repcheck.ch

08. August 2016 05:49; Akt: 08.08.2016 05:49 Print

Chamer verhilft Lenkern zur günstigsten Reparatur

Mit einer neuen Plattform will Marco Krättli aus Cham Autofahrern bei Schäden das Leben erleichtern: Die nötige Reparatur wird online eingetragen, die Offerten flattern ins Haus.

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Für Routinearbeiten wie Reifenwechsel sollen Autofahrer online einfach Offerten einholen können. (Bild: Colourbox.de)

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Viele Autofahrer kennen es: Man ist unterwegs, als plötzlich eine Kontrollleuchte aufblitzt – der Service oder der Ölwechsel steht an. Wer keinen Garagisten des Vertrauens hat, beginnt mit der Suche nach einem geeigneten Anbieter. Das mühsame Einholen und Vergleichen verschiedener Offerten will der Chamer Marco Krättli mit seiner Online-Plattform Repcheck.ch nun ändern: «Wir wollen den Kunden die günstigsten Angebote in ihrer Umgebung zeigen. So können sie schnell entscheiden», sagt der 39-Jährige. Zudem zielt das Angebot auch auf Neulenker ab: Autofahrer mit wenig Erfahrung bei Reparaturen würden so rasch einen Überblick erhalten.

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Kontakte erst beim Abschluss augestauscht

Das System funktioniert so: Auf der Webseite entscheidet man, welche Reparatur – etwa eine Bremsrevison oder der Wechsel des Zahnriemens – durchgeführt werden muss, welches Auto man fährt und ob man ein Ersatzauto benötigt. Zudem gibt man die Postleitzahl ein, in deren Nähe die Arbeit ausgeführt werden soll. «Das muss nicht zwingend beim Wohnort sein. Das Auto kann man auch vor der Arbeit in der Garage vorbeibringen und danach wieder abholen», so Krättli. Auch für unterwegs biete sich das System an, da nur Garagen im Umkreis von sechs Kilometern angezeigt werden.

Anschliessend wird an die Garagen im Umkreis ein Mail geschickt – diese können dann entscheiden, ob sie ein Angebot machen wollen. Sobald der Kunde eine Garage auswählt, werden die Kontaktdaten ausgetauscht. Kommt ein Abschluss zustande, verrechnet Repcheck dem Garagisten eine Vermittlungsgebühr. Für Blech- oder Carrosserieschäden eignet sich die Plattform jedoch nicht: «Dazu kann man keine Offerte machen, wenn sich das vorher nicht ein Fachmann angeschaut hat.»

Bewertungssystem soll folgen

Auf die Idee kam Krättli, als er das Auto seiner Frau zur Reparatur brachte: «Ich erhielt eine Offerte über rund 800 Franken. Am Schluss kostete es aber 1200 Franken», sagt er. Der Garagist hatte ungefragt weitere kleinere Arbeiten durchgeführt und diese verrechnet. «Das ist zwar gut gemeint, aber Scheibenwischwasser nachfüllen und anderes kann ich auch selbst – und es kostet viel weniger.»

Rund 4000 Autogaragen sind im System bereits eingetragen. Bis die Plattform fertig war, haben Krättli und seine beiden Geschäftskollegen – die alle in der IT-Branche tätig sind – rund sechs Monate gearbeitet. Doch ganz fertig ist sie noch nicht: «Es sollen noch weitere Reparaturmöglichkeiten wie etwa ein Kupplungswechsel integriert werden», sagt Krättli. Bald soll zudem ein Bewertungssystem folgen, bei dem die Kunden die Garagisten bewerten können.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E. Fröhlich am 08.08.2016 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Garagen sind Mangelware....

    Meine off. Vertragswerkstatt ist jeweils auf 3 Wochen hinaus ausgelastet. Beim letzten Service wurden mir Arbeiten berechnet die nachweislich nicht gemacht wurden, im Gegenzug der fällige Zündkerzenwechsel dann einfach ausgelassen. Mein Vertrauen in diesen Betrieb hält sich nun in Grenzen. Werde in Zukunft nur noch eine sog. Mehrmarkengarage berücksichtigen wo der Chef noch selber schraubt.

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  • Daniel Keller am 08.08.2016 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stochern im Nebel ohne Diagnosegerät

    Eine seriöse Reparatur - Offerte ist in solchen Fällen oft gar nicht möglich, wenn der oder die genauen Fehler vorab nicht durch das Diagnosegerät ausgelesen werden können! Günstige Stundenansätze bei Reparaturen sind möglicherweise attraktiv. Die hohen Ersatzteil - Preise in der Schweiz verteuern dann aber die Instandstellungen am Ende erheblich.

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  • Alfic Romaro am 08.08.2016 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Läuft bei den

    Zum Glück funktioniert auch die Website.. niiicht! Sicherlich überlasstet durch die ausfüllung einer Marktlücke :D

Die neusten Leser-Kommentare

  • Garagist am 09.08.2016 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind nicht die Garagen

    sondern Menschen. Wenn man Glück hat und der richtige Mann arbeitet wirds günstig wenn der Arbeistaufwand korrekt verrechnet wird.

  • Alpenkraft am 08.08.2016 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übrigens

    Die meisten Hobbymechs sind ausgebildete Mechaniker. Ich kenne keinen einzigen der fremde Autos bei sich in der Garage flickt und nicht auf diesem Beruf ausgebildet ist.

  • Ivo Stehrenberger am 08.08.2016 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    Super Idee. Wünsche viel Erfolg

  • Frank Euro am 08.08.2016 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geiz ist nicht geil

    Das Foto sagt schon alles: wenn ein Garagist so wie auf dem Bild Pneus von modernen (und leider oftmals sehr heiklen) Leichtmetallfelgen demontiert, werden die Felgen fast zwangsläufig beschädigt.. Günstig ist es dann nicht wirklich..

    • Automech am 08.08.2016 10:22 Report Diesen Beitrag melden

      ??? Was stimmt nicht ???

      Was bitte ist an diesem Bild nicht korrekt? Genau so montiert man einen Pneu!!!

    • Frank Euro am 08.08.2016 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Automech

      Ja früher oder in antiquierten Werkstätten.. Kuck Dir mal ne 20" Alufelge an nach einer derartigen Demontage eines Niederquerschnittreifens (den heute jedes zweite Auto drauf hat) an..

    • BMW Mech am 08.08.2016 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Reifen

      Frank Euro hat recht. In unserer Garage verwenden wir auch keine Pneuhebel um Pneus zu de/montieren. Mit der Maschine sind sogar Runflat Reifen kein Problem.

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  • Coke am 08.08.2016 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Es könnte funktionieren ;-)

    Das System funktioniert am besten, wenn man die Probleme genau schildern kann. Beispielsweise man war bei der MFK und dort werden die Problempunkte angegeben. Diese könnte man dann Fotografieren oder Video erstellen und so könnte sich eine Werkstatt ein Bild davon machen. Ich finde die Idee gut, jedoch wie immer sollte man die Möglichkeit haben, die Firma zu bewerten oder Referenzen einsehen können. So könnte man sich ein Bild machen :) Dazu kann heute bei Google jede Firma bewertet werden. Ob Spengler, Coiffeur, Hotel, Restaurant. Interessant wäre, wenn auch Firmen die Kunden bewerten könnten

    • Mr repcheck (Mike) am 08.08.2016 11:47 Report Diesen Beitrag melden

      DANKE! Wir haben einfach nur Freude :)

      Hey Coke, ich finde es nice, dass Du ein StartUp-Projekt mit Deinen Ideen direkt hilfst. Das Bewertungssystem wurde ins Storyboard aufgenommen und in kürze integriert werden. Aktuell werden wir mit Anfragen überhäuft und beantworten schnellst möglichst alle offenen Fragen von Garagisten und Usern. Es ist tatsächlich ein Spagat, die Userexperience (UI) möglichst hoch zu halten und trotzdem alle wichtigen Informationen für einen Reparaturauftrag ein zu sammeln. Momentan klappt das schon ganz gut, jedoch wird mit der Erfahrung alles noch besser ;)

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