Luftbrücke in Uri

08. März 2017 15:08; Akt: 08.03.2017 19:19 Print

20 Minuten nimmt Sie im Heli mit nach Bristen

Das Urner Bergdorf Bristen ist nach einem Erdrutsch für Wochen von der Aussenwelt abgeschnitten. In den kommenden Tagen muss die Armee für die Versorgung sorgen.

So sieht die abgerutschte Stelle aus dem Helikopter aus. (Video: nk)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Schweizer Armee hat am Mittwoch mit Helikoptern eine Luftbrücke für die Versorgung des Urner Bergdorfs Bristen eingerichtet. Das Dorf in der Nähe von Amsteg ist seit einem Erdrutsch am Sonntag nur noch aus der Luft oder zu Fuss erreichbar. «Am Mittwochmorgen fand ein Zivilflug statt, der Lebensmittel nach Bristen brachte und auf dem Rückflug Leergut transportierte», sagt Ignaz Zopp, Vorsteher des Amts für Bevölkerungsschutz und Militär im Kanton Uri.

500 Urner von der Aussenwelt abgeschnitten

Am Nachmittag hätte die Armee Rekognoszierungsflüge nach Silenen und Bristen unternommen. Laut Zopp konnte die Bevölkerung von Bristen ihre Bedürfnisse mitteilen. Anschliessend findet eine Beurteilung statt und in der Folge wird für die Einsätze des Militärs und eines Zivil-Helikopters am Donnerstag entschieden, welche Güter zwischen Amsteg und Bristen hin- und her geflogen werden.


20 Minuten nimmt Sie im Armeeheli mit nach Bristen (Video: 20 Minuten/Noah Knüsel)

Flüge für Diesel und Milch

Zopp: «Am Donnerstag steht etwa ein Milchtransport aus Bristen an. Ausserdem muss ein Geschäft mit Lebensmitteln versorgt werden.» Auf dem Rückflug würde wieder Leergut mitgenommen. «In den nächsten Tagen muss auch ein Tank mit 1000 Litern Diesel mit einem Militärhelikopter nach Bristen geflogen werden», sagt Zopp weiter. Dies sei ein Anliegen der Gemeinde und der Feuerwehr. Am Donnerstag sind am Morgen zwei und am Nachmittag eventuell weitere zwei Flüge geplant.

Der Katastrophenhilfeeinsatz der Armee soll maximal drei Wochen dauern. Eine weitere Erleichterung für die Bevölkerung von Bristen könnte sich nächste Woche ergeben. Dann kann voraussichtlich die Standseilbahn des Kraftwerks wieder in Betrieb genommen werden.


(Video: 20 Minuten)

Bristen mit seinen rund 450 Einwohnern ist für den motorisierten Verkehr nicht mehr erreichbar, weil am letzten Sonntag ein Erdrutsch einen rund zehn Meter langen Abschnitt der Strasse nach Amsteg verschüttete. Das Dorf ist damit nur noch aus der Luft oder per 25-minütigen Fussmarsch zu erreichen.


(Video: 20 Minuten)

(bee/nk/dag/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • P..Meier am 08.03.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso wieder die Armee?

    Ich hätte eigentlich erwartet, dass nun endlich einmal die Armeegegner, die GSOA und andere Schwätzer gezeigt hätten, wie man sowas umgehend und professionell organisiert!

    einklappen einklappen
  • Schirna z am 08.03.2017 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Danke dass ihr da seit für diese Land

    Danke Militär. Und es gibt eine Gruppe Mensch in de Schweiz die das Militär abschaffen will!! Aber nur das Militär hat die Mittel und die Gräte und die Leute sofort zur Verfügung wenn so etwas passiert!!! Bitte mal nachdenken.. Danke

    einklappen einklappen
  • Bürger am 08.03.2017 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Armee

    Das finde ich super! Darf auch länger dauern.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin U. am 09.03.2017 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Dorf räumen

    Seid ihr Irre oder was. Wegen 480 Leuten ein solches Büro aufmachen. Dorf verschieben da in Gefahrenzone. Aber ihr zahlt lieber all paar Jahre x hunderttausend für ein paar Köpfe dort oben. Ist ja nicht dsas erst Dorf das nicht mehr (rentiert)

  • Etzler am 08.03.2017 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öv Erschliessung

    Endlich kann ich mein GA 1. Klasse nutzten und mit dem Heli von Bristen runter zur Arbeit und wieder rauf nach Hause fliegen. Sonst fährt ja nur alle paar Stunden ein Postauto. Eine bessere Öv Erschliessung als jetzt könnte ich mir kaum wünschen,

  • Peter Schmid am 08.03.2017 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konkurrenz mit Billigfliegerei der Armee für Zivil

    Eigentlich nichts gegen den Armeeeinsatz, aber es gibt zivile Helikopterfirmen die Arbeiter und Steuern bezahlen. Zuerst sollte diese die Arbeit bekommen, im Notfall oder bei einer Überlastung der Zivilen darf die Armee helfen.

    • Unternehmer am 08.03.2017 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Schmid

      die Armeepiloten machen auch Flüge wenn sie diese Luftbrücke nicht unterhalten. Die Kosten für den Staat wären folglich bedeutend höher wenn zusätzlich ein privates Unternehmen beauftragt wird. Zudem arbeitet die Armee zu Selbstkostenpreisen und ist nicht gewinnorientiert wie ein Privatunternehmer

    einklappen einklappen
  • Zauberfuchs am 08.03.2017 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strom und Wasser

    Habt ihr Strom und Wasser, ist es deutlich angenehmer als ohne. Heizen, duschen, trinken, WC funktionieren so. Aber 20', wieso dahin fliegen? Für die Sensationsgeilheit? Wenn schon, dann helfen!

  • Guter Ratschlag am 08.03.2017 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu teuer - selber schuld

    Ich verlange, dass diese Leute, die sich anscheinend nicht mit Vorräten eindecken, die immens teuren Helikopter-Kosten zu tragen haben. Dann würden sie sich vielleicht etwas einschränken und um eine günstigere Variante nachfragen. Gibt es eigentlich noch Train-Soldaten mit Maultieren? Ein bisschen Einschränkung wäre sicher angesagt! Die sind sich das ja gewohnt, schliesslich wohnen die ja dort wo Fuchs und Hase ...

    • Trotzdem Patriot am 08.03.2017 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Guter Ratschlag

      gratuliere zu Deiner Meinung. Stehe voll hinter Dir.

    • Peterli am 08.03.2017 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Guter Ratschlag

      Ach ja und sie müssen sich morgen auch einschränken! Es gibt für sie kein Vegimenü!

    • StudierenDannSchreiben am 08.03.2017 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Guter Ratschlag

      Hast du das Gefühl der Puma befliegt jeden Haushalt? Hast du überhaupt eine Ahnung für was die Schweizer Armee da ist?? Leute die keine Ahnung von solchen Situationen haben, sollten zuerst studieren bevor sie was kommentieren!

    • anonym am 08.03.2017 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Guter Ratschlag

      Egal ob man einen Notvorrat im Haus hat oder nicht geht jener relativ schnell zu neige.

    • Beatrice Meyer am 09.03.2017 09:15 Report Diesen Beitrag melden

      Erst nachdenken

      Wie lange wird wohl ein Notvorrat halten? Wenn man schon Unsummen ausgibt für Migranten dann sollte auch Geld da sein um Schweizern zu helfen die durch Naturkatastrophen Probleme bekommen. Sonst könnte ja der "gute Ratschlag "ein paar Bewohner von der abgeschnittenen Gemeinde bei sich aufnehmen.

    einklappen einklappen
FCL.TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen