezahlt und für die restlichen zwei Monaten bis zum Kündigungstermin hat man eben dann die Kaution.

  • Markus im AG am 04.11.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es gibt 3 Ziele die mit

    Schiffen angefahren werden und die US - Küste wird mit 1200 meter hohen Wellen versenkt . Darüber mal nachgedacht?

    • Bruce21 am 05.11.2017 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus im AG

      Das ist jetzt irgendwie nicht verständlich

    • Günter Grass am 05.11.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

      au Backe

      Günter macht sich sorgen. Sie fahren hoffentlich so nicht Auto, Velo oder Töff.

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  • Heinrich Probst am 04.11.2017 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waldbrände sind natürlich

    Waldbrände sind der letzte natüeliche Zyklus eines Waldes - die Asche macht die übersäuerten Böden wieder basisch. Doch der Mensch beeinflusst den Wald so stark, dass es keine Zyklen mehr gibt. Gut oder schlecht? Ab und zu sollte der Wald eigentlich brennen - natürlich möglichst ohne Schaden an Mensch und Tier.

  • Stolzer Nichtgrüner am 04.11.2017 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Regen wird überbewertet.

    Anstatt sich über Tierli und Pflänzli Sorgen zu machen, würden sich diese Leute lieber auf ihre Karriere und Wertschöpfung konzentrieren. Aus der Landwirtschafts und Rohstoffbranche gehöre ich nie etwas über Naturschutz. Warum? Weil die einfach am hart am Arbeiten sind und nicht meinen, Wälder, Vögel und Flüsse würden ihnen das Haus und Auto bezahlen. Die selben Naturschutz-Larifaris wo jetzt hier wieder Panik machen, sollten lieber nach Dubai schauen. Wüste, aber alles floriert. Regen oder Naturschutz sind also überbewertet. Fakt.

  • Spaniel am 04.11.2017 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waldbrände

    Seit ich mich erinnern kann gibt es im südlichen Landesteil Waldbrände-meistens verursacht durch den Menschen.

    • Düdel Sandy am 04.11.2017 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Feuerlöscher löschen viel

      Erinnerungen verblassen vielfach im Alter. Das Feuer hinterlässt meistens längere Spuren im Wald oder im Geist. Jedoch bezweifle ich das ein Spaniel ohne Hirn sich an überhaupt was kann erinnern. In dem Sinne, schönes Weekend.

    • Bruce21 am 05.11.2017 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spaniel

      Das stimmt nicht ganz

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