«Soorser Bier»

27. März 2015 06:02; Akt: 27.03.2015 06:02 Print

Bald sollen die Surseer ihr eigenes Bier erhalten

von Katja imhof - Die Stadt Sursee hat kein eigenes Bier. Ein Manko, finden drei innovative Luzerner – sie wollen im Ort ihr «Soorser Bier» brauen.

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Bald können die Gründer Karin Wagemann, Alexander Oleschinsky und Herbert Blum ihr eigenes Bier trinken. (Bild: 20 Minuten/kat)

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Bald sollen sich die Surseer mit ihren eigenen Bier zuprosten können: «Die Idee für ein eigenes Bier war für uns naheliegend, denn Sursee ist eine Stadt mit Nachtleben, Brauchtum und zahlreichen Gastrobetrieben. Bisher fehlt nur noch das eigene Bier. Das wollen wir ändern», so Karin Wagemann (31), Geschäftsführerin der Soorser Bier AG. Mit von der Partie sind auch Wagemanns Ehepartner Alexander Oleschinsky (34) und Herbert Blum (50).

Bevor die drei mit Brauen loslegen können, ist für gegen Mitte April eine Aktienkapitalerhöhung der Soorser Bier AG geplant. Das Ziel: «Wir möchten so die Aktien den Bewohnern und Freunden von Sursee zugänglich machen und unser Investitionskapital erhöhen», sagt Wagemann.

Zuspruch aus der Bevölkerung

Die Soorser Bier AG steckt noch in den Kinderschuhen: «Wir sind bei der Planung, bekommen aber schon jetzt viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung und auf Facebook für unser Vorhaben», so Wagemann.

Sie betont: «Wir legen Wert auf ein regional produziertes Qualitätsprodukt. Der grösste Teil unseres Bieres wird deshalb mit Rohstoffen aus der Region gebraut.» Die Firma will einen Braumeister anstellen, um die Qualität sicherzustellen, und sucht derzeit nach Räumlichkeiten für die Brauerei – erste Gespräche fanden bereits statt. Der Preis des zukünftigen «Soorser Biers» ist noch nicht definiert, soll sich jedoch im gleichen Rahmen wie andere lokale Biere bewegen. Der Gerstensaft soll in Läden, im Restaurant und direkt ab Rampe verkauft werden.

Als erstes Bier ist ein Lagerbier geplant: «Wie der Geschmack des Bieres sein soll wird von einer Jury bestimmt, die aus unseren zukünftigen Aktionären besteht», so Wagemann. Das Lagerbier sei jedoch nur der Anfang, schreibt die «Surseer Woche»: Geplant sind mehrere verschiedene Braukreationen. Das Spezielle daran: «Wir möchten saisonale Biere brauen, abgestimmt auf die zahlreichen Brauchtümer von Sursee – wie zum Beispiel die Fasnacht oder die Gansabhauet», so Wagemann.

Nachfrage nach lokalen Biersorten da

Mit dem Soorser Bier geht der Trend zu kleinen, lokalen Brauereien in der Zentralschweiz weiter. Alain Meyer, Geschäftsführer der Lozärner Bier AG, bestätigt die Nachfrage nach lokalen Biersorten: «Wir haben ein erfolgreiches 2014 abgeschlossen und planen für das Jahr 2015 mit ähnlichen Zahlen. Auch wir sind auf Expansionskurs: Wir sind aktuell an der Eingabe des Baugesuch für eine neue Brauerei.»

Dass die Nachfrage nach lokalen Biersorten da ist bestätigt auch Mario Muther, Geschäftsführer der Kleinbrauerei Stiär Biär AG in Altdorf: «Es hat sicher immer Luft nach oben bei den Verkaufszahlen. Obwohl wir teurer sind als andere Bierkonzerne, sind wir zufrieden wie es bei uns läuft.»

Die Biervielfalt in der Zentralschweiz kann sich übrigens sehen lassen: Laut dem offiziellen Verzeichnis der steuerpflichtigen Inlandbrauereien gibts in der Zentralschweiz rund 35 Kleinst-, Mittel- und Grossbrauereien.

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