Mobile Story

15. November 2017 05:42; Akt: 15.11.2017 05:49 Print

Zuger Filmer drehen erstes Hochformat für SRF

von Jacqueline Straub - Der Kurzfilm «Leaked» wurde im Hochformat gedreht, experimentiert wild mit Emojis und bricht filmtechnische Tabus – ausgestrahlt wird er im SRF.

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Im Frühjahr 2017 hat die SRG in einem Wettbewerb Filmschaffende dazu aufgerufen, Beiträge für eine «Mobile Story» einzureichen. In der ersten Runde wurden Skripte für mögliche Kurzfilme eingeschickt. Unter den 25 eingereichten Projekten konnte das Zuger Jungunternehmen Tincan Media diesen Wettbewerb gewinnen und hat vergangenen Monat die Dreharbeiten für ihren Film «Leaked» abgeschlossen. «Wir haben uns sehr gefreut, als wir im Sommer erfahren haben, dass wir für das SRF drehen dürfen», sagt Raphael Willi, Geschäftsführer von Tincan.

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Das SRF vergebe immer wieder Auftragsproduktionen, jedes Jahr werden so Webserien produziert. Dieses Jahr habe es aber zum ersten Mal eine Ausschreibung zur Produktion von «Mobile Stories» gegeben, so Willi.

Film im Hochformat

«Mobile Stories sind kurze Filmchen, die primär über Social Media und Smartphones verbreitet werden», erklärt der Jungunternehmer. Da der Kurzfilm im Social-Media-Kanal von SRF MySchool zu sehen ist, wurde bewusst das Hochformat für den Dreh verwendet. Es sollen damit besonders Pendler und Mobile-Nutzer angesprochen werden. «Speziell ist die Machart unseres Filmes», sagt Willi. Dass ein Film im Hochformat gezeigt wird, sei einzigartig im SRF. Der Kurzfilm wurde jung und frisch geschnitten, erzählt eine «coole» Geschichte und soll vor allem Junge und Junggebliebene ansprechen, so der Geschäftsführer von Tincan.

Emojis im Film sollen Gefühle ausdrücken

Die verfilmte Geschichte von Eveline Stalder erzählt von einem jungen KV-Absolventen einer Immobilienfirma, der in Schwierigkeiten gerät, als ein anonymes Online-Video von ihm auf Instagram hochgeladen wird. Überzeugt habe das SRF neben der Geschichte jedoch der innovative Ansatz, erklärt Marketingleiter Peter Niederberger von Tincan. Der Film besteht aus elf kurzen Episoden, die jeweils etwa eineinhalb Minuten gehen.

«Wir experimentieren wild mit Emojis und Schriften, wie man das von Instagram kennt und scheuten uns nicht, filmtechnische Tabus zu brechen», sagt Niederberger. Die Emojis sollten die Gefühlslage des Protagonisten unterstreichen, seine Gedanken näher ausdrücken und eine «coole Ergänzung» im Film sein, so Willi.

Echte Schauspieler und Youtuber

Neben den gecasteten Schauspielern spielten im Kurzfilm zwei Youtuber mit, um die junge Szene ins Projekt integrieren zu können. «Auf die Nik Schneider und Morris Riesen (Hipster Gnogg) sind wir bei den Zuger Filmtage gestossen und haben sie für unseren Film angefragt», sagt der Jungunternehmer. Im Kurzfilm haben die Youtuber den Bezug zu den Social Media und bringen diese dem Zuschauer näher. Gedreht wurde vier Tage in der Region von Zug. «Das Schneiden war recht aufwendig», berichtet Willi.

Die Serie mit dem Titel «Leaked», was so viel wie «durchgesickert» heisst, wird ab kommendem Mittwoch, 22. November auf den Social-Media-Kanälen von SRF Myschool ausgestrahlt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Walaulta am 15.11.2017 06:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll denn das bloss?

    Was soll das mit Hochformat? Das kann man sich ja gar nicht richtig ansehen. Wir leben mit Querformat, das möge man so belassen. Es reicht, wenn man mit den Smartphones immer mal wieder - unverständlicherweise - in Hochformat filmt ...

    einklappen einklappen
  • James am 15.11.2017 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anmerkung

    Man filmt auch mit dem Handy im Querformat. Ansonsten filmt man einfach falsch.

  • Trackmaniac am 15.11.2017 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Na ganz toll...

    jetzt verursacht neben RTL & Co. sogar schon ein Schweizer Sender direkt Super-Aidsebola.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 15.11.2017 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Mit staatlicher Unterstützung?

    Sorry. Aber wir sehen im Querformat. Und auf dem Handy kann man auch ohne Probleme im Querformat filmen. Was soll dieser Blödsinn???? Bekommen die noch Geld aus dem Kulturfond?

  • D.Meier am 15.11.2017 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    doppelte Gebühren?

    Muss ich vermutlich bald doppelt Billag-Gebühren bezahlen. Habe zwar keinen Fernseher, aber de Monitor vom PC, den könnte ich theoretisch auch um 90 Grad drehen. Mach ich zwar nicht. Aber das spielt ja bei den Gebühren keine Rolle. Ich könnte schliesslich.

  • Säm am 15.11.2017 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Augen

    des Menschen stehen neben und nicht übereinander. Hochformatige Filme werden also höchstens von Ignoranten produziert.

  • Tom Wagner am 15.11.2017 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte?

    Wenn ich den Film auf dem Fernseher anschauen will, was dann? Drehe ich einfach den Fernseher oder was? So doof!

  • Doni am 15.11.2017 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    So ein Müll

    Es macht einfach keinen Sinn, in unserer Welt einen Film im Hochformat zu drehen.

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