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Chef der Bürgerwehr
04. Dezember 2012 22:10; Akt: 04.12.2012 22:25 Print
«Es braucht Bürger, die keine Angst haben»
von A. Bättig - Sie sitzen nachts auf ihren Beobachtungsposten und halten nach Einbrechern Ausschau. Roland Furrer und seine Mannen aus Ebikon schrecken auch dann nicht zurück, wenn es grob wird.
Herr Furrer, wieso ist Ihre Bürgerwehr zurück auf Ebikons Strassen?
Roland Furrer: Einbrüche haben in letzter Zeit zugenommen. Ich selber habe persönlich von einigen Vorfällen gehört. Ausserdem war es der Wunsch mancher Anwohner, dass wir wieder verstärkt patrouillieren.
Wollen Sie das nicht lieber der Polizei überlassen?
Bis die bei einem Einbruch vor Ort sind, sind die Täter meistens über alle Berge. Aber wenn wir einen Einbrecher geschnappt haben, übergeben wir ihn schon der Polizei.
Wer gehört zu Ihrer Bürgerwehr-Truppe?
Das sind sechs Männer zwischen 25 und 54 Jahren. Zwei davon sind in einer Sicherheitsfirma tätig. Ich habe sie alle persönlich ausgesucht. Es sind Leute, denen ich vertraue. Es braucht Bürger, die keine Angst haben.
Wann sind Sie mit der Wehr unterwegs?
In der Nacht. Wir haben es auf die Einbrecher abgesehen, die morgens um drei Uhr in die Häuser einsteigen, dann, wenn die Leute schlafen. Die sind zugleich aber auch gefährlich und gewaltbereiter. Denn sie müssen damit rechnen, dass die Bewohner aufwachen und sich zur Wehr setzen.
Wenden Sie selber Gewalt an?
Wenn es sein muss. Wenn ich angegriffen werde, schlage ich zurück. Aber nur so, dass es rechtlich auch in Ordnung ist - also angemessen.
Verwenden Sie Waffen?
Wir verwenden einen Bärenabwehrspray. Der funktioniert wie ein Pfefferspray, ist nur viel stärker.
Hoffen Sie auf Nachahmer ihrer Bürgerwehr?
Nein. Das ist auch nicht unser Ziel. Wenn man sich nicht richtig verhält, kann es verheerend enden.
Sie verhalten sich richtig?
Wir preschen jedenfalls nicht vor, sondern beobachten zuerst. Wir wollen ja nicht, dass die Bewohner von den Einbrechern als Geiseln genommen werden oder so.
Wie lange werden Sie in Ebikon noch patrouillieren?
Sicher noch bis Ende Jahr. Denn von Weihnachten bis Neujahr sind viele Anwohner in den Ferien und somit steigt das Einbruchrisiko. Danach werden wir weiter sehen.
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Alle 178 Kommentare

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Sehr gut, sollte Schule machen
Wenn die Regierung nichts unternimmt und die Polizei lieber Autofahrer schikaniert als ihre Kernaufgabe wahrzunehmen, muss man sich als Bürger eben selber wehren.
Zuviel des Guten
Kann ja nicht sein, dass schwarzgekleidete Personen im Quartier herumschleichen. Und dann noch Bärenabwehrspray. Jungs, macht mit normalem OC einen Selbstversuch. Ihr werdet die Augen nicht mehr öffnen... Bin nach wie vor für: Beobachten und Melden, nicht für Umstellen und Eingreifen!
keine Helden
Für solch selbsternannten Polizisten habe ich nur ein Kopfschütteln.