Wut und Enttäuschung

24. November 2012 15:00; Akt: 24.11.2012 19:56 Print

1500 Luzerner protestieren gegen Sparkurs

Was man sonst vorwiegend aus kriselnden EU-Ländern kennt, geschah am Samstag auch in Luzern. 1500 Personen gingen auf die Strasse, um gegen das Sparprogramm der Regierung zu protestieren.

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Die Luzerner Demonstranten befürchten einen «Leistungs- und Bildungssabbau». (Bild: Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personalorganisatione)

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Rund 1500 Personen haben am Samstag in Luzern gegen das Sparprogramm der Kantonsregierung demonstriert. Sei folgten damit einem Aufruf der Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personalorganisationen (ALP), der 17 Verbände und Organisationen angeschlossen sind.

«Das bevorstehende ruinöse Sparprogramm hat in unseren Personalverbänden Kopfschütteln, Enttäuschung und Wut ausgelöst», sagte ALP-Präsidentin Annamarie Bürkli gemäss Mitteilung. Die Demonstranten forderten die Luzerner Regierung auf, auf den «Leistungs- und Bildungssabbau» zu verzichten.

Aus Sicht der Protestierenden ist das Sparprogramm nicht aus Not, sondern aus Zufall entstanden. Die Personalorganisationen seien überdies bei der Planung des Sparprogrammes übergangen worden, kritisierte Bürkli. Die ALP startete am Samstag eine Unterschriftensammlung gegen das Sparprogramm des Kantons.

Ende Oktober hatte der Kanton Luzern für das Jahr 2013 ein Defizit angekündigt. Das Sparpaket soll den Staatshaushalt 2013 um 57,7 Millionen Franken und 2014 um 111,8 Millionen Franken entlasten.

Nicht nur in Luzern

Fast alle Kantone budgetieren für das nächste Jahr rote oder nur knapp schwarze Zahlen. Um nicht für Jahre in Defizite abzurutschen, fassen die Regierungen Sparpakete ins Auge, welche insbesondere auch die Staatsangestellten zu spüren bekommen.

Die Luzerner sind nicht die einzigen, die deswegen auf die Strasse gingen. Am 15. November gaben 4000 St. Galler Staatsangestellte an einer lautstarken Demonstration ihrem Unmut über die «Sparschweinerei» Ausdruck. Auch in anderen Kantonen wie etwa im Tessin sowie in der Romandie gingen Staatsangestellte aus Protest gegen Sparmassnahmen bereits auf die Strasse.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dany am 24.11.2012 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beste Grüsse nach LU & SG

    Es gibt nur 3 Möglichkeiten: Ausgaben senken, Sparen oder Steuern erhöhen. Also, nicht demonstrieren sondern eine der 3 Möglichkeiten wählen.

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  • Marco N. am 25.11.2012 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wehrt Euch gegen Boomerang-Sparmaßnahmen

    Es wurde an der Zeit, dass endlich auch Schweizer Staats- und andere -angestellte auf die Strasse gehen. Lehrer, die sowieso schon massiv unterbezahlt sind, leiden zu fast 50% an Burn Out, denn in den Ferien arbeiten die meisten von ihnen volle Pulle durch. Also: wehrt Euch Schweizer aller Berufsgruppen, die unter diesen Boomerang-Sparmaßnahmen leiden.

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  • Arnoldo am 25.11.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Kurzsichtige Politiker!

    Einsparungen bei Bildung ist sehr kurzsichtig!Es gibt Jugendliche die gewillt sind eine gute Ausbildung zu absolvieren und denen gilt es diese auch zu ermöglichen,das ist unsere Zukunft! Haben Politiker ihre Ausbildung vergessen? Will Politik die Steuerzahler klein halten,er darf zahlen aber keine Fragen und Forderungen stellen!Ein informierter Steuerzahler ist unbequem,der hinterfragt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fränzi Heuscher am 25.11.2012 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Warum spart man bei uns?

    Wir sind das Personal und wir Arbeiten sehr hart. Jetzt wird wieder einmal gespart, und das auf unserem Buckel. Die Politiker sollen doch einfach die Steuern erhöhen, dann können sie uns auch mehr Geld geben. Steuerzahler hat es genug. Stellt euch einmal vor es würde uns nicht geben, wer würde sich denn um eure eingereichten Steuerformulare kümmern? Wer würde die Steuerrechnung ausstellen ohne uns? Oder all die Statistiken erstellen?

    • Ein Steuerzahler am 25.11.2012 22:26 Report Diesen Beitrag melden

      Aufhören zu jammern

      Kantonsangestellte verdienen überdurschnittlich gut, haben attrative Arbeitszeiten und Pensionskassen. Ihr solltet also aufhören zu jammern.

    • Marius Strebel am 26.11.2012 15:01 Report Diesen Beitrag melden

      Es geht um die Qualität

      Es geht hier doch nicht um Lohnforderungen. Es geht hier um einen Qualitätsabbau in unserem Bildungswesen! Da wird die Unternehmenssteuer halbiert und dann fehlen nächstes Jahr 60 und im Jahr darauf 120 Millionen Franken. Statt zu denken und zu sparen wird einfach bei der Qualität eingespart. Bei einem solchen Missmanagement und bei solchen Fehlentscheiden sollte eigentlich unser Finanzdirektor zurücktreten.

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  • Eidgenosse X. am 25.11.2012 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer bei der Bildung spart..

    .. hat das System nicht verstanden und sollte nichts mit deren Organisation zu tun haben!

    • alleshatgrenzen am 25.11.2012 23:03 Report Diesen Beitrag melden

      ergo...

      ... Polizei abschaffen, Strassenreinigung eliminieren, Passbüro schliessen etc. Steuern erhöhen und unsere lieben Kinderlein am besten ein Leben lang in der Schule verwöhnen.

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  • Marco N. am 25.11.2012 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wehrt Euch gegen Boomerang-Sparmaßnahmen

    Es wurde an der Zeit, dass endlich auch Schweizer Staats- und andere -angestellte auf die Strasse gehen. Lehrer, die sowieso schon massiv unterbezahlt sind, leiden zu fast 50% an Burn Out, denn in den Ferien arbeiten die meisten von ihnen volle Pulle durch. Also: wehrt Euch Schweizer aller Berufsgruppen, die unter diesen Boomerang-Sparmaßnahmen leiden.

    • Steffan Imfeld am 26.11.2012 10:54 Report Diesen Beitrag melden

      Jamer Lehrer

      Ja die armen Lehrer ich hatte 2 freundinen die den lehrer beruf ausübten und die haten 13 wochen Ferien ohne etwas zu tun in der zeit und zusäzlich jeden mitwoch nachmitag bei einem einstigslohn den ich asl Dip technicker HF in der maschinen Industrie erst nach 6 jahren berufserfahrung ins auge fassen kann allso sehe ich kein handlungsbedarf bei den Lehrpersonen sie solten mal aufhören zu jamern den jeder kann ja seine berufsgruppe wechseln wen er will!!!!!!!!!!!!

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  • Just Me am 25.11.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Halb so schlimm

    Solange nur Priviligierte streiken. Schlimmer wird's wenn dann die Verkäuferinnen und dergleichen beginnen zu streiken.

    • Stefan Rust am 26.11.2012 15:06 Report Diesen Beitrag melden

      Privilegiert

      Wer streikt wegen was? Gestreikt wird, weil durch die Sparmassnahmen die Qualität in der Bildung nicht mehr gewährleistet werdn kann. So geht unsere Bildung vor die Hunde und ja... so können sich dann eben nur noch privilegierte eine gute Schulbildung leisten.

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  • Arnoldo am 25.11.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Kurzsichtige Politiker!

    Einsparungen bei Bildung ist sehr kurzsichtig!Es gibt Jugendliche die gewillt sind eine gute Ausbildung zu absolvieren und denen gilt es diese auch zu ermöglichen,das ist unsere Zukunft! Haben Politiker ihre Ausbildung vergessen? Will Politik die Steuerzahler klein halten,er darf zahlen aber keine Fragen und Forderungen stellen!Ein informierter Steuerzahler ist unbequem,der hinterfragt!

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