Passagiere berichten

22. März 2017 14:36; Akt: 22.03.2017 17:50 Print

«Überall liegen Eisenteile herum»

Im Bahnhof Luzern ist am frühen Mittwochnachmittag ein Neigezug bei der Ausfahrt verunfallt. Mehrere Wagen sind entgleist, einer kippte zur Seite.

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Kurz nach 14 Uhr verunfallte der Eurocity Mailand - Basel bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern. Reisende im Innern des Zuges haben einen lauten Knall gehört, dann ging nichts mehr. «Es knallte und der Zug kippte», erzählt ein Leser-Reporter. «Die Ambulanz ist vor Ort.»

Ein andere Passagier berichtet: «Wir sind langsam losgefahren. Dann holperte es und der Wagen wurde angehoben.» Zwischen den einzelnen Waggons hätten Funken gesprüh. «Die Leute schrien, Koffer flogen herum. Ein paar haben die Köpfe angeschlagen, wir mussten die ganze Zeit auf den Sitzen stehen», so der Leser-Reporter weiter.

«Es herrscht gerade pures Chaos»

Die Tochter eines Lesers wohnt unmittelbar neben den Gleisen. «Sie war zu Hause, plötzlich hat das ganze Gebäude gezittert.» Schliesslich habe sie nach geschaut und den Notruf gewählt. Kurz darauf seien die Rettungskräfte eingetroffen.

Ein anderer Leser wollte gerade mit dem Zug aus dem Bahnhof fahren. «Dann kam die Durchsage, dass ein anderer Zug entgleist sei. Hier am Bahnhof herrscht gerade pures Chaos.» Die Reisenden würden über Rotkreuz umgeleitet. Viele würden aber verwirrt am Bahnhof stehen.

«Wir sitzen jetzt einfach schräg.»

Die Reisenden sassen im Zug fest. «Offenbar musste zuerst eine Fahrleitung geerdet werden, sie steht noch immer unter Strom», sagt der Leser-Reporter im Zug. Bis dann mussten die Passagiere im schrägen Zug warten. «Die SBB hat aber Wasser verteilt, so schlimm ist es nicht. Wir sitzen jetzt einfach schräg.»

Als der Wagen kippte, habe sich das seltsam angefühlt, erzählt ein Leser, «man hält sich halt irgendwo fest, bis es aufhört.» Der Mann ist in Luzern zugestiegen und wollte eigentlich nach Olten.

«Überall liegen Eisenteile herum»

Ein Notarzt sei zugestiegen und suchte den Zug nach möglichen Verletzten ab. «In einem anderen Wagen hat es eine Schwangere, ich bin vorbei gegangen. Sie stand unter Schock, aber ein Arzt hat sich um sie gekümmert.»

In der Zwischenzeit konnte der Leser den Zug verlassen. «Es hat etwas genervt, dass zuerst vier oder fünf Koffer ausgeladen wurden, bevor die Passagiere evakuiert wurden», berichtet der Leser. Dann hätten er und die anderen den schrägen Wagen über eine Leiter verlassen können. «Überall liegen Eisenteile herum.

«Nach der Evakuation wurden wir von der Polizei verhört, dann konnten wir gehen», erzählt ein Passagier. «Wir hätten nach Genf an die Schwimmmeisterschaft gewollt, jetzt fahren wir mit dem Auto weiter.»

Wir hatten Glück im Unglück. Sie hätten auch durch die Fenster fliegen können.» Es scheine, als wäre der Zug aus den Schienen gesprungen, als er über eine Weiche fuhr. Die geretteten Reisenden wurden zu einem Sammelplatz gebracht und warten dort nun auf neue Anweisungen. «Es sind alle überfordert», so der Leser.

#oh oh #abbiamo deragliato....#luzern

Ein von @bettinacasanova geteilter Beitrag am

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