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30. November 2012 15:31; Akt: 30.11.2012 15:52 Print
Zuger FDP-Stadtrat Ivo Romer tritt zurück
Nach heftigen Vorwürfen wird der Zuger Stadtrat und Finanzvorstand Ivo Romer (FDP) am kommenden Dienstag sein Amt zur Verfügung stellen. Er soll eine ältere Dame um Millionen erleichtert haben.

Für die Zuger FDP-Präsidentin Chris Oeuvray ist Ivo Romer als Stadtrat nicht mehr tragbar.
Kurz nach der Aufforderung seiner Partei hat der Zuger FDP-Stadtrat Ivo Romer reagiert und seinerseits den Rücktritt erklärt. Am kommenden Dienstag wird er diesen offiziell bekanntgeben, wie die Stadt Zug mitteilt.
Der Entscheid zum Rücktritt fiel an einer ausserordentlichen Sitzung des Zuger Stadtrates, an der die Situation «eingehend mit Ivo Romer diskutiert» worden sei. Dabei habe der Finanzvorstand noch einmal bekräftigt, «dass die Anschuldigungen an seine Person jeglicher Grundlage entbehren.»
Die Vorverurteilungen in der Öffentlichkeit hätten sich auch auf die Gesundheit des Politikers ausgewirkt. Aus diesem Grund werde er im Anschluss an die Stadtratssitzung vom kommenden Dienstag seine Demission bekannt geben.
Der Rücktritt stelle in keiner Weise ein Schuldeingeständnis dar, heisst es in der Mitteilung. Die Stadtregierung bedauere es ausserordentlich, dass es zu dieser Situation gekommen sei und die «ausgezeichnete Zusammenarbeit» mit Romer nicht weitergeführt werden könne.
FDP forderte Konsequenzen
Am Dienstag hat der Zuger Stadtrat Ivo Romer seine Partei, die FDP der Stadt Zug, darüber informiert, dass gegen ihn eine Strafanzeige laufe. Am Mittwoch sprach er bei der Kantonalpartei vor. Am Donnerstag erschien dann der Artikel in der «Weltwoche», der die Veruntreuungsvorwürfe gegen den Finanzvorsteher publik machte.
Dass Romer seine Partei nur einen beziehungsweise zwar Tage vor Veröffentlichung der Vorwürfe informierte – also rund vier Wochen, nachdem die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen ihn diverse Hausdurchsuchungen durchgeführt hatte – stiess der Zuger FDP sauer auf. «Ich will nicht behaupten, dass uns Ivo Romer nur aufgrund des angekündigten Medienberichts gegen ihn über die Vorwürfe in Kenntnis gesetzt hat. Es war aber so, dass sein Vorgehen zu einem Vertrauensverlust führte», sagt Chris Oeuvray, die Präsidentin der Stadtzuger FDP, gegenüber 20 Minuten Online.
Ivo Romer ist deshalb nach Ansicht seiner Partei nicht mehr in der Lage, sein Amt glaubwürdig auszuführen. Die FDP von Stadt und Kanton Zug forderten den Politiker auf, sein Amt sofort niederzulegen. «Wir haben das Gespräch mit ihm gesucht und ihm klargemacht, dass wir einen Rücktritt per sofort erwarten», so Oeuvray. «Die Entscheidung liegt nun bei Ivo Romer. Uns sind die Hände gebunden – wir können nicht mehr tun, als ihm unsere Sicht der Dinge mitzuteilen.»
Romer soll alte Frau um Millionen erleichtert haben
Die «Weltwoche» hatte in ihrer Ausgabe vom Donnerstag publik gemacht, dass eine Strafuntersuchung gegen Romer geführt wird und es Ende Oktober an mehreren Orten zu Hausdurchsuchungen gekommen war. Nach der Veröffentlichung des Artikels beschlossen die Parteileitung der Stadtzuger FDP und Romer vorerst, dass der Finanzvorstand seine Parteimitgliedschaft bis zum Abschluss des Verfahrens sistieren solle. Nun, nur einen Tag später, fordert die Parteileitung Romers Rücktritt.
Die Zuger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Romer wegen «Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung». Gemäss Recherchen der «Weltwoche» soll er als Finanzberater das Vertrauen einer älteren Frau missbraucht und mehrere Millionen Franken in die eigene Tasche gesteckt haben.
(jbu/sda)
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Alle 7 Kommentare

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Gut so
FDP? Meine Güte ich dachte immer die bösen SVP sei sooooo unterbezahlt. Ender die haben teure Frauen oder ein teures Hobby :)
FDP auf Irrfahrt
Statt Yvo Romer lieber Christian Varone? Wo ist der Unterschied?
Diskriminierend
Das ist ein Romer-Problem und hat mit der FDP nichts zu tun.
Mit der FDP nichts zu tun ...
Ja so einfach ist das nicht mit der FDP.