Zuger Innovation

23. Oktober 2017 05:49; Akt: 23.10.2017 05:49 Print

«Wir ermöglichen legalen Genuss mit Hanf-Gebäck»

von Daniela Gigor - Die Zuger Confiserie Speck hat neu zwei Spezialitäten mit CBD-Hanfblüten im Sortiment, weitere zwei Produkte sind geplant. Erste Reaktionen sind positiv.

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Das Mandelgebäck Schoggi-Speckli und Shortbread, eine britische Biskuit-Spezialität, werden in der Zuger Confiserie Speck ab sofort nach einer erweiterten Rezeptur hergestellt und mit CBD-Hanfblüten angereichert. Die Idee dazu kam vom Verkaufsleiter während eines Innovationsmeetings. «Wir fanden die Idee gut und ich hatte sofort eine passende Rezeptidee», sagt Chef-Confiseur und Mitinhaber Peter Speck (54).

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Wie übliche Lebensmittel deklariert

Speck setzte seine Idee um und war überrascht, wie gut sein neues Schoggi-Speckli schmeckte. «Bei der Entwicklung der Produkte habe ich das erste Mal in meinem Leben Hanf probiert» sagt er. Dann sei es darum gegangen, zu eruieren, ob die Hanf-Gebäcke spezielle Bedingungen erfüllen müssten, wie die Haltbarkeit der Produkte sei und vor allem woher die CBD-Hanfblüten bezogen werden können.

Fündig wurde die Confiserie bei Swisscannabis. Weil die eingesetzte Hanfart mit Cannabidiol (CBD) eine nur schwach psychotrope Substanz enthält und nicht berauschend wirkt, können die Gebäcke wie übliche Lebensmittel deklariert werden.

Rasche Realisierung der Idee

Während die Lancierung eines neuen Produktes laut Speck normalerweise etwa ein Jahr benötige, seien die beiden CBD-Hanfblüten-Gebäcke inklusive Verpackung und Aufkleber in nur zwei Monaten realisiert worden. Speck spricht von Lifestyle-Produkten: «Wir ermöglichen legalen Genuss mit Hanf-Gebäcken.»

Nach Genuss «sehr, sehr entspannt»

Trotzdem rät Speck bei der Abgabe der Gebäcke an Kinder zur Zurückhaltung. Ein Schoggi-Speckli enthält 13 Milligram CBD. Laut Speck entspricht dies einer mittleren Dosierung für eine etwa 50 Kilogramm schwere Person. «Meine Frau ist eine taffe, herausragende Persönlichkeit, die weniger als 50 Kilogramm wiegt. Als sie ein Schoggi-Speckli auf nüchternen Magen ass, war sie anschliessend sehr, sehr entspannt», sagt Speck weiter. Andere Probanden hätten nichts gespürt. Jeder reagiere eben anders auf Hanf. Seine Gebäcke könnten entspannen, aber auch anregen.

Fünfstelliger Kilopreis

Während ein Schoggi-Speckli ohne Hanf im Online-Shop zwei Franken kostet, wird das Hanf Speckli für 3,90 Franken angeboten. Dies laut Speck deshalb, dass die Produktion und die Verpackung aufwändiger sei. «Ausserdem kostet ein Kilogramm Hanf einen fünfstelligen Betrag», so Speck weiter. Dennoch tüftelt er an zwei weiteren Hanf-Produkten herum.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MacSmokeAlot am 23.10.2017 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    teuer

    1kg kostet einen 5 stelligen betrag? da hat sich der gute aber gewaltig über den tisch ziehen lassen

    einklappen einklappen
  • Growlander am 23.10.2017 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cannabiszeit

    Um etwas Legales zu machen, braucht es nicht allzuviel Mut. Die Pioniertaten sind bereits getan, die Protagonisten bestraft worden. Solche Aktionen helfen ein kleines Bisschen, das unsägliche Cannabisverbot zu verwässern. Leider beruhigt es andererseits ein wenig das Gewissen der Politiker, die es bisher aus Feigheit nicht gewagt haben, der Gerechtigkeit genüge zu tun. Es wird nun wirklich Zeit, diese wunderbare Pflanze voll und ganz zu rehabilitieren.

  • Cebedäus Cannabinol am 23.10.2017 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haschischküchlein

    Ja, und ich backe 1g bestes Haschisch in ein Majoon-Täschen (Marokkanisches Gebäck), und bin danach auch sehr entspannt. Die Wirkung ist wirklich seeeeehr verschieden von Mensch zu Mensch.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Elisabeth B. am 23.10.2017 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee und erst noch fein

    Wow diese Shortbread sind extrem fein. Habe an der Zuger Messe eine Schachtel gekauft. Peter ich bin begeistert :-)

  • Der Russe am 23.10.2017 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Dauersmoker

    Kann mir jemand mal bitte diesen CBD-Hype erklären? Ich rauche seit ich 14 war Gras. Heutzutage rauche ich im Monat im Schnitt um die 80 bis 100g (keine Übertreibung) ich arbeite hart, verdiene mein Geld, hatte noch nie einen Unfall und bin seit 10jahren nicht mehr krank gewesen. Habe als das CBD als beim PaffPaff (1. Verkäufer) gekauft und fand es a)Enorm "Grusig" (trotz angeblicher Norther Lights) b) sinnlos mehr Geld fürs legale mit 0% Wirkung auszugeben (war 28%CBD und 0.94THC)

    • Der Chrütlischweizer am drülle am 23.10.2017 14:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Der Russe

      Das Wort "Hype" erklärts ja bereits... Ist halt einfach ein Hype. Besonders für all diejenigen, welche sich kein richtiges Dope aufstellen können. Das Cannabinoid CBD (eines von tausenden in der Cannabispflanze, und das, was eben die körperliche Aktivität unter anderem runterfährt und so beruhigt) ist seit zig Jahren bekannt und wird auch entsprechend genutzt. Wer das ganze Wirkspektrum von Marihuana erleben will, der greift logischerweise nicht auf "kastrierten" CBD-Hanf zurück. Ist offensichtlich.

    • albert am 23.10.2017 14:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Russe

      verstehe ich auch nicht und lebe auch so wie du :) ist meiner meinung nach höchstens eine gute geschäftsoption bis das richtige endlich mal dran käme legal zu werden..

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  • fred am 23.10.2017 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    cbd in essen ist nicht legal

    so viel mir bekannt ist , ist es in der schweiz nicht erlaubt cbd in esswaren zu verkaufen ... also macht er sich strafbar

    • trolljäger am 23.10.2017 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @fred

      interessant. darüber ist steht nichts zu finden. Hirngespinst?

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  • Kunde 1 am 23.10.2017 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genuss

    Bei Speck kaufte ich immer die feinen Speckli. Ab sofort kaufe ich wieder nebenan bei Meier die Original Zuger Kirschtorte.

  • K. Glaser am 23.10.2017 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Schritt in die richtige Richtung.

    Ich finde das sehr gut. Hanf kann vielfältig verarbeitet werden und gerade Süssigkeiten eignen sich sehr gut. Ich würde mich freuen, wenn es diese Produkte bald mit mehr als nur einer Sorte Hanf gibt - gerne auch mit THC. Dann kann der Bürger selbst entscheiden, was er will und was nicht, und hört die staatliche Bevormundung endlich auf. Erwachsene sind keine Kindergärtler und brauchen keine Bevormundung.

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