Wolhusen

12. Januar 2016 18:08; Akt: 12.01.2016 18:36 Print

Nach dem Felssturz: Der erste Schock ist verdaut

Die meisten evakuierten Personen konnten nach dem Felssturz zurück in ihre Häuser. Die Gebäudeschäden betragen mindestens eine Million Franken.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Nacht auf Montag stürzte in der Badfluh bei Wolhusen ein rund 5000 Kubikmeter oder rund 500 Lastwagenladungen abgebrochener Molassefels aus 50 Metern Höhe in die Kleine Emme. Dabei wurde ein benachbartes Wohn- und Industriequartier überflutet sowie von weggeschleuderten Gesteinsbrocken beschädigt.

Wirkungsvoller Feuerwehreinsatz

Die Gebäudeschäden sind hoch: Nach ersten Schätzungen der Gebäudeversicherung Luzern sind in Wolhusen reine Gebäudeschäden von mindestens einer Million Franken entstanden. Die Gebäudeversicherung hält fest: Ohne den Feuerwehreinsatz wären die Gebäudeschäden massiv höher gewesen. Schwer getroffen seien unter anderem zwei Industrieunternehmen. Für das genaue Ausmass der Schäden werde man noch einige Tage benötigen.

Die Feuerwehr war den ganzen Montag und Dienstagmorgen im Dauereinsatz: «Rund 80 Feuerwehrleute packten an», sagt Beat Zihlmann, Kommandant der Feuerwehr Wolhusen. «Wir führten Evakuationen durch und pumpten die überfluteten Keller der Wohnung frei.» Auch das Wasser auf der Strasse konnte die rasch wieder zurück ins Flussbett lenken. Durch schnelles Handeln der Feuerwehr habe man das Öl der beschädigten Öltanks absaugen und so einen grösseren Schaden verhindert können, erklärt Zihlmann.

«Helfen, wo es nur geht»

Betroffen waren vor allem Häuser auf dem Boden der Wolhuser Nachbargemeinde Werthenstein. Am Dienstagnachmittag hätten rund 20 Zivilschützer der Zivilschutzorganisation Amt Entlebuch ihre Arbeit im Schadengebiet aufgenommen, erklärt Fredy Röösli, Gemeindeammann von Werthenstein. «Sie räumen die Keller der Wohnungen, das hat Priorität.»

Röösli zeigt sich betroffen über das Ausmass des Felssturzes. Trotz des schlimmen Naturereignisses sei die Stimmung im Dorf positiv. «Der erste Schock ist verdaut. Es herrscht eine grosse Solidarität zwischen den Bewohnern, wie damals beim Hochwasser 2005», betont der Gemeindeammann. Seitens der Behörden versuche man alles um die Betroffenen zu unterstützen: «Wir führen mit den Geschädigten Gespräche und helfen wo es nur geht.»

Rückkehr in Wohnungen

Die meisten der rund 20 Evakuierten konnten bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren. Bei einem Wohnhaus müsse vor der Rückkehr der Bewohner erst noch die Stromversorgung repariert werden. Über weitere Massnahmen will der Krisenstab am Mittwochmittag entscheiden.

(pz/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Zurfluh am 12.01.2016 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Maurer

    Ist ja schon interessant.....wäre dies irgendwo im Ausland passiert, oder Drittweltland, wäre ein Spenderuf sondergleichen gestartet worden...hier "NULL KOMMA NICHTS". Im eigenen Land. Was sind wir für Zeitgenossen liebe Eidgenosen....

    einklappen einklappen
  • Didi am 12.01.2016 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spenden?

    Wo bleibt denn der Spende Aufruf? Ach ja, ich vergass. Ist ja nur in der Schweiz..

    einklappen einklappen
  • Dittli am 12.01.2016 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Häuser wieder bewohnt

    Ich hoffe, dass die Hausbewohner alle bald wieder im warmen Zuhause gemütlich untergebracht sind. Alles Gute

Die neusten Leser-Kommentare

  • Big D am 14.01.2016 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    natur pur

    wahnsinn was die natur alles anruchten kann

  • Didi am 12.01.2016 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spenden?

    Wo bleibt denn der Spende Aufruf? Ach ja, ich vergass. Ist ja nur in der Schweiz..

    • fallbi am 12.01.2016 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Didi

      sie haben etwas ganz anderes vergessen, nämlich dass alle betroffenen versichert sind.

    einklappen einklappen
  • Dagi, 12,01,16 am 12.01.2016 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Verrückt

    ich will niemanden Beschulden,, Jahrelang wurde aus der Emme Kies rausgeholt der Felsen unterhöhlt hatte keinen Halt mehr nicht mal die Felswand wurde Überwacht nein es wurde Ausgebudelt was das Zeug hielt, und nun rums aber niemand ist jetzt ja Schuld gell,, man sagt einfach Naturereignis Regen keine Ahnung warum Toll, Zum Herr Gottesglück nicht am Tag wenn man die Bilder gesehen hat aber es kann sich jederzeit Wiederholen...

  • Rosi,12,01,16 am 12.01.2016 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute,

    nun man sollte halt die Hauseingänge wider höher bauen wie früher sprich Hochparterre, heute ist ja alles Eben, behindertengerecht, sagt man dem, nun in Littau wurden trotzdem Neubauten wieder nahe der Emme Gebaut auch die Viscosi Überbauung, oder feldbreite in Emmen gar mit Sitzplatz ins grüne klar werden jetzt dämme Gebaut aber er die Gebiet kennt weis das die nur ein tropfen auf den Heissen stein ist,

    • XC90 am 12.01.2016 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rosi,12,01,16 

      Wo ist das Problem? Die Gebäudeversicherung zahlt ja. Unterhalb unseres Hauses war bis vor einigen Jahren eine Wiese. Der nahe Bach hat seinen Weg in den letzten 15 Jahren oft überschwemmt. Jetzt stehen 18 Einfamilienhäuser da, wo einst die Kühe grasten. Die Wiese ist fort, was geblieben ist, ist.....? Genau, der Bach! 18 Versicherungsfälle für die KGBV! Toll!

    einklappen einklappen
  • Thomas Zurfluh am 12.01.2016 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Maurer

    Ist ja schon interessant.....wäre dies irgendwo im Ausland passiert, oder Drittweltland, wäre ein Spenderuf sondergleichen gestartet worden...hier "NULL KOMMA NICHTS". Im eigenen Land. Was sind wir für Zeitgenossen liebe Eidgenosen....

    • Petra am 12.01.2016 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      @Maurer

      Nicht übertreiben, es waren nur ein paar wenige Personen betroffen und die sind bestimmt versichert, wir sind schliesslich in der Schweiz. Ausserdem kann es nicht soooooo schlimm sein, wenn die meisten wieder in ihre Häuser zurück dürfen.

    • Der Student am 12.01.2016 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Petra

      Ja spendet alle, helft den armen Leuten. Hier mein Konto: IBAN: CH83 brauc hegel dbins tudent Danke für ihre Hilfe

    • Banderei,12,01,16 am 12.01.2016 14:33 Report Diesen Beitrag melden

      Gut,Glück, Wolhuse

      @Thomi, Zurfluh, unsere momentanen Bundesräte sind nichts Wert ,Amann Stagelt irgend was von Wirtschaft herum, der Maurer will sich ein Denkmal mit seinen neuen Flugi setzen, und die Leuthard mit Abmachung der EU hinterrücks! will den Tunnel durchboxen und Berset sähe es am liebsten das die Kleinen AHV Rentner unter der Brücke schlafen würden, solche werden noch unterstützt von den Eidgenossen und mit Applaus wiedergewählt, Steht endlich zusammen NEIN zum Gotthard helft denen die es brauchen, es gibt genug Armut in der CH.

    • Franziska am 12.01.2016 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas Zurfluh

      Das stimmt! Ist mir auch schon öfters aufgefallen! Auch sich lieber mit Auslands-Einsätzen in den Vordergrund stellen oder sich filmen lassen weil man ausländische Familien bei sich aufnimmt! Aber s'Grosi im Alters-/Pflegheim besuchen stellt für viele eine Last dar!

    • XC90 am 12.01.2016 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Banderei,12,01,16

      Sie mögen vielleicht Recht haben, aber glauben Sie mir, Sie und ich in Bundesbern? Wir beiden wären für den Rest der CH auch nur Staggeli und Schönredner. Ich bin nicht von allem, was in Bern gemacht wird begeistert. Die Bundesräte haben nicht den Auftrag Sie oder mich glücklich zu machen, sie haben den Willen von uns allen zu respektieren. Uns fehlen nur noch ein paar Cholderi und Hemdsärmlige wie Blocher und Giezendanner. Somit würde endlich mal der Volkswille durchgesetzt! Wünsche Ihnen für die Abstimmungen viel Glück. 2. Röhre muss trotz Alpenschutz her! Sorry

    • johnny68 am 12.01.2016 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas Zurfluh

      finde ich eine supper Einstellung.

    einklappen einklappen
FCL.TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen