Tierpark Goldau

02. März 2017 05:51; Akt: 02.03.2017 12:57 Print

Baby-Geier frisst schon nach einer Woche Knochen

von Daniela Gigor - Nach 52 bis 58 Tagen Brutzeit ist vor kurzem ein weiteres Küken des Bartgeier-Paares Mascha und Hans geschlüpft. Flügge dürfte das Tier Ende Mai werden.

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Geht es um die Aufzucht von Nachwuchs, haben die Bartgeier Mascha (27) und Hans (24) vom Tierpark in Goldau viel Erfahrung: Das Küken, das am Mittag des 25. Februar geschlüpft ist, macht das Dutzend voll. Kaum auf der Welt, wiegt das Jungtier etwa 180 bis 200 Gramm.

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«Ob das Küken weiblich oder männlich ist, wissen wir noch nicht», sagt Tierpfleger René Gisler. Dies könne erst später bestimmt werden, wenn dem Tier Blut für die DNA entnommen werden kann. In der Regel würden Bartgeier jeweils zwei Eier legen. Beim Bartgeier-Paar Mascha und Hans sei es aber üblich, dass sie ein Ei legen und ausbrüten würden.

Ein Küken bedeutet viel Arbeit für Mascha und Hans: Sie müssen es füttern, wie auf dem Live-Stream der «Schweizer Familie» zu beobachten ist. Auf der Speisekarte stehen für den kleinen Bartgeier Kaninchen- und Ziegenfleisch sowie Schafsknochensplitter. Gisler: «Bereits etwa nach einer Woche nachdem das Küken geschlüpft ist, erhält es die ersten Knochensplitter. Auch das Jungtier kann diese mit seiner scharfen Magensäure auflösen.»

Steine sind Bartgeiers Knochenschmiede

In der freien Natur ernähren sich die Bartgeier von Kadavern, und dies zu 80 Prozent von deren Knochen. Ausgewachsene Bartgeier können Knochen verschlingen, die bis zu 15 Zentimeter lang sind. «Grössere Knochen lassen die Bartgeier immer wieder auf Steine fallen, damit die Knochen in schnabelgerechte Stücke zersplittern», sagt Gisler weiter. Bartgeier würden für die Zersplitterung praktisch immer dieselben Steine benützen. Darum werden laut Gisler diese Steine auch Knochenschmiede genannt. Diese Fähigkeit, Knochen zu zersplittern, wird den Küken ins Nest gelegt. Mit wachsender Erfahrung wird das Teilen von Knochen aber verbessert.

Wie die Zukunft des frisch geschlüpften Bartgeiers aussieht, ist noch nicht klar. Gisler: «Es wird später bestimmt, ob es ausgewildert wird oder in einen anderen Zoo umzieht.» Dann wird der Jungvogel auch einen Namen erhalten.

Auch Daniel Hegglin, Geschäftsführer der Stiftung Pro Bartgeier, kann sich über die Zukunft des Goldauer Kükens noch nicht äussern: «Es handelt sich um ein internationales Zuchtprogramm. Wir versuchen im Gesamten die bestmögliche Lösung für das Küken zu finden.»


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonne am 02.03.2017 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tierpark Goldau HIP!!

    Den Tierpark Goldau ist mein absoulter Lieblings"zoo". Die Tiere haben viel Auslauf und haben wunderschöne Teretoriums. Am meisten gefällt mir, dass die Rehe frei herum laufen :-)

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  • Letzi Parker am 02.03.2017 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Zoo zufrieden

    Tiere leben im Zoo behütet und geschützt, während sie in freier Wildbahn ständig gefahren ausgesetzt sind. Ist beim Mensch auch so. Sobald wir aus dem Haus gehen, lauern gefahren und das immer mehr.

  • Walter Meier am 02.03.2017 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feldhase, Schneehase, Auerhuhn und Co

    Herzig, die jungen Bartgeierchen. Deren spätere Auswilderung halte ich aber für falsch, weil wir sehr viele bedrängte Kleintierarten haben, welche auf dem Speiseplan der Greifvögel stehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sonne am 02.03.2017 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tierpark Goldau HIP!!

    Den Tierpark Goldau ist mein absoulter Lieblings"zoo". Die Tiere haben viel Auslauf und haben wunderschöne Teretoriums. Am meisten gefällt mir, dass die Rehe frei herum laufen :-)

    • Gugelhopf am 03.03.2017 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sonne

      Im Tierpark Goldau laufen keine Rehe frei herum ! Das sind alles Sika-Hirsche Rehe sind viel zu scheu

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  • Walter Meier am 02.03.2017 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feldhase, Schneehase, Auerhuhn und Co

    Herzig, die jungen Bartgeierchen. Deren spätere Auswilderung halte ich aber für falsch, weil wir sehr viele bedrängte Kleintierarten haben, welche auf dem Speiseplan der Greifvögel stehen.

    • P. Meier am 02.03.2017 21:09 Report Diesen Beitrag melden

      Bartgeier jagen nicht aktiv

      Lesen und verstehen ist nicht einfach. Bartgeier ernähren sich von Aas und dabei haben sie sich auf die Knochen spezialisiert. Die Kleintierarten interessieren sie nicht, solange sie noch leben.

    • Dr. Stolte am 02.03.2017 22:37 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht Pandas?

      Das sind ganz possierliche Tierchen. Sie ernähren sich vor allem von Bambussprossen und bedrängte Kleintierarten stehen nicht auf ihrem Speiseplan.

    • P.k. am 03.03.2017 13:12 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Ahnung

      Haben Sie gelesen von was sich ein Bartgeier ernährt? Die Gefahr für die von Ihnen genannten Tiere ist der Mensch. Die Tiere haben keinen Lebensrsum mehr weil sich der Mensch immer weitdr ausbreitet.

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  • Letzi Parker am 02.03.2017 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Zoo zufrieden

    Tiere leben im Zoo behütet und geschützt, während sie in freier Wildbahn ständig gefahren ausgesetzt sind. Ist beim Mensch auch so. Sobald wir aus dem Haus gehen, lauern gefahren und das immer mehr.

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