Fall Ibergeregg

13. September 2012 15:15; Akt: 13.09.2012 16:56 Print

Osteuropäer entkam mit Hilfe von Komplizen

Der von der Polizei getötete Moldawier hat mehrere Einbruchdiebstähle verübt. Sein Kollege entwischte der Polizei vermutlich im Komplizenauto über die Grenze nach Italien.

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In Ibergeregg (B) ist der Osteuropäer der Polizei entwischt. In Aufiberg (A) konnte der Mann verhaftet werden. In der Nacht auf Donnerstag, 13. September 2012 wurde in der Gegend um die Ibergereggstrasse abgesucht. Die Polizei fahndete nach einem Osteuropäer, der nach einer Polizeikontrolle zu Fuss geflohen war. Die Polizei hielt auch in der Nacht noch alle Autos an und durchstuchte sie. Die Insassen mussten sich ausweisen. Die Suche im Gelände wurde im Dunkeln mit Nachtsichtgeräten fortgesetzt. Schon am Tag hatten Fahnder alle Gebäude, von Wohnhäusern über Scheunen bis hin zu Ställen abgesucht. In diesem Auto sassen zwei Personen, als die Polizei es kontrollierenwollte: Der gestohlene Wagen wird, abgedeckt und eskortiert von Polizeiwagen, abtransportiert. Einer der beiden Insassen wurde bei der Kontrolle erschossen. Die Kontrolle des geklauten Autos fand am Mittwochmorgen (12.9.2012) auf der Ibergereggstrasse im Kanton Schwyz statt. Dabei schoss ein Polizist einmal auf einen der Insassen Ein 24-jähriger, zur Fahndung ausgeschriebener Moldawier wurde vom Schuss tödlich getroffen. Der zweite Mann floh und worauf die Polizei den ganzen Tag und die ganze Nacht fieberhaft nach ihm suchte. Die Polizei sucht das Gebiet, in dem sie den Flüchtenden vermutete, mit Polizeihunden und einem Polizeihelikopter ab. Die Schiesserei soll sich im Bereich des Restaurants «Windstock» (roter Kreis) ereignet haben. Dort hat die Polizei nun ihr Quartier bezogen. Schwer bewaffnete Polizeigrenadiere durchkämmen die Gegend, für Passanten ist kein Durchkommen mehr. Überall stehen Polizisten mit schussbereiter Waffe. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen kurz vor 6.00 Uhr. Die Ibergereggstrasse war darauf gesperrt worden. Nur Anwohner wurden nach einer Kontrolle noch durchgelassen. Weshalb ein Polizist einen Schuss abgab und weswegen der erschossene Moldawier von der Polizei gesucht wurde, wollen die Verantwortlichen noch nicht bekannt geben.

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In der Nacht auf Mittwoch, 12. September, wurden in Schattdorf UR vier Einbrüche in der Industriezone verübt. Dabei stahlen die Einbrecher diverse Geräte sowie Bargeld und entwendeten zwei Autos. Die genaue Deliktsumme kann zurzeit nicht beziffert werden.

Die gestohlenen Autos schrieb die Polizei sofort zur Fahndung aus. Eines hielt die Schwyzer Polizei am Mittwochmorgen auf der Ibergereggstrasse in Rickenbach/SZ an. Als die Patrouille dessen Insassen kontrollierte, schoss ein Polizist. Ein 24-jähriger Fahrzeuginsasse erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch vor Ort verstarb.

Via Stabio nach Italien

Dem zweiten Mann im Auto gelang die Flucht, worauf die Polizei eine Grossfahndung nach ihm einleitete. Den ganzen Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag wurde die Gegend von Polizisten, Hunden und einem Helikopter abgesucht.

Vermutlich ist der Flüchtige aber mit einem oder mehreren weiteren Komplizen über die Grenze entkommen. Denn das zweite in Schattdorf gestohlene Auto hat am Mittwochmorgen in Stabio TI die Grenze zu Italien passiert. Es war mit gestohlenen Urner Kontrollschildern versehen.

Im Auto, das bei der Kontrolle in Rickenbach angehalten wurde, befanden sich diverse Geräte, welche bei den Einbrüchen in die Industriezone bei Schattdorf entwendet worden waren.

Im Kanton Zürich zur Verhaftung ausgeschrieben

Beim Todesopfer handelt es sich um einen 24-jährigen Moldawier. Er war bereits vor der Tat wegen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz im Kanton Zürich zur Verhaftung ausgeschrieben.

Die Ermittlung der kantonalen Staatsanwaltschaft mit Unterstützung des Forensischen Instituts Zürich, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich und der Zuger Polizei zum Tathergang und der Todesursache laufen. Zum Stand der Ermittlungen kann die Kantonspolizei Schwyz zurzeit keine weiteren Angaben machen.

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